

© Annie Lamiral
Seit seiner Gründung im Jahr 1963 steht im Mittelpunkt der Arbeit DFJW die Förderung von jungen Deutschen und Franzosen, um so zu einem besseren gegenseitigen Verstehen beizutragen. Auf diese Weise verhilft das DFJW den Entscheidungsträgern von morgen, so früh wie möglich in Lernprozesse für die internationale Arbeit einzutreten.
Die Öffnung seiner Programme für Drittländer wurde in Abstimmung mit der deutschen und der französischen Regierung und durch die vom Kuratorium getroffenen Entscheidungen in mehreren Etappen umgesetzt:
- 1976 öffnet das DFJW seine Programme für Jugendliche aus Ländern der Europäischen Gemeinschaft.
- 1991 setzt das DFJW die von den deutschen und französischen Außenministerien begründete Orientierung „Der Geist von Weimar“ um. Das DFJW unterstützt zunehmend den Austausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas (MOE), vor allem mit Polen. Projekte im Mittelmeerraum (insbesondere mit dem Maghreb) werden ebenfalls vorrangig gefördert.
- 2000 baten die deutsche und die französische Regierung das DFJW, Programme in Südosteuropa (SOE) aufzubauen.
In diesem Sinn entwickelt das DFJW in diesen Ländern Projekte mit Partnern aus dem schulischen und außerschulischen Bereich und erfüllt damit den von den Regierungen erteilten Auftrag. Bis zu 15% seines Programmhaushalts dürfen für trinationale Begegnungen ausgegeben werden.
Für MOE und SOE erhält das DFJW Sonderfonds, die jährlich vom Auswärtigen Amt und dem französischen Außenministerium zur Verfügung gestellt werden.
Trinationale Begegnungen sollen
- das gegenseitige Kennenlernen und ein besseres Verstehen, Freundschaft und Solidarität zwischen Jugendlichen dieser Länder fördern
- interkulturelles Lernen fördern und Jugendlichen helfen, Bürger Europas zu werden
- die Erfahrungen der deutsch-französischen Versöhnungsarbeit durch Jugendaustausch auf andere Länder übertragen
Drei Länder
Deutschland, Frankreich und ein drittes Land (auch Drittland genannt).
Es werden zurzeit vorwiegend Programme mit Mittel- und Osteuropa (MOE), wie Polen, Tschechien, Ungarn, Russland, etc. und Süd-Osteuropa (Bosnien, Mazedonien, Kroatien, Kosovo, Serbien, usw.) unterstützt, gefolgt von Ländern der westlichen Europäischen Union und dem Mittelmeerraum (Tunesien, Marokko, Türkei usw.).
Thematische Orientierung
Die trinationalen Begegnungen sollen, genau wie die deutsch-französischen Begegnungen, zu einem besseren Verständnis der anderen Kultur(en) und der eigenen beitragen.
Die Teilnahme Jugendlicher aus Drittländern muss durch die thematische Orientierung des Programms gerechtfertigt sein, dessen Inhalt und Form den Teilnehmern ein tieferes Verständnis der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede der betreffenden Kulturen ermöglichen soll.
Einige Themenbeispiele:
- „Das Weimarer Dreieck : die deutsch-französisch-polnische Zusammenarbeit im neuen Europa“
- „ Kulturen und Grenzen“ (mit Albanern und Serben aus dem Kosovo)
- „Auswandern oder in der Heimat bleiben“ (mit Tunesien)
- „Der grüne Tourismus im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungspolitik“ (mit Marokko)
Einige Themenbeispiele
"Die Rolle der Presse für die Demokratie", "Partizipation junger Menschen an den Entscheidungsprozessen in ihrer Stadt ", "Globalisierung - die europäischen Hochschullehrer angesichts der weltweiten Konkurrenz", "Heimerziehung in Europa".
Im Bereich "Ausbildung, Pädagogik und interkulturelles Lernen" : "Politische Bildung über Grenzen hinaus" "Die Stellung der Frauen in der Gesellschaft";
Im Schulbereich : "Die Kultur des 19. Jahrhunderts" und ein "Jugendmedienprojekt"
Ausgewogene Teilnehmerzahl und vielfältige Partnerschaften
Die vom DFJW geförderten „Drittländerprogramme“ umfassen von allen drei Seiten eine gleiche Teilnehmerzahl (insgesamt maximal 50 Teilnehmer, inklusive Leitung). Die Programme richten sich an alle Zielgruppen, mit einem Schwerpunkt auf Verantwortliche und Animateure der Jugendarbeit, auf Sozialarbeiter und Multiplikatoren im Austausch mit den MOE-, SOE- und Mittelmeerprogrammen.
