Das deutsch-französische Feriencamp "La chasse au trésor", das von der Association Réseau Animation Intercommunale (Niederbronn-les-Bains) organisiert wurde, fand vom 27.07. bis zum 31.07.2020 in der Internationalen Begegnungsstätte Albert Schweitzer in Niederbronn-les-Bains statt. 20 junge Teilnehmende aus Frankreich wurden mit Vollpension untergebracht.

Das Hauptziel dieses Aufenthaltes bestand vor allem darin, durch eine positive Erfahrung das Interesse an der Begegnung und der Entdeckung von Sprache und Kultur des Nachbarlandes zu wecken.

Das Projekt ist noch nicht beendet, es hat sich weiterentwickelt und wird mindestens bis zum Ende des Jahres 2020 fortgesetzt. Unser erster deutscher Partner, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Abteilung Gedenkkultur und Bildung Kompetenzcenter Internationale Jugendbegegnungen (Berlin), den wir im Januar 2020 trafen, konnte dieses Jahr wegen der Gesundheitskrise nicht nach Frankreich kommen. Wir haben im September miteinander telefoniert und bereits einen Termin vereinbart, um zu versuchen, das erste Projekt im Sommer 2021 durchzuführen.

Im Juni fanden wir dann 2 weitere Partner. Zum Einen den Verein ICE, bei dem junge Deutsche im europäischen Freiwilligendienst, die sich in Niederbronn-les-Bains aufhielten, zu Besuch kamen und unter der Leitung von Vanessa Huber (Deutsche im Freiwilligendienst bei Réseau Animation Intercommunale) an Spracheinheiten und Animationen teilnahmen.

Unser zweiter deutscher Partner ist der Caritasverband Bruchsal e.V. Stadtjugendpflege in Östringen bei Sinsheim. Zusammen mit der Jugendbetreuerin Déborah Mantel organisierten wir am späten Nachmittag Videokonferenzen. Unsere Sitzungen waren nicht so erfolgreich, wie wir erwartet hatten. Die jungen Deutschen stiegen schnell aus und zogen es vor, an sportlicheren Aktivitäten teilzunehmen, die zur gleichen Zeit in der deutschen Einrichtung angeboten wurden. Wir haben beschlossen, am Mittwoch, den 18. November, einen Ausflug nach Östringen zu organisieren, um den Jugendlichen aus den beiden Einrichtungen die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen und einen Moment gemeinsam mit sportlichen und kulturellen Aktivitäten zu verbringen. In den Wochen nach diesem Treffen werden wir die Nutzung von Videokonferenzen erneut ausprobieren.

Die Bilanz des Aufenthalts fällt für das Animationsteam und die jungen Menschen positiv aus. Es gelang den Animateuren, die Kinder in den folgenden Zielen im Bereich Wissen, Know-how und Verhalten, die sie sich selbst gesetzt hatten, voranzubringen. Die einzigen Einschränkungen des Projekts sind momentan die Videokonferenzen.

Wissen:

  • Erwerben einiger Vokabeln in der Partnersprache
  • Einige Aspekte des Zusammenlebens im Nachbarland kennenlernen, sich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede bewusst werden
  • Sich bewusst werden, dass nationale Grenzen künstliche Konstruktionen sind, sich mit den Begriffen Territorium und Identität auseinandersetzen
  • Entdeckung des kulturellen, natürlichen und historischen Kulturerbes (Wald, Schlösser, Besuch des deutsch-französischen Friedhofs ...)

Know-how:

  • Eigene Ideen kreativ zum Ausdruck bringen
  • Wege finden, unabhängig mit Kindern im anderen Land zu kommunizieren
  • Die eigene Vorstellungskraft erweitern
  • Im Team arbeiten und für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten.

Verhalten:

  • Tolerant und neugierig sein
  • Mit Kindern aus anderen Kulturen in Kontakt treten
  • Sich trauen, eine Fremdsprache zu sprechen
  • Anderen zuhören
  • Bei Aktivitäten und im Gemeinschaftsleben eine aktive, positive und konstruktive Haltung einnehmen