Barrierefreiheit

Schriftgrad:

Aktuelle Grösse: 100%

Kontrast:

  • Hoher Kontrast
  • Standard

25 Jahre Weimarer Dreieck

Logo Weimarer Dreieck
Logo Weimarer Dreieck e.V.

Das von den Außenministern Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzystof Skubiszecki ins Leben gerufene Forum für politischen Dialog und überstaatliche Kooperation feiert in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. 1991 wurde das Weimarer Dreieck mit der Idee gegründet, die deutsch-polnische Versöhnung mithilfe der im deutsch-französischen Aussöhnungsprozess gesammelten Erfahrungen zu unterstützen. Der polnische NATO-Beitritt und die Integration Polens in die Europäische Union wurden durch das Weimarer Dreieck vorangetrieben. 

Zahlreiche Treffen auf der Regierungschef- und Ministerebene tragen dazu bei, für Europa essentielle Aspekte zu beraten und abzustimmen, um gemeinsam Vorschläge für das Europa der 28 zu unterbreiten. So waren Deutschland, Frankreich und Polen an Gesprächen zur Ukraine Krise beteiligt, berieten über die Beziehungen zu Russland und zur Europäischen Nachbarschaftspolitik.

Das Weimarer Dreieck zeigt, wie Länder mit unterschiedlicher Geschichte gemeinsam Zukunft gestalten, über Grenzen hinweg denken und sich für die europäische Idee und Frieden in Europa einsetzen. Von essentieller Bedeutung sind hier jedoch nicht nur der Austausch auf politischer Ebene sondern auch die regionale bzw. lokale Kooperation, allem voran das Engagement der Zivilgesellschaft. Die aktuellen (gesellschafts)politischen Entwicklung und Debatten in Polen und Europa zeigen mehr denn je, wie wichtig trilaterale Jugendbegegnungen, Kulturveranstaltungen und Städtepartnerschaften sind, um zur Europäischen Integration und Identität beizutragen. 

Dank seiner jahrlangen Erfahrungen hat das Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) von Beginn an seinen Beitrag zum Weimarer Dreieck leisten. Es teilt die Werte und Ideale dieses Zusammenschlusses für ein friedliches Miteinander in Europa und den interkulturellen Dialog, deren Verankerung es durch seine zahlreichen trilateralen Jugendbegegnungen unterstützt.

Seit 1991 setzt es den von den deutschen und französischen Außenministerien geforderten „Geist von Weimar“ um, indem es seine Austauschpragramme unter anderem auf Länder Mittel- und Osteuropas ausrichtet. Das DFJW-Abkommen vom 25. April 2005 bestätigt dies, indem besonders die EU-Beitrittsstaaten aus dem Jahr 2004 in seine Projekte einbezogen werden. Seither ist Polen stärkstes Partnerland in den trilateralen Jugendbegegnungen des DFJW. Allein im Jahr 2014 wurden 17% aller trilateralen Begegnungen mit dem Partnerland Polen durchgeführt.

Das DFJW engagiert sich nicht nur binational sondern auch trilateral, um seine Kompetenzen in den Dienst Europas zu stellen. Ziel ist es, das europäische Projekt mit den Ideen junger Menschen weiterzuentwickeln und engagierte, handlungsfähige Europäer von morgen zu fördern. Die Beteiligung von Drittlandpartnern erleichtert die Selbst- und Fremdwahrnehmung und bietet einen differenzierten Blick auf Stereotypen und Vorurteile. Es ist zudem empirisch nachgewiesen, dass die Anwesenheit von Jugendlichen aus einem Drittland die Wirkung der Austauschmaßnahme verstärkt und unsere gesellschaftlich kulturelle Vielfalt widerspiegelt. Die Jugendlichen vergleichen, analysieren und lernen aus unterschiedlicher Geschichtswahrnehmung, verschiedenen Arten Konflikte anzusprechen und zu lösen, Meinungen zu kommunizieren und sich für ihre Interessen, als auch jene aus ihrem nahen und weiten europäischen Umfeld einzusetzen. 

