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Amandus-Abendroth-Gymnasium, Cuxhaven (Niedersachsen)
Collège Jules Simon, Vannes (Morbihan)

Aufenthalt vom 8.1. - 2.2.1991 in Vannes
18 deutsche und 18 französische Schüler

Erfahrungen und Konsequenzen aus dem Austauschprojekt JOIE

Kurze Charakteristik des Projektes
Die Idee des Projektes wurde in Frankreich geboren. Wegen seiner langjährigen und guten Erfahrungen auf dem Gebiet des Schüleraustausches wurde das Collège Jules-Simon in Vannes ausgewählt, um es mit dem Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven 1991 zu erproben.

Seine wesentlichen Merkmale sind folgende:
Beide Schulen wählen je eine geeignete Klasse aus, die möglichst vollständig an den Austausch teilnehmen will. Die Schüler beider Klassen finden sich zu Korrespondenzpaaren zusammen, und die entstandene Doppelklasse wird halbiert, so daß zwei deutsch-französische Teilklassen entstehen. Beide Teilklassen werden gleichzeitig zweimal ca. vier Wochen in Frankreich und Deutschland unterrichtet und wechseln nach der ersten Phase das Land.

Im jeweiligen Gastland werden die Teilklassen von zwei Lehrern begleitet, die im Unterricht hospitieren bzw. mitwirken. In Englisch und Latein nehmen die Gäste nicht am Unterricht teil. Die begleitenden Lehrkräfte verwenden diese Stunden, um den übrigen Unterricht aufzuarbeiten, zu ergänzen usw.

Projektdaten
Die Daten der Austauschphasen und die Zahl der beteiligten Schüler sind den beiliegenden Programmen vorangestellt.

Ausgewählt wurde auf Cuxhavener Seite eine 9. Klasse, die im dritten Jahr in Französisch unterrichtet wurde. Die Eltern aller 18 Schüler hatten sich für dieses Projekt ausgesprochen. Das Durchschnittsalter der Klasse lag bei etwas mehr als 15 Jahren.

Auf Vanneter Seite wurde eine Quatrième ausgewählt, die im dritten Jahr in Deutsch unterrichtet wurde. Von dieser Klasse nahmen 20 Schüler am Projekt teil, zwei hatten Korrespondenten in einer Parallelklasse der 9a. Das Durchschnittsalter der französischen Schüler lag bei ca. 14 Jahren. Die erste deutsche Teilklasse wurde von Herrn Becker (Unterrichtsfächer Geschichte und katholische Religion) und Herrn Schön (Deutsch und Latein), die zweite von Herrn Elster (Mathematik und Physik) sowie Frau Mevenkamp (Klassenlehrerin der 9a, Französisch und Musik) begleitet.

Vorbereitung des Projekts
Im März 1990 hielt sich der Leiter des Collège Jules-Simon, M. Quénéhervé, mit vier Kollegen zu einem Besuch des Amandus-Abendroth-Gymnasiums in Cuxhaven auf. Der Anlaß war in erster Linie das 10-jährige Jubiläum der erfolgreichen und intensiven Partnerschaft beider Schulen. Dieses Jubiläum sollte gleichzeitig zum Anlaß genommen werden, um den Austausch im Sinne des Projektes JOIE auf eine neue Grundlage zu stellen. In welchem Maße diese Idee in unserer Schule auf fruchtbaren Boden fiel, zeigt die kurze Zeit, innerhalb der die beteiligten Gremien und Gruppierungen zu einer Durchführung des Projekts bereit waren. Im wesentlichen bereits in der Woche der Anwesenheit der französischen Delegation wurde nach intensiven Gesprächen und Diskussionen positiv entschieden.

In Gesprächen zwischen Fachkollegen , Fachobleuten, Aufgabenfeld-Koordinatoren einerseits und den französischen Kollegen andererseits wurden in den einzelnen Fächern Themenbereiche gesucht, die sich für einen Unterricht in den "Europaklassen" eignen. Es wurden Rahmenrichtlinien und Lehrbücher ausgetauscht.

