Tr@nsnet: Einführung und VorwortTr@nsnet 

Tr@nsNet ist ein europäisches Netzwerk, das Einrichtungen verknüpft, die Betriebspraktika im Ausland vermitteln und fördern. TR@nsNet steht allen interessierten Einrichtungen in Europa offen. Die Online- Datenbank von Tr@nsNet wendet sich nicht vornehmlich an die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen selbst, sondern vor allem an Institutionen, die sich mit Auslandspraktika befassen.

Zahlreiche Auszubildende, Studenten, junge Berufstätige oder Arbeitslose möchten Berufserfahrungen im Ausland sammeln. Diese jungen Menschen stoßen bei ihrer Praktikumssuche auf zahlreiche Hindernisse, die von den Partnern dieses Netzwerkes für internationalen Praktikantenaustausch analysiert wurden. Das von der EU- Kommission 1996 herausgegebene Grünbuch "Allgemeine und berufliche Bildung und Forschung: Hindernisse für grenzüberschreitende Mobilität" bestätigt nachdrücklich die Studien der Tr@nsNet Gründungspartner.

Mit Unterstützung der Generaldirektion XXII der Europäischen Kommission und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Deutschland baute das Deutsch- Französische Jugendwerk (DFJW/OFAJ) in Zusammenarbeit mit dem dänischen PIU Zentrum ("Praktik i Udlandet") das europäische Netzwerk für transnationale Mobilität und internationalen Praktikantenaustausch im LEONARDO DA VINCI Programm auf.

Betriebspraktika im Ausland sind befristete berufsbezogene Tätigkeiten, die während der beruflichen Erstausbildung, in den ersten Berufsjahren, während eines Studiums oder einer beruflichen Fortbildungsmaßnahme oder als Fortbildung während der Arbeitslosigkeit ausgeübt werden.

Das Netzwerk für transnationale Mobilität und internationalen Praktikantenaustausch Tr@nsNet verfolgt folgende Ziele

  • die Kommunikation und Zusammenarbeit von lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Einrichtungen, die Betriebspraktika im Ausland vermitteln oder fördern zu verbessern,

  • Mobilitätshindernisse bei Auslandspraktika für Schüler, junge Berufstätige, arbeitslose Jugendliche nach abgeschlossener Erstausbildung, Studenten und junge arbeitslose Fach- und Hochschulabgänger zu analysieren und zu deren Überwindung beizutragen,

  • Informationen und Erfahrungen über internationalen Praktikantenaustausch
    einer breiten Fachöffentlichkeit über das Internet zur Verfügung zu stellen,

  • Qualitätskriterien für internationalen Praktikantenaustausch zu definieren und so zur Qualitätssteigerung von Auslandspraktika beizutragen.

Mit zunehmender Globalisierung werden berufsspezifische Auslandspraktika und im Ausland erworbene Sprachkenntnisse immer relevanter.

Beim Deutsch- Französischen Gipfel in Weimar 1997 beschlossen die beiden Regierungen die Transparenz und Vergleichbarkeit von Abschlüssen auf dem Gebiet der beruflichen Bildung zu verbessern, den deutsch-französischen Praktikantenaustausch in der beruflichen Bildung zu erweitern und Zusatzqualifikationen in der beruflichen Bildung zu entwickeln. Der Europäische Rat legte bei seiner Sondertagung im November 1997 in Luxemburg die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit als erste beschäftigungspolitische Leitlinie fest. Im Dezember 1998 verabschiedete der Rat der Europäischen Union den EUROPASS, der erstmals europaweit eine einheitliche Bescheinigung für berufliche im Ausland erworbene Qualifikationen schafft. Während der deutschen Präsidentschaft in der Europäischen Union verabschieden die EU-Mitgliedsstaaten das Memorandum "Jugend und Europa- Unsere Zukunft" als Teil des angestrebten Europäischen Beschäftigungspaktes; dieses Memorandum hat den Abbau von Mobilitätshindernissen zum Ziel und will u.a. den europäischen Praktikantenaustausch stärken.

Das Tr@nsNet Projekt zeigt Wege zur Umsetzung dieser politischen Strategien auf und definiert u.a. Kriterien für ein Betriebspraktikum im Ausland als anerkannter Zusatzqualifikation. Zu den Ergebnissen des Tr@nsNet Projekts gehört u.a. die hier vorliegende Online-Datenbank. Die Tr@nsNet Partner danken der Generaldirektion XXII der Europäischen Kommission für die Unterstützung dieser Projektarbeit.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk dankt allen nationalen und transnationalen Tr@nsNet Partnern für die engagierte Mitwirkung an diesem Netzwerk und der gemeinsam hergestellten Online- Datenbank.

Möge das Tr@nsNet Projekt dazu beitragen, daß sich die in Europa lebenden Jugendlichen und Erwachsenen besser verstehen, besser achten und besser zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten lernen.

Bad Honnef im April 1999 

Deutsch-Französisches Jugendwerk/
Office Franco-Allemand Pour la Jeunesse

PiU Zentrum-Praktik i Udlandet
     
Generalsekretärin Stellvertretender
Generalsekretär
Präsidentin

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