exemples+konzepte
Methoden und Materialien zum Sprachenlernen im Tandem –
der Beitrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks zur Entwicklung der Fremdsprachendidaktik

Dr. Fritz Kerndter, ehem. Leiter des Sprachreferats des DFJW
retour

Das Ende der Materialentwicklung für Tandem-Kurse? Noch nicht...

Mit der Konzeption der "SITuationen I" für junge Berufstätige schien in der Arbeit des DFJW ein Punkt erreicht zu sein, wo fast alle von Fremdsprachendidaktik und Sprachwissenschaft aufgeworfenen Fragen zu Sprachlehr- und -lernprozessen einmal wenigstens ansatzweise im deutsch-französischen Bereich eine praxisorientierte Antwort erhalten hatten. Für viele Begegnungsformen standen jetzt Animations- und Unterrichtskonzepte und Hilfsmittel zur Verfügung. Noch hatte die Diskussion über das "interkulturelle Lernen" und die Vermittlung von Impliziten und Konnotationen, von Distanzierung zu und Relativierung von Inhalten, die von der Mutter- wie von der Fremdsprache transportiert werden, nicht begonnen. "Landeskunde im Sprachunterricht" war und blieb vorerst noch die (nur selten kontrastiv konzipierte) Vermittlung von Faktenwissen aus Alltag, Geographie, Kunst und Kultur des anderen Landes. Tübingen verwirklichte 1975 mit "SITuationen II" noch eine umfangreiche Serie von Farbdiapositiven sowie von Großphotos, als Informationsmaterial zu einigen weiteren, später entstandenen humoristischen und oft gewollt absurden Dialogen... Die Orientierung auf Berufstätige sowie die jetzt überall angestellten Überlegungen über die noch stärkere Berücksichtigung spezifischer Sprachbedürfnisse bestimmter Zielgruppen hatte auch der AALF, nach den früher für Jugendliche konzipierten "Centres d’Intérêt", den Weg geöffnet für Materialien zur Arbeit mit Erwachsenen, besonders im Rahmen von Städtepartnerschaften.

retour Inhaltsverzeichnis weiter