Das Projekt JOIE wurde in einer Versammlung der Elternschaft der in Frage kommenden Klasse vorgestellt. Als am Ende ein vorläufiges Meinungsbild erfragt wurde, ergab sich ebenso uneingeschränkte Zustimmung wie zuvor bei den Schülern. Die Schulleitung unserer Schule konnte sich daraufhin mit dem Leiter der Partnerschule über die Austauschtermine einigen und versprach zur weiteren, insbesondere inhaltlichen Absprache den Gegenbesuch einer entsprechenden deutschen Delegation. Schließlich wurde die Durchführung des Projektes zu den vereinbarten Terminen nach ausführlicher Diskussion von der Gesamtkonferenz mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Leider litt die weitere Vorbereitung sehr darunter, daß der Antrag auf Genehmigung des Projektes nach den Sommerferien von der Bezirksregierung Lüneburg zunächst abgelehnt wurde, da u.a. die vorgesehene Länge des Austauschs den rechtlich fixierten Rahmen von drei Wochen überschreitet.

Die weiteren Bemühungen unserer Schulleitung waren letztlich Anfang Dezember, wenige Wochen vor Beginn der ersten Austauschphase erfolgreich, zu spät für den Gegenbesuch einer deutschen Delegation und sehr spät für eine intensive Vorbereitung der Unterrichtsvorhaben in den deutsch-französischen Klassen.

Durchführung
Die ausführlichen Programme der beiden Projektphasen in Vannes sind beigefügt. Die Projektleitung auf deutscher Seite lag bei Frau Helga Czonstke und Herrn Ulrich Elster; auf französischer Seite lag sie bei Mme Montier.

Bewertung des Projekts durch die Schüler
Während der ersten Austauschphase wurde von den begleitenden Lehrkräften, Mme Brézillion und M. Duault, sowie mehreren Fachlehrern der Austauschklasse ein Fragebogen zur Beurteilung des Projekts durch die Schüler entwickelt. Der deutsche und der französische Fragebogen sind beigelegt. Er wurde der anwesenden französischen Teilklasse und der gesamten deutschen Klasse nach der ersten Phase und dieser nach dem Ende beider Phasen noch einmal vorgelegt.

In beiden Befragungen bewerteten die Schüler das gesamte Projekt positiv; bemerkenswert aber war, daß nicht nur die zweite Vannes-Gruppe insbesondere den Frankreichaufenthalt besser beurteilte als die erste, diese sich in der zweiten Befragung aber positiver äußerte als noch in der ersten.

Die Ergebnisse weisen auf mehrere Entwicklungen hin: wie auch in Deutschland haben die Kollegen in Frankreich ihre Erfahrungen mit der ersten Gruppe in die zweite Phase eingebracht und die zweite Gruppe konnte in Frankreich mit bereits eingespielten Korrespondentenpaaren starten. Zusätzlich ist die positive Tendenz der Bewertung dadurch erklärbar, daß am Ende das Projekt eher aus objektivierender Distanz gesehen wird.

Wenn negative Äußerungen auftreten, so haben sie folgende Gründe:
- den längeren Schultag in Frankreich,
- die geringere Freizügigkeit der französischen Schüler vor allem in der Mittagspause
- und bisweilen der Altersunterschied zwischen den deutschen und den französischen Schülern.
Das ändert aber nichts an dem insgesamt sehr positiven Bild, wie es in der Auswertung der letzten Befragung sowie den Kopien der beiden ausgefüllten Fragebögen deutlich wird.

Bewertung des Projekts durch die Eltern
Die Eltern der deutschen Austauschschüler wurden nach dem Projektende ebenfalls gebeten, ihre Meinung zu dem Projekt anhand eines kurzen Fragebogens zu äußern. Die fast ausnahmslos positive Bewertung ist bemerkenswert. Es kommt mehrfach zum Ausdruck, daß sie sich unnötig Sorgen um das Zusammenleben mit dem französischen Korrespondenten gemacht hatten und daß sie von seinem Verhalten angenehm überrascht wurden. Wenn es da bisweilen Probleme gegeben hätte, so wurde in der Regel der Altersunterschied als Ursache genannt.

