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Deutsch-französisches Wahljahr 2017

2017 ist Wahljahr in Deutschland und Frankreich. In Deutschland wie in Frankreich wird die Beteiligung der neuen Generation eine wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund planen das DFJW und seine Partnerorganisationen zahlreiche Aktionen und Projekte, mit denen die Bedeutung des deutsch-französischen Austauschs für das Engagement der Zivilgesellschaft in den Fokus gerückt wird. Dabei bedienen sie sich innovativer und partizipativer Formate, dank derer Jugendliche jeglicher Herkunft erreicht werden können und um politische Akteure anzuspornen, die Vorstellungen der Jugend zur Rolle der deutsch-französischen Beziehungen in Europa zu konkretisieren.

Aktionen

 

Stipendium für Journalisten: „Deutschland und Frankreich 2017 – hat die Jugend die Wahl?“

Um das Verhalten, die Wünsche und Probleme junger Bürgerinnen und Bürger in diesem wichtigen Wahljahr für beide Länder zu ergründen, lässt das DFJW sie selbst zu Wort kommen und schickt zehn Journalisten unter 30 Jahren auf Spu-rensuche in der Wählerschaft der eigenen Altersklasse. Dabei hilft der deutsch-französische Austausch, aus einer neuen Perspektive auf die jeweils andere Bevölkerung zu schauen: Medienschaffende werden auf Recherchereise in ihr Nachbarland geschickt, um herauszufinden, wie es um die politische Kultur unter den jungen Menschen dort bestellt ist.

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Wenn ich Kanzler wär… / Moi, président!

3. bis 20. April 2017 in Frankreich
4. bis 21. September 2017 in Deutschland

In einem ausschließlich über das soziale Netzwerk Facebook ausgetragenen Wett-bewerb werden junge Deutsche und Franzosen dazu aufgefordert, eine Forderung an die nächste Regierung zu formulieren und bildlich darzustellen. Die Beiträge können dann über einen Zeitraum von drei Wochen „geliked“ und geteilt werden; als Hauptgewinn für den populärsten Post winkt jeweils ein Wochenende in der Hauptstadt des Partnerlandes. Das DFJW erstellt eine Bildergalerie mit allen Bei-trägen, um die ganze Vielfalt der Ideen von Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich abzubilden.

Ziel ist es dabei, 14- bis 30-Jährige in einem Medium zu erreichen, das Teil ihres Alltags ist; auch diejenigen, die noch kein Wahlrecht haben, und solche, die aus bildungsfernen Schichten mit kaum Zugang zur politischen Teilhabe kommen. Entwickelt und geleitet wird das Projekt von Elianne, die seit ihrem Abitur als deutsch-französische Freiwillige im DFJW arbeitet. 

Mitmachen unter facebook.com/ofaj.dfjw

Demokratie in Gefahr? Eine deutsch-französische Antwort

Zwei BarCamps zur politischen Bildung

4.-7. April 2017, Marseille und 27.-30. Juni 2017, Hamburg

Politische Bildung ist ein zentrales Thema für die deutsch-französischen Beziehungen und steht im Zentrum dieser beiden BarCamps für Jugendliche, die vom DFJW in enger Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem französischen Verein Vote&Vous organisiert werden.

60 junge Menschen aus Deutschland und Frankreich, die sich bereits aktiv mit dem Thema der politischen Bildung auseinandersetzen und auf unterschiedliche Weise dafür engagieren, treffen sich in Marseille und Hamburg, um sich über die Herausforderungen und Methoden der politischen Bildung in beiden Ländern auszutauschen. Die Projektpartner erhoffen sich gutes Networking und das Entstehen gemeinsamer Projekte über die Ländergrenzen hinaus. Das offene Format des BarCamps, bei dem die Jugendlichen selbst über die Inhalte entscheiden, lässt ihnen die Freiheit, selbst zu bestimmen, welche Schwerpunkte sie setzen möchten.

Die Teilnehmenden werden außerdem Gelegenheit haben, mit institutionellen Vertreterinnen und Vertretern Deutschlands und Frankreichs zu diskutieren. Unter anderem werden sich der Präsident der bpb, Thomas Krüger, und der Wissen-schaftler Prof. Dr. Dieter Gosewinkel vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozial-forschung beteiligen.

Mehr Infos zum Barcamp in Marseille

Aktualität

Simulationsspiel „Deutsch-französischer Jugend-Ministerrat“

24.-27. April 2017, Conseil régional Ile-de-France, Paris

In einem viertägigen Workshop bekommen Jugendliche aus Deutschland und Frankreich die Möglichkeit, die Entscheidungsprozesse des Deutsch-Französischen Ministerrats nachzustellen. Alle 20 Teilnehmenden im Alter von 18-25 Jahre werden in die Rolle einer Ministerin oder eines Ministers bzw. eines Regierungschefs schlüpfen und ausgesuchte Themen aus der Perspektive der zugeteilten Rolle diskutieren. So wird ihnen der Demokratieprozess nahe gebracht, sie erhalten Einblick in die Abläufe der Politik und der deutsch-französischen Beziehungen und können ganz konkret ihre Ideen und politischen Visionen für Europa einbringen.