Das DFJW organisiert im Rahmen des 25. Jubiläums des Weimarer Dreiecks, in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung, der Stiftung Hippocrène, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SDPZ) und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), den Wettbewerb Young Europeans Award. Dieser Wettbewerb richtet sich an junge Europäer aus Deutschland, Frankreich und Polen, die sich mit europäischen Themen auseinandersetzen möchten. Der Young Europeans Award prämiert ein trilaterales Gemeinschaftsprojekt zum Thema „Wie weit reicht Europa?“. Mit dem diesjährigen Gastland Ukraine wird die Perspektive auf ein nicht zur EU gehörendes Land erweitert. Dem Gewinnerteam winkt eine fünftägige Reise nach Brüssel mit offizieller Preisverleihung durch eine internationale Jury und deren Präsident, dem deutschen Regisseur Volker Schlöndorff.

Einige spannende Jugendbegegnungen unserer Partnerorganisationen, die zu Ehren des 25. Jubiläums des Weimarer Dreiecks durchgeführt werden

  • 4ème  VoCE 2014-2018 / Summer Peace School, 1-7 Mai 2016, Lublin

    Vierte  VoCE2014-2018/Summer Peace School in Lublin

    Partnerorganisationen: Ass.Voix et Chemins d’Europe, Chambéry/ Volksbund LV Berlin / eds/Fundacja Europeskij Dom Spotkanie/Nowy Staw, Lublin / OGB&H, Sarajevo

    Datum: 1.-7.Mai 2016


    Im Rahmen von VoCE 2014 -2018 / Voices from Citizens of Europe, trafen sich im Begegnungshaus des polnischen Partners 30 junge Erwachsene, von denen die meisten zum 3. oder 4. Mal  eine gemeinsame Woche verbrachten. Neben der Entdeckung des Landes „Polen“, den Themen zur Geschichte von Galizien und dem Konflikt in der Ukraine,  war es vor allem die Spannungen, die aus den Attentaten in Frankreich und anderswo rühren, die das gegenseitige Interesse nährten, die Austausche befruchteten: jeder fühlte sich dem Anderen nahe. „Ihr kommt nach Polen in einer Zeit, wo wir Euch brauchen“, „ Ich bin hier zum ersten Mal und komme wie in eine Familie“, „Die Franzosen sind eine so enge Gruppe, das inspiriert.“   Die Stunden von Urban Dance - Training, und das Deklamieren von Gedichten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges in verschiedenen Sprachen, gaben den Emotionen Formen. Aber am besten dafür eigneten sich doch die Lagerfeuer und das Fußballspielen mit den Dorfkindern am 3.Mai, polnischer Nationalfeiertag….

    Mehr auf www.voce20142018.com

  • Le jury du Young Europeans Award vote pour le projet gagnant.

    Young Europeans Award: Die Gewinnerprojekte stehen fest!

    Partnerorganisationen: Allianz Kulturstiftung, Fondation Hippocrène, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SDPZ), Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)

    Datum: 8. April 2016


    Am 8. April kam die internationale Jury des Young Europeans Award im Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in Berlin zusammen, um das Gewinnerprojekt zur Leitfrage „Wie weit reicht Europa?“ zu bestimmen.

    „The colourful face of Europe” wurde zum Gewinnerprojekt der ersten Ausgabe dieses Wettbewerbs gekürt.

    Schülerinnen und Schüler des deutschen Gabriele-von-Bülow-Gymnasiums, Berlin, des französischen Collège Pierre Falanc, Belèves, der polnischen Szkoła Podstawowa Zespołu Szkół im. Królowej Jadwigi, Jerzykowo und der ukrainischen Melitopolska spetsializovana shkola-internat III stupenya "Tvorchist" ZOR nahmen am Young Europeans Award mit einem gemeinsamen Projekt zur Leitfrage „Wie weit reicht Europa?“ teil und gewannen eine Reise zu den europäischen Institutionen.

    Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren aus Deutschland, Frankreich, Polen und der Ukraine beschäftigen sich mit der Situation von Migrantinnen und Migranten in der Vergangenheit und Gegenwart. Sie recherchierten Migrationserfahrungen in den eigenen Familien und reflektieren von diesem Standpunkt aus über den Begriff „Heimat”. Sie erleben Migration als einen Bestandteil sowohl der europäischen Identität als auch ihrer eigenen Biographien. Die Jury fand das Projekt auch in dem Sinne preiswürdig, weil es jungen Menschen erlaubt, allgemeine Geschichte mit ihren ganz persönlichen Lebenserfahrungen zu verbinden. Besonders hebt die Jury die optimistische Vision der Zukunft Europas der Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer hervor.

