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Begegnung von Grundschülern an einem dritten Ort
Stephani-Volksschule, Gunzenheim (Mittelfranken/Bayern)
Groupe scolaire mixte, Isle (Haute-Vienne)
Begegnung vom 2. - 9.5.1996 in Heidenheim (Mittelfranken/Bayern)
25 deutsche und 25 französische Schüler
Bericht
Seit Beginn des Schuljahres tauschten die Schüler der beiden Klassen Briefe aus. Sie lernten französische Spiele und Lieder und informierten sich über ihre Partnerstadt. Durch mitgeschickte Fotos bekamen sie einen ersten Einblick in die Familien ihrer Briefpartner. Sie wußten über die Interessen der Brieffreunde Bescheid und kannten ihren schulischen Alltag.
Bei der Ankunft in Heidenheim erkannten die meisten ihre Briefpartner und freundeten sich rasch mit ihnen an. Beide Klassen hatten in Eigenarbeit Gastgeschenke vorbereitet. Die französischen Schüler erhielten glasierte Tonschalen, die deutschen T-Shirts mit Namensaufdruck. Alle 54 Kinder versuchten geduldig, das Sprachproblem unter Zuhilfenahme von Lexika und Büchern und durch Fragen an die sprachkundigen Begleiter zu meistern. Wenn all dies zu langsam ging, blieb noch die Zeichensprache übrig.
Ein umfangreiches Programm füllte die Tage im Schullandheim aus: die nähere Umgebung von Heidenheim wurde erwandert, Ziele waren das Heidenheimer Münster, das Naturdenkmal Steinerne Rinne und die Spielburg. Der abendliche Besuch der Heidenheimer Kirchweih und die vielen Maibäume zeigten den Gästen fränkisches Brauchtum.
In Weißenburg besuchten die Schüler Thermen und Kastell, Spuren römischer Kultur, die in Franken wie im Limousin zu finden sind. Einen Einblick in die gemeinsame fränkische Vergangenheit gewährte der Überrest des Grabens, den Charlemagne errichten ließ.
Spiel und Spaß kamen im Schullandheim aber auch nicht zu kurz: Pflastermalereien, Kennenlernspiele, Fußball und Sackhüpfen... Die Schullandheimrallye war die besondere Attraktion. Bei allen Spielen wurden stets gemischte Gruppen gebildet. Gewinnen konnten die Gruppen nur gemeinsam. Also mußten die Kinder zusammenhalten und einander unterstützen, aufeinander Rücksicht nehmen und gemeinsame Strategien entwickeln, um geschlossen ans Ziel zu kommen.
Den letzten Tag des Aufenthaltes verbrachten die Schüler mit den französischen Freunden in der Partnerstadt. Auf Einladung des Zweckverbandes Altmühlsee konnten sie auf der «Gunzenhausen» ihr Kapitänspatent erwerben und das Schiff durch die Fluten des Altmühlsees steuern. Der Rektor zeigte den Gästen die wichtigsten Räume der Stephani-Schule.
Die Eltern standen dem Schullandheimaufenthalt sehr aufgeschlossen gegenüber und unterstützten das Projekt. Am Nachmittag luden sie die französischen Kinder zu sich in die Familien ein. Am Abend traten die französischen Freunde die Rückreise mit der Bahn an. |