Resonanz in der Öffentlichkeit
Über das Projekt und seinen Verlauf ist in der hiesigen und in der lokalen Vanneter Presse mehrfach ausführlich berichtet worden. Ereignisse aus dem Bereich der Städtepartnerschaft Vannes-Cuxhaven werden in beiden Städten mit Interesse verfolgt, den Berichten ist aber zu entnehmen, daß die neue Form des Austauschs auf ein besonderes, wohlwollendes Interesse gestoßen ist. Insbesondere in Frankreich konnte die Öffentlichkeit durch die Zeitungsartikel einiges über die Unterschiede der beiden Schulsysteme erfahren.

Schließlich sollte an dieser Stelle hervorgehoben werden, daß der Rat der Stadt Cuxhaven dieses Projekt in allen Belangen unterstützt hat. Der Oberbürgermeister, Herr Harten, und die Mitglieder des zuständigen Ratsausschusses habe beide deutsch-französische Klassen, den Leiter des Amandus-Abendroth-Gymnasiums, Herrn Dr. Stelling, sowie die beteiligten Lehrkräfte empfangen und sich ausführlich über das Projekt informiert.

Die beiliegenden Zeitungsausschnitte stellen keine vollständige Sammlung dar, geben aber ein gutes Bild der Reaktion der lokalen Presse wieder.

Konsequenzen
Durch das Projekt JOIE hat der Schüleraustausch zweifellos eine neue Qualität erhalten. Eine Rückkehr zur bisherigen Austauschform würde von allen Beteiligten als Rückschritt empfunden. Dadurch, daß die Schule und der Unterricht in den Mittelpunkt des Tagesablaufs gestellt wurde, verlor der Austausch seinen bisheringen, eher touristisch geprägten Charakter.

Das Verlängern der Austauschphasen ist durch das Einbeziehen des Unterrichts möglich geworden, es ist aber auch unbedingt erforderlich, um Inhalte angemessen erarbeiten zu können. Zusätzlich treten folgende Aspekte in den Vordergrund:

Schule als europäischer Arbeitsplatz
Die Schule wird als neuer, im Gastland gelegener Arbeitsplatz empfunden. Der Schüler ist gezwungen, sich an seinem neuen Arbeitsplatz zurechtzufinden und die neuartigen Umstände und Regeln zu akzeptieren. Er sieht seinen Schulalltag aus einer neuen Perspektive und relativiert seine bisherige Sichtweise.

Europäische Zusammenarbeit als Lernziel
Die Schule wird als Ort deutsch-französischer Zusammenarbeit erfahren. Der Schüler lernt den Reiz, die Vorzüge und die Schwierigkeiten einer derartigen Zusammenarbeit kennen. Er erfährt somit deutsch-französische Zusammenarbeit so, wie sie bereits auf vielen beruflichen, kulturellen und wissenschaftlichen Ebenen praktiziert wird. Er erfährt die Schule als Lebensmittelpunkt seines Korrespondenten und somit eines französischen bzw. deutschen Schülers allgemein.

Sprachliche Entwicklung im Austausch
Die Erweiterung der Sprachkompetenz vollzieht sich in zwei Bereichen, zum einen in der Familie und in der Freizeit, zum anderen im Unterricht.

