Arbeitstexte de travail

Überlegungen zum Spannungsverhältnis zwischen nationalerJugendarbeit und interkultureller Begegnung:
EINE
UNTERSUCHUNG IN FRANZÖSISCHEN FERIENZENTREN

Dany Robert DUFOUR
(Aus dem Französischen übersetzt von Peter Geble)

Inhaltsverzeichnis

3. Deutsche und Franzosen in den Ferienzentren

Ich will im folgenden die Frage behandeln, in welcher Weise die deutschen und französischen Jugendlichen, die in den Ferienzentren in derselben die Altersklassen trennenden, wenn nicht voneinander absondernden Struktur leben und demselben System des Ansprüchestellens und -erfüllens ausgesetzt sind, sich ähneln oder sich voneinander unterscheiden, wie sie miteinander kommunizieren oder sich ignorieren. Es geht mir darum, zu einer Einschätzung der Begegnungen in den Ferienzentren zu gelangen.

 

3.1. Mal geht's gut, mal geht's schlecht

Was wird im allgemeinen für die Einschätzung einer Begegnung angeführt? Eine Begegnung wird häufig als gelungen ausgegeben, sobald die deutschen und französischen Jugendlichen miteinander kommunizieren: im allgemeinen wird unter Kommunikation nicht nur die Benutzung eines gemeinsamen linguistischen Hilfsmittels verstanden (9), sondern auch die Tatsache, daß sie während der verschiedenen Tageszeiten zusammen sind, dieselbe Musik hören, sich miteinander amüsieren und an denselben Aktivitäten teilnehmen...

Eine Begegnung wäre demnach gut, solange es kein Problem gibt und alles bestens läuft. Wenn man nun genauer hinsieht, könnte man genauso gut das Gegenteil behaupten: die Begegnung verläuft schlecht, weil sie sich verstehen, ohne überhaupt darüber zu sprechen, ohne daß im Grunde etwas passiert, wodurch sie sich als Deutsche und als Franzosen einschätzen lernen. Sie treffen sich in einer Art kulturellem Niemandsland, das vor allem aus amerikanischen Konsumartikeln besteht (Jeans, Zigaretten, Musik...). Hätten die Franzosen Engländer getroffen und die Deutschen Belgier, wäre das gleiche passiert, und man hätte mit demselben Recht behaupten können, alles sei bestens verlaufen.

Was soll man von einer Begegnung halten, bei der es zwischen Franzosen und Deutschen nicht so gut läuft: die Franzosen richten sich unter sich in ihren Zimmern ein, die Deutschen tun dasselbe; dieses Spiel wiederholt sich im Speisesaal; Genörgel am Essen, Sticheleien und Anzüglichkeiten über die Tische hinweg?

Haben sie aber damit nicht schon begonnen, die zwischen ihnen vorhandenen Unterschiede zu erkunden? Dies geschieht zwar dann auf eine schmerzhafte Art und Weise, die aber unumgänglich ist, wenn es gilt, die Stereotypie der gegenseitigen Vorurteile aufzubrechen. Sollte sich ein Paradox abzeichnen (es findet Begegnung statt, wenn es nicht läuft; es findet keine Begegnung statt, wenn es läuft), dann deshalb, weil dieses bereits in den allgemeinen vorherrschenden Überlegungen angelegt ist, wobei vernachlässigt wird, daß man Ähnlichkeiten zu erkennen glaubt, weil man vergessen hat, was uns eigentlich ähnlich machen läßt. Was vergißt man dabei?

Doch wohl dies, daß die freie Wahl, die die einzelnen untereinander treffen, von sozialen und kulturellen Mechanismen überbestimmt wird, die unabhängig vom Willen der Beteiligten funktionieren: so wie man sich mit höchster Wahrscheinlichkeit in der eigenen sozialen Schicht und derselben Altersklasse verheiratet, ohne vorher genauestens untersucht zu haben, wer zu wem nach den Erhebungen am besten paßt, und dabei in dem falschen Glauben handelt, in aller Freiheit seinen Partner oder seine Partnerin zu wählen, so wirken auch die übergreifenden Mechanismen, aufgrund derer sich die einen gegenseitig erkennen und die anderen sich verkennen.