    Das Projekt „Triangle Culturel“ schaffte es auf den zweiten Platz und wurde realisiert von der Maison Pour Tous / Maison des Jeunes et de la Culture - Jean Vilar, Frankreich, dem Centre Français de Berlin und dem Gryfiński Dom Kultury in Polen.

    Das drittplatzierte Projekt trägt den Titel „More than twenty-eight!“ und ist ein gemeinsames Projektvorhaben der Alexander-von-Humboldt-Schule in Wittmund, dem Lycée polyvalent Edouard Branly, Frankreich, dem Zespól Szkól nr 2 im. E. Kwiatkowskiego, Polen, und dem Lyzeum Mariupol, Ukraine.

    Den Vorsitz der Jury hatte Volker Schlöndorff (Regisseur, DE). Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Nora Hamadi (Journalistin, Moderatorin, Chefredakteurin und Regisseurin, FR), Antoine Godbert (ehem. Direktor der französischen „Erasmus +“-Agentur, FR) und Anna Radwan-Röhrenschef (Polnische Robert-Schuman-Stiftung, PL).

    Ziel des Young Europeans Award ist die Förderung des Dialogs und des Austauschs zwischen Jugendlichen aus den drei großen Kulturlandschaften des Weimarer Dreiecks, die eine gemeinsame Geschichte und zugleich die Aufgabe verbindet, ein lebendiges Europa mitzugestalten. Zusätzlich wird bei jeder Wettbewerbsausgabe ein viertes Nicht-EU-Land als Gast eingeladen. Das Gastland 2015-2016 ist die Ukraine.

  • École d’été trilaterale à l’occasion du 25ème anniversaire du Triangle de Weimar  « Fuite et expulsion: Mémoire collective et défis actuels »

    Trilaterale Summer School anlässlich des 25. Jubiläums des Weimarer Dreieck

    „Flucht und Vertreibung: Erinnerung und aktuelle Herausforderungen“

    Partnerorganisationen: Freie Universität Berlin, Sciences Po Paris, Skola Gowna Handlowa/SGH Warschau (Warsaw Business School)

    Datum der Begegnung: von 29. Mai bis 2. Juni 2016 in der Freie Universität Berlin


    Anlässlich des 25. Jubiläums des Weimarer Dreiecks wird im Rahmen einer fünftägigen Summerschool an der Freien Universität Berlin das Thema „Kollektive Erinnerung und aktuelle Herausforderungen europäischer Politik – das Beispiel Flucht und Vertreibung“ aus deutsch-polnisch-französischer Perspektive beleuchtet werden. Teilnehmen werden jeweils zehn polnische, französische und deutsche Studierende der Szkoła Gówna Handlowa Warschau, von Sciences Po Paris und der Freien Universität Berlin. Ziel des Seminars ist es  am Beispiel der Flüchtlingspolitik die unterschiedlichen Erfahrungen der drei Länder und die daraus resultierenden Erinnerungsmuster  als mögliche Erklärungsfaktoren für die unterschiedlichen Reaktionen auf die aktuellen Herausforderungen der Politik der Europäischen Union  zu untersuchen.

    Die drei inhaltlichen Schwerpunkte - (1) Flucht und Vertreibung im kollektiven Bewusstsein Polens, Deutschlands und Frankreichs, (2) Aktuelle Herausforderungen in der europäischen Flüchtlingspolitik und (3) Vergleich der Asyl- und Integrationspolitik der drei Länder - werden in interaktiven Gruppenarbeitsphasen am Vormittag erarbeitet und am Nachmittag mit einschlägigen Experten  aus Politik und Wissenschaft diskutiert. Ergänzt wird das inhaltliche Programm durch kulturelle Aktivitäten wie gemeinsame Museumsbesuche und Stadtführungen. 

    Im kommenden Jahr wird der zweite Teil des Seminars an Sciences Po / Campus Nancy durchgeführt werden. Bei diesem Folgetreffen wird das Thema „Krieg und Frieden“ im Mittelpunkt stehen und einen gemeinsamen Besuch an dem neu eröffneten deutsch-französischen Memorial in Verdun einschließen.