In der Familie erhält der Schüler einen Einblick in den Alltag seines Gastlandes, erlebt das tägliche Leben als Familienmitglied und lernt, sich sprachlich adäquat in Alltagssituationen zu verhalten. In neueren Lehrwerken wird zwar versucht, umgangssprachliche Strukturen, die in Alltagssituationen gebräuchlich sind, zu vermitteln, jedoch kann dies im Rahmen des Unterrichts immer nur sehr unvollkommen geschehen, so daß der in Familie und Freizeit erreichte sprachliche Lernzuwachs als sehr groß empfunden wird. Die Länge der Austauschphasen spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

Die sprachlichen Fortschritte, die im Unterricht erzielt werden, sind für den Schüler nicht so evident, da sie für ihn schwer meßbar sind. Die im Unterricht verwendete Fremdsprache liegt auf einem höheren Niveau als die Umgangssprache und wird daher als ungleich schwerer empfunden, sowohl was das Verständnis als auch die Anwendung betrifft.

Der Anteil des Unterrichts an der Erweiterung der Sprachkompetenz ist jedoch als sehr hoch einzuschätzen, da die Schüler zum einen mit Vokabular aus verschiedenen Bereichen konfrontiert werden, sich zum anderen mit verschiedenen Arten der Sprachäußerung bzw. darbietung auseinandersetzen müssen:

    - Lehrervortrag
    - Frage / Antwort
    - Diskussion
    - Film
    - Sachtexte
    - Arbeitsblätter usw.

Die im Unterricht des Gastlandes erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten dürften sich kontinuierlich positiv auf den Fremdsprachenunterricht an der eigenen Schule auswirken und zu einer verstärkten Hinwendung zum Fach Französisch führen.

Die Rolle der begleitenden Lehrer
Einer der Punkte, die das Genehmigungsverfahren des Projekts erschwert haben, war die Zahl der begleitenden Lehrer. Auf den ersten Blick erscheint es aufwendig, wenn je zwei Lehrer eine Gruppe von etwa 10 bis 13 Schüler vier Wochen begleiten und dafür im Unterricht ihrer Schule fehlen. Dabei sollte man aber bedenken, daß die Aufgaben dieser Lehrer während ihres Aufenthalts sehr vielschichtig sind:
- Begleitung der Schüler im Unterricht, um Lern- und Verständnisdefizite sofort oder in den Verfügungsstunden beheben zu können
- Planung und Realisierung gemeinsamer Unterrichtsvorhaben mit französischen Kollegen
- Projektplanung und -entwicklung mit dem Schulleiter und den verantwortlichen Lehrkräften
- Begleitung der Schüler bei außerschulischen Veranstaltungen
- Betreuung und Beratung der Schüler

Diese Aufgaben haben die begleitenden Lehrer in größerem Maße in Anspruch genommen, als es ihr Unterrichtsalltag getan hätte. Vor allem aber wurde gerade die Einbindung der begleitenden Lehrer in eine französische Schule und ein französisches Kollegium als ein erster Schritt empfunden, die doch sehr unterschiedlichen Schulsysteme transparenter zu machen. Soll ein Gemeinsames Europa auch auf schulischem Gebiet erreicht werden, so ist dies ohne die Lehrer kaum möglich.

Der Unterricht in den Projektklassen
Zusätzlich zur traditionellen Funktion der Schule, Inhalte zu vermitteln, die in Rahmenrichtlinien fixiert sind, kann der Unterricht dem Gastschüler fachspezifisch aufgeschlüsselt, vertiefte Informationen über sein Gastland geben, z.B. über zentrale historische und politische Themen oder aktuelle ökologische Probleme.

So wurden, wo das Fach es erlaubte, Themen gewählt, die für das Gastland eine besondere Bedeutung haben und für die Region charakteristisch sind. Die Auswahl der Themen bildet eine gute Basis für eine Fortführung des Projekts, die Inhalte sollten zu einem Standardprogramm weiterentwickelt und nur maßvoll verändert bzw. ausgetauscht werden.

Dadurch werden die Schulen in die Lage versetzt, ihre Schüler sprachlich, etwa durch Vokabellisten, und inhaltlich auf den Unterricht im Gastland vorzubereiten.