Diese trilateralen Gruppenbegegnungen entstehen durch Partnerschaften
zwischen Verbänden der Jugend- und Erwachsenenbildung, den Sportverbänden, den Organisationen und Institutionen der Jugendbildung, der Schulen, der Hochschulen, den Einrichtungen der beruflichen Bildung, der Kommunen usw.
Begegnungszyklus
Die „Drittländerprogramme“ sind meist als Zyklen angelegt mit jeweils einer Phase in Frankreich und Deutschland und einer letzten im jeweiligen Drittland.
Schwerpunkt Sprache
Die Kommunikation spielt eine sehr wichtige Rolle bei den trinationalen Begegnungen. Neben Deutsch und Französisch wird auch die Sprache der Teilnehmer aus dem Drittland eingesetzt. Durch den Einsatz der drei Sprachen während der gesamten Begegnung werden der interkulturelle Lernprozess und das gegenseitige Kennenlernen gefördert. Immer mehr Programme bieten Aktivitäten zur Sprachanimation nach der „Tandem-Methode“ an.

© Peuple et Culture
Unterstützung durch das DFJW
Bei Drittlandbegegnungen kann das DFJW Zuschüsse zu den Fahrt- und Aufenthaltskosten sowie zu den Programmkosten gewähren.
In den Richtlinien des DFJW sind die Antrags- und Durchführungsmodalitäten festgelegt. Sie sind je nach Austragungsort und -land unterschiedlich.
Die Förderung durch das DFJW geht über das Finanzielle hinaus. Es bietet Beratung und ein Forum für den Austausch der verschiedenen Initiativen. Es stellt den Kontakt zwischen den Partnern her und lädt sie zu länderspezifischen Vorbereitungs- und Auswertungstagungen ein (MOE, SOE, Mittelmeerraum). In Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen definiert das DFJW Zielvorgaben und veranstaltet Ausbildungsprogramme zur Pädagogik des Austausches. Es informiert die Botschaften und die internationalen Organisationen in den jeweiligen Ländern und trägt hiermit zur Förderung und Verbesserung der Qualität der Programme bei.
Die Erfahrungen des DFJW werden oft angefragt, da seine Arbeit als exemplarischer Ausdruck einer gemeinsamen deutsch-französischen, außenpolitischen Initiative zugunsten der Stabilität und des Friedens in Europa und in der Welt betrachtet wird.
Für weitere Informationen: gainville@ofaj.org
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Deutsch-französisch-serbisches Jugendprojekt "Durch
die Linse der Erinnerungen", Berlin, Spätsommer 2011
Organisatoren: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
e.V. Landesverband Berlin, Centre Européen Robert Schuman Scy-Chazelles, Verein
Kulturklammer – Zentrum für kulturelle Interaktionen Belgrad
Junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und Serbien im
Alter von 17 bis 27 Jahren haben sich untereinander kennengelernt und gemeinsam
die Stadt Berlin erkundet, Orte entdeckt, die mit dem Gedenken an Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft in Zusammenhang stehen und sich über die dabei
erhaltenen Eindrücke sowie die aktuelle Situation ihrer Länder ausgetauscht.
In einem Videoworkshop haben die Jugendlichen in
kreativer Gruppenarbeit eigene Interpretationen, Ansichten und Geschichten zu
den besuchten Orten erarbeitet und diese in kurzen Filmsequenzen festgehalten.
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Vom 05. bis 12. Mai 2011 hat in Straßburg ein Seminar junger Europaaktivisten stattgefunden, lesen Sie hier.
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Im Rahmen der 10 Jahre der Südosteuropa-Initiative des DFJW ist eine Publikation mit dem Titel „Dialog für eine europäische Zukunft. 10 Jahre der Südosteuropa-Initiative des Deutsch-Französischen Jugendwerks“ in deutscher, französischer und englischer Sprache erschienen.
Das DFJW und seine Partner bieten Ihnen pädagogische
Unterstützung bei der Planung und Durchführung Ihrer Jugendbegegnungen an. Mehr
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