    Gefördert wird das Projekt vom DFJW und der Deutsch-Französischen Hochschule sowie aus Mitteln der Freien Universität Berlin und von Sciences Po.

  • EJBW: Triangle de Weimar – Europe 2020 : Y arriverons-nous ? Rencontre internationale de jeunes des villes partenaires

    Europa 2030: Schaffen wir das?" Internationale Jugendbegegnung der Partnerstädte

    Partnerorganisationen: Stiftung Europäische Jugendbegegnungsstätte Weimar, Ville de Blois, Liceum Ogolnokszatalcace, Zalosc

    Datum der Begegnung: von 23. bis 29. August 2016


    Die internationale Begegnung „Weimarer Dreieck – Europa 2030: Schaffen wir das?“ findet im Rahmen des 25jährigen Jahrestag des Weimarer Dreiecks statt, welcher u.a. mit dem Besuch der Außenminister Jean-Marc Ayrault (Frankreich), Witold Waszykowski (Polen) und frank-Walter Steinmeier (Deutschland) am 28.08.2à16 in Weimar und der Präsentation der Ergebnisse der Begegnung mit dem Außenministern gefeiert wird. Zentrale Ziele der Begegnung sind die Entwicklung einer demokratischen Alltagskultur durch die Stärkung der politischen Kompetenzen, die Schärfung des Urteilsvermögens und die Erhöhung der Motivation unter den Jugendlichen zur aktiven Mitgestaltung von (Zivil)Gesellschaft. Die geplanten Workshops zu den Themen „Nationalismus & Populismus“, „Werte“, „Lebenswelten & Zukunftsvorstellungen“ und deren Bearbeitung in den damit verbundenen Kunstworkshops „Medienwerkstatt“, „Theater & Performance“ sowie, Kunst im öffentlichen Raum (Schrift und Gestaltung)“ sind die Schlüsselaktivitäten des Projekts. Hier setzen sich die Teilnehmer/-innen mit den Kernthemen der Begegnung auseinander. Den Abschluss der Begegnung bildet eine gemeinsame  Präsentation der Projektergebnisse im Rahmen des Treffens der Außenminister am 28.8. 2016 in Weimar.

    Die Begegnung von Jugendlichen aus Polen, Frankreich, Deutschland sowie Italien findet am 23.-29.08.2016 unter dem Dach der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) statt. Durchgeführt wird das Projekt von der EBJW, der Stadt Blois und dem Liceum Ogolnoksztalcace in Zamosc.

  • L’énergie des jeunes au service de l’Europe

    Die Energie der Jugendlichen für Europa

    Partneroganisationen: Cefir, das Gustav-Stresemann-Institut und das Instytut Regionalny

    Datum der Begegnung: Erster Teil in Dortmund von 22. bis 27 November 2015. Zweiter Teil in Lille von 13. bis 18. März 2016. Dritter Teil in Polen von 20. bis 25. November 2016.


    Die Energie ist der Ursprung für den Aufbau Europas. Dieser deutsch-französisch-polnischer Austausch trägt in seiner Weise zum Geburtstag des Weimarer Dreiecks bei, indem er gleichzeitig die Industrialisierung und die Stadtsanierung reflektiert.

    Dieses deutsch-französisch-polnische Projekt wird vom Cefir, dem Gustav-Stresemann-Institut und dem Institut Regionalny getragen. Es richtet sich an Berufsschulen, die ihren Schwerpunkt im Bereich Energie, Elektrotechnik und Umwelttechnik haben. Nach einer ersten Begegnung in Dortmund vom 22. bis zum 27. November 2015, haben sich die Jugendlichen vom 13. bis zum 18. März 2016 in Lille wiedergefunden. Vom 20. bis zum 25. November 2016 findet die dritte Begegnung in Polen statt.

    Die drei Gebiete Oignies (Frankreich), Dortmund (Deutschland) und Katowice (Polen) haben eine ähnliche industrielle Geschichte. Die Jugendlichen stützen sich auf diese gemeinsame Vergangenheit und versuchen mögliche Entwicklungen zu bestimmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Technik, Umwelt und das Erschließen des Erbes. Das Projekt findet im Rahmen des Weimarer Dreiecks und im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Region Nord-Pas de Calais, der Region Nordrhein Westphalen und der Region Schlesien statt.