In diesem Komplex vielfältiger überbestimmender Faktoren lassen sich (neben der Altersklasse) zwei wichtige Komponenten herausheben, die unabhängig voneinander in die Begegnungen hineinspielen:

- die eine hängt mit dem nationalen, ideologisch-kulturellen Kontext zusammen,
- die andere liegt in der sozialen Zugehörigkeit und den damit verbundenen Vorstellungsweisen.

Die Wirkungsweise jedes einzelnen dieser beiden voneinander unabhängigen Faktoren ist äußerst schwer nachzuzeichnen: ist der Unterschied zwischen einem deutschen Jungarbeiter von VW und seinem französischen Kollegen von Renault größer als der zwischen demselben französischen Jungarbeiter und einem französischen Studenten, der Sohn eines Absolventen einer Eliteschule ist und der sich dazu anschickt, in Harvard Unternehmungsführung zu studieren?

Wenn ich die Frage auf diese Weise stelle, so geschieht dies, weil ich mich am Ende dieser Untersuchung ganz und gar außerstande fühle, darüber zu entscheiden, ob in einer binationalen Begegnung das nationale Element die primären Differenzen produziert und das Element der Klassenzugehörigkeit die sekundären, oder ob es sich umgekehrt verhält. Ich gebe lieber eine ausweichende Antwort: es kommt darauf an; manchmal ist es die Nationalität, welche als Auslöser dient (ich werde weiter unten dafür ein Beispiel geben), manchmal ist es die Klassenzugehörigkeit: so weiß ich z.B., daß die Kinder des französischen und des deutschen intellektuellen Kleinbürgertums sich gleichen.

 

3.2. Riten, Rhythmen, Zeichen

Im Verhältnis zu den Auswirkungen der Klassenzugehörigkeiten, die soziologisch schon hinreichend untersucht wurden, sind die Auswirkungen jener Faktoren, die mit dem nationalen, ideologisch-kulturellen Kontext zusammenhängen, weniger bekannt. Für sie ist es notwendig, einige Indikatoren herauszuarbeiten (10).

Läuft es in einem Ferienzentrum zwischen Franzosen und Deutschen nicht so gut, so hatte es doch einmal so schön angefangen (vgl. "Mal geht's gut, mal geht's schlecht"), denn zunächst hatten sie sich gut vertragen. Doch dann zog sich jede Gruppe in ihre Ecke zurück und brütete wütend darüber, wie sie der anderen Gruppe eins "auswischen" könne: "Wenn ihr mich nicht zurückhaltet, dann..." Am Ende des Aufenthalts ist dann jeder erleichtert darüber, daß er nichts mehr gegen etwas unternehmen muß, was er nicht mehr ertragen kann. Was ist schiefgegangen? Nichts, die Stimmung war schlecht, wie man so sagt; es gab keine offenkundigen Auslösefaktoren, nur eine nachtragende Verstimmung.

Tatsächlich gab es nichts, nichts, was Franzosen und Deutsche so unterschiedlich sahen oder taten, daß es zwischen beiden Gruppen zu einem Zusammenstoß hätte kommen müssen.

Wenn man jemanden fragt: "Was haben Sie heute getan?", dann kann es vorkommen, daß er antwortet: "Nichts", weil er sich nicht gesehen hat, bei dem, was er wohl oder übel tun muß, um nichts zu tun: schlafen, essen, spazierengehen, sich waschen... Die Lebensgewohnheiten in den bürgerlichen Gesellschaften sind indessen mit jenen Werten belegt, die ihnen von der jeweiligen Gesellschaft zugeschrieben werden. Es sind keine Wertungen in einem moralischen oder axiologischen Sinne, sondern sie sind ziemlich willkürlich: es gibt keine Begründung dafür, daß etwas auf eine bestimmte Art und Weise abläuft, außer der, daß es eben so läuft und nicht anders.