Beispiele aus dem französischen Themenbereich
- Ausgewählte Beispiele aus der französischen Literatur
- Französische Revolution
- Europäische Gemeinschaft
- Trinkwasserprobleme in der Bretagne, Vulkanismus
- Beweisübungen an Vierecken
- Textverarbeitung/technisches Zeichnen mit dem Computer


Beispiele aus dem deutschen Themenbereich
- Erarbeitung von Fabeln und ihre szenische Darstellung in beiden Sprachen
- Medien/Konsum und Umwelt
- Gifte in der Nahrung
- Ökosystem Wattenmeer
- Versuche zur Umweltbelastung in Luft und Boden
- Proportionen und Projektionen

Methodische Aspekte
Ein zentrales Ziel war, alle Schüler trotz der sprachlichen Probleme in gleichem Umfang in den Unterricht einzubeziehen. Bewährt hat sich dabei,
- die Korrespondentenpaare als Arbeitsgruppen zu nutzen und diese zur ersten Klärung sprachlicher Schwierigkeiten zu verpflichten,
- in den Fächern möglichst projektorientiert zu arbeiten,
- verstärkt audiovisuelle Hilfsmittel zu nutzen, Filme dabei nur abschnittsweise vorzuführen,
- die Sprechweise den Gastschülern anzupassen.

Aspekte der Weiterentwicklung
Die Befragungen der Eltern und der Schüler, die Gespräche mit ihnen und mit den beteiligten Lehrern und die Resonanz in der Öffentlichkeit lassen eine Fortführung des Projekts notwendig erscheinen. Diese Form des Austauschs sollte die Regel werden, so daß sie ohne große Einschnitte und administrative Hemmnisse kontinuierlich weiter entwickelt und verbessert werden kann.

Diskussionspunkte bzw. Arbeitsthemen für weitere Entwicklungsschritte wären z.B.:
- Länge der Austauschphasen
- Zahl bzw. Einsatz der Gastlehrer
- Organisation der Vorbereitungstreffen der beteiligten Lehrer
- Problem des Altersunterschieds
- Fixierung der Themen, Formulierung der Voraussetzungen
- Entwicklung fächerübergreifender Projekte
- Erstellen von Vokabellisten und sonstiger sprachlicher Hilfsmittel
- Der Unterricht in Französisch und Deutsch, z.B. Wahl übergreifender Themen
- Sammlung der verwendeten Arbeitsmittel, Austausch der Texte

 

Fragebogen

Bitte keinen Namen eintragen.

Was denkst du über die Länge des Aufenthalts?
richtig: 14 Schüler zu kurz: 3 Schüler zu lang: 1 Schüler

Wie beurteilst du das Rahmenprogramm?
War das Angebot ausreichend, zu umfangreich oder zu knapp?

Alle Schüler sind der Meinung, sie hätten große Fortschritte in der Sprache gemacht, vor allem was den Wortschatz, das Sprechen und Verstehen betrifft.

Wie ist deiner Meinung nach der Anteil des Schulunterrichts an der Erweiterung deiner Sprachfähigkeit einzuschätzen?
Die meisten Schüler haben das Gefühl, in der Familie und in der Freizeit mehr Französisch gelernt zu haben als in der Schule. Dies ist sicher darauf zurückzuführen, daß sie in der Familie eher gezwungen waren zu sprechen.

Wie beurteilst du deinen Lernfortschritt im Unterricht während der Austauschphase im Vergleich zum sonstigen Unterricht?
Dieser wird von der Mehrheit der Schüler als geringer als im normalen Unterricht angesehen. Dieses wird jedoch akzeptiert, da in der Sprache große Fortschritte gemacht wurden.

Was denkst du über die unterschiedlichen Unterrichtszeiten in Frankreich und Deutschland?
Alle Schüler bevorzugen die Unterrichtszeiten in Deutschland.

Wie beurteilst Du den Austausch insgesamt?
16 Schüler fanden den Austausch gut oder sehr gut und sind der Meinung, er sollte regelmäßig in dieser Form stattfinden. 2 Schüler geben keine direkte Antwort.

