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Einführung

Seit seiner Gründung durch Bundeskanzler Adenauer und General de Gaulle im Jahre 1963 sieht das Deutsch-Französische Jugendwerk Schüler- und Jugendaustauschprogramme als eine der Grundlagen der deutsch-französischen Zusammenarbeit an.

Für die meisten Jugendlichen beider Länder ist der Schüleraustausch der erste Schritt in Richtung einer europäischen Mobilität, und zwar in jeder Hinsicht.

Bei dieser Gelegenheit werden die Jugendlichen im Alltag, in und außerhalb der Schule und in der Familie mit der anderen Lebensart konfrontiert. Neben dem Eintauchen in die Sprache, dessen Auswirkungen sich schnell bemerkbar machen, wird ein interkultureller Lernprozeß in Gang gesetzt, der über den zeitlichen Rahmen des eigentlichen Aufenthaltes hinausgeht.

Zu den Fragestellungen hinsichtlich anderer - manchmal verwirrender - Verhaltensweisen fügt sich das Nachdenken über die eigene Lebensweise. Dies ermöglicht es, sich selbst in seiner eigenen Kultur besser kennenzulernen und damit auch den Blick zu schärfen für die Bereicherung durch andere Kulturen. Die Lehrer, die Schulen samt ihrer Struktur, wie auch die Gastfamilien und Jugendlichen selbst sind in diese Erfahrung, die vielfältige Formen annehmen kann, miteinbezogen.

Um dem Schulalltag beider Länder näher zu sein und zur Vertiefung seiner Aktion stützt sich das DFJW auf Ländervertreter in den zuständigen Schulbehörden und den französischen "Rectorats d'Académie". Diese stehen direkt in Kontakt mit den pädagogischen Schulteams.

Das DFJW nimmt übrigens auch an den Arbeiten der deutsch-französischen Expertenkommission für die Zusammenarbeit im allgemeinbildenden Schulwesen teil, um die gesamte deutsch-französische Schulkooperation innerhalb seiner Aufgaben besser unterstützen zu können.

Das DFJW möchte mit der Veröffentlichung folgender Berichte einige anregende Beispiele für deutsch-französische Austauschprogramme zwischen allgemeinbildenden Schulen geben. Die zukünftigen Organisatoren sollten diese Beispiele nicht als verbindliche Modelle betrachten, sondern sich vielmehr für die Planung und Durchführung ihrer eigenen Programme von ihnen inspirieren lassen.

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