Wenn ich meinen Hut vor jemandem ziehe, um ihn zu grüßen, so wiederhole ich damit vielleicht die Friedensgeste des Ritters, der seinen Helm abnimmt: diese Geste gilt heute aber nur noch als soziales Zeichen für den Gruß. Ich käme nicht auf den Gedanken, mir die Schuhe auszuziehen als Zeichen an meinen Gesprächspartner, daß ich ihn grüße. In anderen Kulturen ist das jedoch üblich. Das Zeichen ist somit arbiträr, willkürlich. Wenn ein Franzose nicht davon überrascht ist, daß ein Deutscher vor ihm den Hut zieht, so deswegen, weil ihre Grußformen in ihrer Willkür dieselben sind; würden sie diese Geste zusammen vor einem Guayaki oder einem Dogon machen, sähen sie ziemlich dumm aus. Allerdings teilen Franzosen und Deutsche nicht alle sozialen Zeichen.

Wenn in Frankreich - arbiträr - ein bestimmtes Benehmen gilt, und in Deutschland ein anderes, so ist dies ebenso willkürlich entstanden. Das Willkürliche hier ist aber mit dem Willkürlichen dort nicht identisch.

Ein Beispiel zur Illustration: eine Umfrage (11), die nach dem letzten Weltkrieg in England und in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde, ergab, daß die amerikanischen Soldaten von den Engländerinnen als "unangenehm aufdringlich" beurteilt wurden, während umgekehrt die Engländerinnen den Amerikanern seltsamerweise als "unangenehm leichtlebig" erschienen. Der Grund lag darin, daß der Kuß als Zeichen der Liebe in den Vereinigten Staaten und in England einen jeweils ganz verschiedenen Stellenwert besitzt.

Dieselbe Willkür, dasselbe Zeichen; die Bedeutung ist in den beiden Ländern jedoch eine andere. Der Kuß erfolgt in den Vereinigten Staaten beim "petting" sehr früh und verpflichtet zu nichts, wogegen er in England sehr spät erfolgt, wo ein akzeptierter Kuß ein eindeutiges Zeichen dafür ist, daß sich eine sexuelle Beziehung anbahnt.

Es ist nur zu verständlich, daß sich keiner der zwei Partner erklären kann, warum es zwischen ihnen nicht klappt, denn wenn einer dem anderen ein Zeichen gibt, so natürlich mit der Absicht, Unstimmigkeiten auszuschalten, und wenn es dennoch welche gibt, dann nur, weil der andere "einfach nicht verstehen will und dumm ist, oder böswillig, oder beides zusammen". Das gilt selbstverständlich für beide Partner.

 

Es würde kein Ende nehmen, wenn man anfinge, Zeichen zu suchen, die in Frankreich und in Deutschland jeweils etwas anderes bedeuten, weil es Zeichen sind, die als solche überhaupt nichts besagen wollen, aber gerade dadurch denjenigen, der sie ausstrahlt, unwiderruflich als bizarr, seltsam und fremd erscheinen lassen.

In Frankreich und Deutschland gelten nicht die gleichen Eßmanieren; die Franzosen erregen Ekel, weil sie ihre Frühstücksschnitte in den Milchkaffee tunken, bevor sie sie essen. Die Liste ist lang, was sich beim Essen gehört und was nicht. Gerade das Essen und das "Genießen" gehören zum Register der Persönlichkeit, wo einerseits vornehmlich das früher Erlernte und Erlebte gespeichert ist, wo sich andererseits aber auch "die symbolische und phantasmatische Bearbeitung des Realen" (12) vollzieht, denn Essen heißt auch, die Welt, in der wir leben, gleichzeitig in sich aufzunehmen.

Auch die Tageszeit wird in Frankreich und in Deutschland nicht auf dieselbe Art und Weise verbracht. Der Tagesrhythmus ist anders (das beweisen auch die unterschiedlichen Schulzeiten in Frankreich und in Deutschland).

Ich möchte deswegen eine vergleichende Ethnologie Frankreichs und Deutschlands anregen mit einer semiotischen Untersuchung, die Aufschluß geben könnte über die Rhythmen, die Riten und die Zeichen.

