Unsere Glossare
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      Vorwort
 
Die Fachwörterbücher, die für zahlreiche Tätigkeitsbereiche und Wissensgebiete existieren, sind aufgrund ihres Umfangs und der zumeist angestrebten, wissenschaftlich begründeten Vollständigkeit zweifellos unersetzliche Hilfsmittel für den professionellen Übersetzer und Dolmetscher; er beherrscht alle morphologischen und syntaktischen Regeln der Fremdsprache und entnimmt den Nachschlagewerken nur präzisierende Bezeichnungen und Beschreibungen von Gegenständen oder Vorgängen. Für die Benutzung in konkreten Erlebnis- und Kommunikationssituationen zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen und Sprachen erweisen sie sich jedoch häufig als ungeeignet. Die „Glossare für den deutsch-französischen Austausch“ gehen daher von Beobachtungen und Erfahrungen aus, die die Praxis der deutsch-französischen Begegnung täglich bestätigt.

Wie sich gezeigt hat, verfügen nur wenige Austauschteilnehmer über soweit gesicherte Fremdsprachenkenntnisse, dass sie sich bereits mit Hilfe eines reinen Bezeichnungsvokabulars, wie es z. B. „Bilderwörterbücher“ bereitstellen, hinreichend verständigen könnten. Viel wichtiger als ein weit differenziertes Fachvokabular ist für sie die Beherrschung einiger grundlegender Techniken des „Nachfragens“, um im gegebenen situativen Kontext eine Präzisierung erbitten zu können. Bei der sprachlichen Vorbereitung von Austauschteilnehmern oder bei der Aufarbeitung von Kommunikationsschwierigkeiten während einer Begegnung muss daher auf die Vermittlung und Einübung solcher Fragetechniken besonderer Wert gelegt werden. Die Glossare sind so konzipiert, dass diese Vorbereitung unter Einbeziehung des jeweiligen Fachwortschatzes erfolgen kann.

Für alle in dieser Glossarreihe behandelten Berufe, Sportarten, Freizeitbeschäftigungen u. a. wurde daher der Fachwortschatz im engeren Sinn auf 350 - 400 Wörter (Haupteinträge) begrenzt; mit aufgenommen wurden Verben und andere Wortarten, die eine situationsadäquate Verwendung von Substantiven überhaupt erst ermöglichen. Das Grundvokabular wurde jeweils durch eine etwa gleiche Anzahl von Nebeneinträgen - Ableitungen, Zusammensetzungen, Beispiele für die Kontextualisierung usw. - ergänzt.

Die optimale Benutzung der Glossare als Vokabelhilfen setzt sprachliche Vorkenntnisse voraus, die bei einer regelmäßigen Beschäftigung mit der Fremdsprache in der Schule oder Erwachsenenbildung innerhalb von 1 - 2 Jahren erworben werden können: die Kenntnis eines Grundbestandes hochfrequenter Verben, Substantive, Adjektive der Alltagssprache sowie der Grundbegriffe der Morphologie und Syntax. Erscheinungen, die erfahrungsgemäß besondere Schwierigkeiten bereiten (Unregelmäßigkeiten der Bildung des Plurals und des Partizip Perfekts, reflexive Verbformen mit unterschiedlicher Bedeutung in beiden Sprachen, Verben mit präpositionalem Objekt, Besonderheiten der femininen Form des französischen Adjektivs usw.), sind jeweils angeführt. In allen Fällen, wo in verschiedenen Sprachen eine international verbindliche Terminologie existiert (z. B. Farbbezeichnungen in der Philatelie), deren Kenntnis beim Benutzer eines Glossars vorausgesetzt werden kann, wurde dagegen auf die Eintragung der entsprechenden Einzelwörter verzichtet.

Autoren und Herausgeber danken den zahlreichen Einzelpersonen, Vereinen, Verbänden, Kammern u. dgl., die bei der Erarbeitung der Glossare beratend mitgewirkt haben. Die Praktiker des deutsch-französischen Austauschs - Begegnungsteilnehmer wie Verantwortliche - sind aufgefordert, mit Hinweisen und Ergänzungen dazu beizutragen, dass die Reihe ihren Zweck als Mittel zur besseren Verständigung zwischen Franzosen und Deutschen erfüllt.

Liste der Glossare

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