Gemeinsam werden sie sich mit drei Themen auseinandersetzen:

  1. Klima und Energie
  2. Migration und Flüchtlinge
  3. Arbeit und Mobilität

Im Austausch untereinander und Podiumsdiskussionen mit Akteuren aus dem politischen Leben, unter anderem Vertretern der Jugendorganisationen der Parteien beider Länder, bekommen die Teilnehmenden im Anschluss die Möglichkeit, ihre Entscheidungen zu reflektieren und in Zusammenhang in den aktuellen politischen Kontext der Wahlen in beiden Ländern einzuordnen.

Das Simulationsspiel wird vom DFJW in Zusammenarbeit mit seinen Partnern Peuple et Culture, Atout Diversité und Xhoch3 organisiert.

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Podiumsdiskussion „Politisches Engagement junger Menschen in Europa“

26. April 2017, 19 Uhr, Paris

Im Rahmen des Simulationsspiels findet eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, die den Mitwirkenden die Möglichkeit gibt, mit Referenten aus Politik, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen über ihre Ideen zu diskutieren. Gleichzeitig können sie erste Erfahrungen im öffentlichen Debattieren sammeln. Die Diskussi-on läuft im sogenannten „Fishbowl-Format“ ab: In drei jeweils 30-minütigen Gesprächsrunden wechselt die Konstellation der Gesprächspartner regelmäßig, neben festen Gästen auf der Bühne können einige Plätze im Wechsel von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Vertreterinnen und Vertretern von politi-schen Jugendorganisationen besetzt werden, um einen Beitrag zu leisten. 

Inhaltlich wird es um die Bedeutung der Wahlen in Frankreich, Deutschland und Europa, das Wahlverhalten und die Erwartungen der neuen Generation an die Politik sowie den Platz der Jugendpolitik in beiden Ländern gehen. Die Referentinnen und Referenten stehen noch nicht fest.

Die Zukunft der Europäischen Union vor dem Hintergrund der Wahlen

27. April – 1. Mai 2017, Paris
25. – 29. Mai 2017, Berlin

Das DFJW fördert ein Austauschprojekt zwischen der Jungen Europäischen Bewe-gung Berlin-Brandenburg und den Jeunes Européens der Universités de Paris in Form eines gemeinsamen Seminars, an dem 15 französische und 15 deutschen Studierende teilnehmen. 

Die erste Begegnung in Paris beschäftigt sich mit der Zukunft der Europäischen Union vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen. Während des Aufenthalts der deutschen Gruppe in Paris sind unter anderem ein Besuch von deutsch-französischen Einrichtungen und Gespräche mit Experten, Besuch eines Lycée und Umfragen unter Passanten in Form eines sogenannten Micro-Trottoir zu Europa geplant. 

Der zweite Teil des Seminars in Berlin ist den Wahlen in Deutschland und Frank-reich, dem jeweiligen politischen System und dem Phänomen des Rechtspopulis-mus gewidmet. Ziel des Seminars ist unter anderem, eine deutsch-französische Kampagne gegen Populismus und für Europa zu erarbeiten, die ein klares Zeichen setzen und in den sozialen Netzwerken geteilt werden kann. Während des Seminars in Berlin ist zum Abschluss eine Begegnung mit politischen Akteuren aus dem Auswärtigen Amt und einem Vertreter der Europäischen Kommission geplant.

 

"Wir haben die Wahl" - Artikelreihe zum Superwahljahr 2017 

Die Wahlen, die sowohl in Frankreich als auch in Deutschland 2017 anstehen, werfen eine Vielzahl an grundlegenden Fragen auf. Soll der Sozialstaat aus- oder abgebaut werden? Wie sollen Bildung und Arbeit gestaltet werden? Wie geht es weiter mit der Europäischen Union? Wie sollen sich die Regierungen künftig in Fragen der Migration verhalten? Wie eng und mit welchen Zielen soll das deutsch-französische Paar in Zukunft zusammenarbeiten? 

Die DFJW-Juniorbotschafter Lucas Soriano und Lucia Preiss werden sich in einer siebenteiligen Artikelreihe mit den Themen und Ergebnissen der Wahlen auseinandersetzen. März bis September heißt es auf dem DFJW-Blog daher jeden Monat „Wir haben die Wahl".

Auch die Juniorbotschafterin Marie hat in Zusammenarbeit mit anderen Jugendlichen Initiative ergriffen. Sie dreht ein Video mit dem Titel „Ich wähle weil…“, was auf dem Youtube-Kanal des DFJW veröffentlicht und auf den sozialen Medien geteilt werden soll.