Soll es so sein, daß, sobald diejenigen, mit denen man konfrontiert wird, nicht zu "den eigenen Leuten" gehören, man sich von ihnen abwendet, so sehr, daß daraus eine Aversion entsteht (von aversio: der Vorgang des Sich-Abwendens), d.h. eine gegenseitige Abkehr voneinander, die lächerlich genug ist, um die Grundlage für ebenso lächerliche Rituale abzugeben?

Zum besseren Verständnis sollte sinnvollerweise eine Analyse der Ideologie der Ferienzentren angestellt werden. Bekanntlich definieren sich Ideologien dadurch, "daß sie kein Außen kennen" (13). Das will zweierlei besagen:

  • was einer Ideologie äußerlich ist, kann von ihr nicht verstanden, ja nicht einmal gedacht werden; sie kann nicht begreifen, daß sie nicht begreift,
  • sie gibt vor, allumfassend zu sein.

Auf seine Vorurteile, seine Stereotypen zu verzichten, ist, sofern es nicht bei einer momentanen Geste bleiben soll, nicht so einfach: es schließt nämlich den Verzicht auf eine Form der "Vollkommenheit" ein. Es ist die Animation in den Ferienzentren, die dabei helfen kann, allerdings nicht durch Informationen oder Erklärungen, sondern indem der Jugendliche wie "mit dem Bad ausgeschüttet" in andere Welten versetzt wird, damit er von seiner eigenen Abstand nehmen lernt.

 

3.3 Integration

Ich bin somit wieder bei der segregativen Struktur des Ferienzentrums und der dort herrschenden Haltung des Ansprüchestellens und -erfüllens angekommen.

Kann man sagen, daß ein(e) junge(r) Franzose/Französin und ein(e) junge(r) Deutsche(r) die selben Ansprüche stellen?

Ich denke nicht. Obwohl sie sich derselben Funktionsweise ausgesetzt sehen, reagieren sie nicht gleich.

Ich werde deswegen nach anderen Indikatoren für die national-bedingten Faktoren suchen, nach solchen, die sich in der Anspruchshaltung unterschiedlich auswirken.

Nach dem, was ich in den Zentren gesehen habe, sind mir die jungen Deutschen fast immer in jenen Situationen als Fordernde erschienen, in denen es die jungen Franzosen nicht oder nur in abgeschwächter Form wagten, ihre Forderungen zu stellen.

Es ging hauptsächlich um die Berücksichtigung oder manchmal sogar um die Verantwortung für ihre ersten Erlebnisse mit dem anderen Geschlecht, die sich in der offenkundigen Anziehungskraft ausdrückte, die von Örtlichkeiten ausging, welche in dieser Hinsicht größere Möglichkeiten boten und auf die sich infolgedessen ein Großteil ihrer sozialen und affektiven Energien konzentrierten. Für die deutschen Jugendlichen scheint es normal zu sein, ihre diesbezüglichen Ansprüche dem Leiter oder den Betreuern gegenüber offen anzumelden, während die französischen Jugendlichen sich nichts anderes vorstellen konnten, als diese hinter deren Rücken im Geheimen zu leben.

Ich sehe darin eine unterschiedliche Einstellung zu Institutionen, die ich mir durch die unterschiedlichen institutionellen Mechanismen in Frankreich und in Deutschland erkläre. Deutschland ist ein Land mit einer starken sozialen Integration; ich möchte mich hier der soziologischen Analyse Alain Touraine's anschließen, der das Deutschland von heute als ein Land definiert, wo "im Gegensatz zu Frankreich sämtliche politischen Mittel zur sozialen Integration mobilisiert werden..., wo der Bereich der politischen und sozialen Forderungen zugleich der Bereich des Protests ist..., wo der Raum der besagten Forderungen bereits der Raum der Regierung und ihrer Institutionen ist"(14).

Folglich ist kein Platz für soziale Randbereiche vorhanden, alles muß integriert werden, und falls sich etwas der Integration widersetzt, wird es schnell zu etwas abgewertet, was disqualifiziert werden muß. Noch einmal Touraine: "Wenn Sie in einer Gesellschaft nicht genügend Konflikte haben, haben Sie Gewalt" (aus der erwähnten Sendung von France-Culture). Diese erzwungene Integration formt den sozialen Vorstellungshorizont der deutschen Jugendlichen, die von den Institutionen verlangen, daß ihren Forderungen Verständnis entgegengebracht wird.