Einige Zitate

    "Das Austauschprojekt ist gut und sollte in der Länge und Art fortgeführt werden".
    "Von der Idee her sehr gut".
    "Ich finde, daß der Austausch ein voller Erfolg war, weil ich das Glück hatte, in eine Superfamilie zu kommen".
    "Es ist schade, daß man nur einmal fahren kann".
    "Dieser Austausch muß unbedingt wiederholt werden".
    "Unser Austausch war ein voller Erfolg".
    "Dieser Austausch ist eine einmalige Chance, ein fremdes Land und ein anderes Schulsystem kennzulernen".

Befragung der Eltern und Auswertung

Bitte ankreuzen:
Gruppe Cuxhaven (Januar 1991)
Gruppe Cuxhaven (März 1991)

Wie beurteilen Sie-

    -die Länge der Austauschperioden?
    gut/ausreichend: 12   3 Wochen ausreichend: 3
    -das außerschulische Rahmenprogramm in Cuxhaven?
    sehr gut/gut: 15  zu umfangreich: 1

Welche Schwierigkeiten sahen Sie vor Durchführung des Austauschs?
Keine: 12  Sprache/Eßgewohnheiten: 3  Transportprobleme: 1  Altersunterschied: 1
Welche Schwierigkeiten traten tatsächlich auf?
Keien/geringfügige: 15  Spannungen: 1  sprachliche: 1

Wie schätzen Sie die durch den Austausch bedingten Fortschritte Ihres Kindes ein?
Gut/sehr gut: 12  noch nicht meßbar: 2
Zitate: "Meine Tochter kann sich jetzt gut verständigen, d.h. frei französisch reden". - "Die Französischkenntnisse und das Interesse an der Sprache selbst haben zugenommen".

Verlief das Zusammenleben mit Ihrem Gastkind Ihren Erwartungen entsprechend?
Welche Erwartungen hatten Sie? Waren Ihre Erwartungen eher positiv oder eher negativ?
Positiv: 14  eingeschränkt positiv: 3
Zitat: "Wir hatten keine konkreten Erwartungen. Da unser Gastkind ein sehr aufgeschlossenes Mädchen ist und wir uns gegenseitig sehr sympathisch waren, hatten wir ausschließlich positive Erfahrungen".

Ergaben sich durch die Aufnahme eines Gastschülers zusätzliche Belastungen? Wenn ja, welche?
Keine/geringfügige: 10  zusätzliche Fahrten: 7

Wie beurteilen Sie das Austauschprojekt insgesamt?
Sehr gut: 7  gut: 6  kann noch nicht beurteilt werden: 1
Sollte es regelmäßig durchgeführt werden?
Ja: 15  eingeschränkt ja: 1

Zitate:

    "Das Austauschprojekt ist nur positiv zu beurteilen und sollte auf jeden Fall regelmäßig durchgeführt werden. Der Austausch im 9. Schuljahr liegt nicht zu früh, denn die Schüler sind schon gut zwei Jahre in der französischen Sprache unterrichtet worden. Sie können ihre Sprache verbessern, dazulernen und neu motiviert werden."

    "In der angebotenen Form (volle Teilnahme am Unterricht) gut. Evtl. sollten die Altersunterschiede mehr beachtet werden, da sich gerade in diesem Alter mit jedem halben Jahr die Interessen stark verändern."

Sonstige Anmerkungen (Auswahl)
- Der Altersunterschied zwischen den beiden Klassen war zu groß. (3x)
- Die Jahreszeit war ungünstig. (2x)
- Ein zweiter Austausch zu einem späteren Zeitpunkt wäre wünschenswert. (2x)
- Es werden Defizite in den anderen Unterrichtsfächern befürchtet. (2x)
- Der Unterricht müßte noch besser auf die gemischte Klasse abgestimmt werden. In Frankreich müßte besser auf die deutschen Schüler eingegangen werden.
- Das Engagement der beteiligten Lehrer war hervorragend.

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