Alte und neue Formen politischer Partizipation in Deutschland und Frank-reich – Außer Wahlen nichts gewesen?

8.-13. Oktober 2017, Berlin 

In diesem interkulturellen, interdisziplinären und innovativem Projekt setzen sich Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Caen, die kurz vor ihrem deutsch-französischen Abitur Abibac stehen, mit bestehenden und neuen Formen der politischen Teilhabe in Deutschland und Frankreich auseinander.

Dafür treten sie über eine interaktive Plattform miteinander in Kontakt, um zwei-sprachig und in Austausch miteinander einen Kurzfilm vorzubereiten, den sie dann gemeinsam während einer einwöchigen Begegnung in Berlin Oktober 2017 fertigstellen. Zu dieser Gelegenheit sind auch Expertengespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft geplant, die die Recherchen der Jugendlichen ergänzen.

Das Projekt gibt den Beteiligten nicht nur Gelegenheit, theoretisch die Funktions-weise der politischen Systeme beider Länder kennenzulernen, sondern auch ein Bewusstsein für die praktischen Möglichkeiten der politischen Teilhabe zu entwi-ckeln: neben den Deutsch- und Französischlehrkräften sind auch die Fachbereiche Geschichte, Geographie, Medienerziehung, Sozialkunde und Wirtschaft einbezogen.

 

Deutsch-französisches Wahlbeobachtungsseminar anlässlich der Bundestagswahlen

In Zusammenarbeit mit den deutsch-französischen Vereinen BILD und GÜZ

Die erste Phase wird in Paris anlässlich der französischen Parlamentswahlen vom 10. bis 19. Juni 2017 stattfinden; die zweite Phase ist in Berlin für den September 2017 geplant.

 

Tools und Veröffentlichungen

Mein erster Stimmzettel

Mit einer Broschüre, die an weiterführenden Schulen in Deutschland und Frank-reich verbreitet wird, möchte das DFJW Schülerinnen und Schülern helfen, die verschiedenen Wahlsysteme beider Länder zu verstehen. In kurzen Texten und Grafiken werden die wichtigsten Fakten zu den Wahlen und den Regierungssyste-men einfach und verständlich zusammengefasst. Die Jugendlichen bekommen Anregungen, wie sie sich auch vor dem wahlfähigen Alter engagieren können, speziell im deutsch-französischen Bereich dank der Programme des DFJW und seiner Partner. Alle Interessenten sind zudem aufgerufen, sich mit einem Brief an die zukünftigen gewählten Spitzen zu wenden, um ihre Wünsche und Vorschläge vorzubringen. Zehn ausgewählte Einreichungen veröffentlicht das DFJW auf seiner Homepage, die drei besten Vorschläge werden an das Kanzleramt bzw. das Kabinett des Staatspräsidenten weitergeleitet.

 

Vote&Vous

Die französische Variante des Wahl-O-Mats hilft nicht nur französischen Bürgerin-nen und Bürgern bei ihrer Entscheidung bei den Präsidentschaftswahlen dieses Jahr: Dank einer ins Deutsche übersetzten Variante können auch deutschsprachi-ge Europäer testen, welchem Kandidaten des Nachbarlands sie ihre Stimme geben würden, und dabei mehr über die vorherrschenden Themen und Wahlversprechen im französischen Wahlkampf lernen.

www.vote-et-vous.fr

@voteetvous

Forschungsprojekt: die politische Partizipation marginalisierter Jugendli-cher in Frankreich und Deutschland

Ein deutsch-französisches Forscherteam untersucht mit den Methoden der teil-nehmenden Beobachtung und mithilfe von Interviews die Strukturen, in denen die Jugendlichen in marginalisierten Vierteln in Lille und Köln leben und agieren. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welche Formen der politischen Partizipation es für diese Zielgruppe gibt: Haben sie Möglichkeit und Motivation, sich politisch zu engagieren? Welche Formen nutzen sie und in welchem Ausmaß? Sind sie Teil von Protestbewegungen, und welche Bedeutung kommt diesen in Bezug auf die Entwicklung einer sozialen Kohäsion in den beiden Ländern bzw. in der Europäischen Union zu? Welche Beziehung haben junge Menschen mit Migrationshintergrund zu aktuellen sozialen Jugendbewegungen in den Herkunftsländern ihrer Familien? Können etablierte Parteien dieses Publikum erreichen? Wie positionieren sich diese Jugendlichen ganz konkret im Wahljahr 2017?

Geleitet wird das bis 2019 angelegte Forschungsprojekt von den Soziologen Prof. Markus Ottersbach, Technische Hochschule Köln, Institut für interkulturelle Bil-dung und Entwicklung (INTERKULT) und Prof. Dietmar Loch, Université de Lille CLERSE (Centre Lillois d’Etudes et de Recherches Sociologiques et Economiques) in Kooperation mit Forschern des INJEP (Paris, Institut National de la Jeunesse et de l’Education Populaire). 

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