In dieser Hinsicht ist mit Frankreich kein Vergleich möglich; dort wissen die Jugendlichen im voraus, daß sie bei den Institutionen ins Leere laufen und sich deswegen nur auf sich selbst verlassen können - ein typisch französischer Charakterzug, der ihnen nicht ganz zu unrecht einen anarchistischen Anstrich gibt.

Was die Anspruchshaltung in den Ferienzentren anbelangt, so stößt man bei den jungen Deutschen und den jungen Franzosen auf zwei gegensätzliche Einstellungen: "Sie müssen dafür die Verantwortung übernehmen, sie müssen eine Lösung für uns finden" und "Sie verstehen uns doch nicht, lassen wir's gleich sein" oder "Schlagen wir uns allein durch".

In beiden Fällen ist kein Raum für einen dialektischen Umgang mit den Ansprüchen und ihren Gegenständen.

 

Ich komme zum Schluß:

- Das Zentrum ist gut, da den Kindern aus minderbemittelten Bevölkerungsschichten Erholungsmöglichkeiten geboten werden, die ihnen sonst verschlossen wären; dieses Argument ist politisch von Bedeutung.
 
- Das Zentrum ist schlecht, da die Kinder unter sich sind und in ihrem Wesen einem (wenn auch liberalen) System unterstellt werden, in dem die Befriedigung ihrer Ansprüche nicht von ihnen selbst geleistet werden muß; dieses Argument ist psychologisch, soziologisch und pädagogisch von Bedeutung.
 
- Wenn man will, daß es zwischen Deutschen (die ihre Ansprüche direkt vertreten) und Franzosen (die ihre Ansprüche nur auf Umwegen anmelden) zu einer Begegnung kommt, ist es notwendig, daß man sich zuvor eingehend mit den Mechanismen des Sich-Öffnens (und des Sich-Verschließens) der Welt gegenüber befaßt, denen sich die einen wie die anderen ausgesetzt sehen.

Die logische Folgerung ist: wer am meisten will, erreicht am wenigsten; statistisch ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß der, der auf die Welt zugeht, seinem Nachbarn (dem er am ähnlichsten ist) begegnet.

 

9) Die mangelnden Sprachkenntnisse der jungen Teilnehmer werden häufig als ein Hindernis für die
Kommunikation angesehen, was sie genauso oft als erste ungünstige Rahmenbedingung für binationale
Begegnungen erscheinen läßt. Gegen diese ewig wiederkehrende Bemerkung ist einzuwenden, daß gute
sprachliche Leistungen der Teilnehmer in der jeweiligen Fremdsprache keineswegs eine Garantie dafür sind,
daß sie sich auch verstehen und zu einer echten Begegnung gelangen. Das Problem muß deshalb in der
Fragestellung umgekehrt gesehen werden: was macht ihr Verlangen danach aus, sich zu verständigen und ggf.
die Sprache des Partners zu erlernen? zurück
 
10) Indikator: « In den Sozialwissenschaften ist es sehr oft unmöglich, bestimmte Variablen unmittelbar zu
definieren. In diesem Fall versucht man, sich dieser Variable durch eine oder mehrere andere Variablen
anzunähern. Die anderen Variablen sind die Indikatoren der ersteren. Die Kombination dieser verschiedenen
Variablen ermöglicht es, die gesuchte Variable zu erschließen.. La Sociologie, Collection U, Armand Colin. zurück
 
11) Zitiert nach Watzlawick, Weakland, Fish, Lösungen: Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels, Bern,
1974. zurück
 
12) Matty Chiva, Comment la personnalité se construit en mangeant, in: Communications, 31 (La Nourriture),
Paris 1979 (Persönlichkeitsbildung durch das Essen). zurück
 
13) M. Poetieux, Les vérités de La Palice, Paris 1975, p. 164 (banale Wahrheiten). zurück
 
14) Diskussion über Deutschland mit Alain Toursine und Kurt Sontheimer, Institut Français Köln,
France-Culture, ?/?/78. zurück

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