Barrierefreiheit

Schriftgrad:

Aktuelle Grösse: 100%

Kontrast:

  • Hoher Kontrast
  • Standard

Lille, meine Juniorbotschafterstadt

Für Mélissa, 25 Jahre alt, war es selbstverständlich, ihr erstes Mandat als DFJW-Juniorbotschafterin in der Region abzuhalten, in der sie geboren und aufgewachsen ist: die Hauts-de-France. In Lille, aber auch in anderen Städten dieser großen Region führt sie zahlreiche Aktionen durch, um das DFJW bekannter zu machen. Begeistert von der deutsch-französischen Idee macht die junge Studentin aktuell das Abschlusspraktikum ihres Masters beim CEFIR in Dunkerque. Portrait.

Warum hast du dich dafür entscheiden, Juniorbotschafterin zu werden?

Ich habe das Netzwerk der Juniorbotschafter kennengelernt, als ich den Berliner Standort des DFJW besucht habe. Ich kannte die Organisation damals kaum und muss sagen, dass ich von den vielen Angeboten, die das DFJW bietet, überrascht war. Juniorbotschafterin sein heißt sich dafür zu engagieren, die europäischen Werte zu verbreiten und Menschen Lust auf die Entdeckung einer neuen Kultur zu machen. Es heißt, das DFJW gegenüber Jugendlichen zu vertreten und zu zeigen, was alles möglich ist.

Was magst du an Lille, der Stadt deines Juniorbotschaftermandates?

Was ich an Lille am meisten mag ist die alte Börse. Sie ist ein wunderbarer Ort, an dem man Buchmärkte und Märkte für Sammlerstücke findet. Im Sommer nehmen häufig Künstler den Ort ein, es ist keine Seltenheit Paare Tango tanzen zu sehen.

Was ist die Besonderheit dieser Stadt?

Lille ist eine große, kosmopolitische Stadt, die eine Vielzahl an kulturellen Angeboten bietet. Vergessen wir nicht, dass die 2004 europäische Kulturhauptstadt war! Lille ist ein charmantes Unikat, eine Stadt die die Stigmata der industriellen Vergangenheit behält, aber diese Aschen mit Unternehmen und Start-Ups wiederbelebt!

Was an dieser Stadt emblematisch ist, ist der traditionelle Markt am ersten Septemberwochenende, bei dem man das Aushängeschild der nordfranzösischen Gastronomie probieren kann: die „Moules-Frites“, Miesmuscheln mit Pommes.

Aber Lille ist nicht nur die wunderschöne Grand’Place oder der Glockenturm, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört – es ist auch ein europäischer Kontenpunkt. In weniger als zwei Stunden erreicht man drei große europäische Hauptstädte: Brüssel, London und Amsterdam. Außerdem ist Lille die Stadt mit den nettesten Leuten! ;-)

Kannst du uns von einem Projekt erzählen, das dir am Herzen liegt?

In Lille wird zwischen dem 22. und dem 25. Juni 2017 die zweite Konferenz der Route NN stattfinden. Die Initiative Route NN zwischen der Region Hauts-de-France und NRW wurde bei einer ersten Konferenz in Düsseldorf eingeweiht. Dort haben über sechzig Fachkräfte der Jugendarbeit (Lehrer, Erzieher, Trainer...) gemeinsam über die deutsch-französische Dynamik und über Möglichkeiten der Beteiligung ALLER Jugendlichen an Austauschprojekten nachgedacht. Dieses Treffen diente auch dazu, Partnerschaften auf lokaler Ebene aber auch zwischen den beiden Ländern zu schmieden. Die Sitzung in Lille wird es erlauben, diese Überlegungen zu vertiefen, neue Strukturen in das Netzwerk aufzunehmen und neue deutsch-französische Projekte zu erdenken.

Welche Aktionen hast du bereits durchgeführt?

Vor meinem offiziellen Mandat hatte ich das Glück, einen Stand auf der Messe Cap sur le Monde mit einer Juniorbotschafterin (Hélène Boignart) zu betreuen. Diese Messe ist DAS Event in Lille für alle Jugendlichen und Junggebliebenen, die einen Auslandsaufenthalt machen wollen, egal ob im schulischen/universitären Rahmen oder nicht. Diese erste Erfahrung hat mir geholfen, mich mit meiner zukünftigen Rolle vertraut zu machen.

Ich habe zwei Aktionen in Roubaix durchgeführt, im Einzugsgebiet von Lille. Am Deutsch-Französischen Tag haben wir gemeinsam mit Lina Werry, einer Lektorin von MobiKlasse eine Schule besucht. Wir haben spielerische Aktivitäten auf deutsch angeboten sowie das DFJW und seine Programme, vor allem das Brigitte Sauzay-Programm vorgestellt. Die Jugendlichen haben sogar einen Artikel in der Schülerzeitung über diesen Vormittag veröffentlicht.

Da mein Campus in Roubaix ist, habe ich dort eine Aufführung des Filmes Frantz von Francois Ozon organisiert. Der Film handelt von einer Beziehung zwischen einem Franzosen und einer Deutschen vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges.

Da ich keine Lust hatte, mich nur auf Lille zu versteifen, habe ich auch andere Aktionen überall in der Region Hauts-de-France durchgeführt, meist auf Messen oder Sprachfestivals.

Was sind deine zukünftigen Projekte in dieser Region als Juniorbotschafterin?

Am Samstag, den 20 Mai, werde ich mit anderen Juniorbotschaftern einen Stand betreuen und eine Sprachanimation auf dem Festival der Sprachen und Kulturen in Santes veranstalten.

Ich würde gerne weiterhin Jugendliche treffen, um mit ihnen darüber zu sprechen, wie wichtig Austauscherfahrungen sind. Besonders auch darüber, wie wichtig es ist, unseren deutschen Nachbarn zu entdecken, über den wir zu wenig wissen.

Mit all ihren deutsch-französischen Aktionen beweist Mélissa ihr großes Engagement und ihre Werte. Die junge Französin hofft, ihr Mandat nächstes Jahr in der gleichen Region fortführen zu dürfen – wir wünschen es ihr von Herzen!

Wenn ihr Lust habt, mit einem Juniorbotschafter aus Hauts-de-France in Kontakt zu treten, dann schreibt einfach an:

élissa KhelladiMélissa Khelladi : melissa.khelladi@jeunesambassadeurs-ofaj.org (Lille)

oedora BraconneFoedora Braconne : foedora.braconne@jeunesambassadeurs-ofaj.org (Lille)

tefano MontanaStefano Montana : stefano.montana@jeunesambassadeurs-ofaj.org (Lille)

aphaël BastianRaphaël Bastian : raphael.bastian@jeunesambassadeurs-ofaj.org (Marcq-en-Baroeul)

 Marlene Haas : marlene.haas@dfjw-juniorbotschafter.org (Dunkerque)

élène  BoignardHélène Boignard : helene.boignard@jeunesambassadeurs-ofaj.org (Dunkerque)

gathe JenfferAgathe Jenffer : agathe.jenffer@dfjw-juniorbotschafter.org (Annoeullin)

Übersetzung: 

Hinweis

Das DFJW entwickelt Programme – inspiriert von jungen Menschen – und gibt den DFJW-Juniorbotschafterinnen und Juniorbotschaftern in diesem Blog die Möglichkeit, ihre Sicht auf deutsch-französische Themen zu teilen. Die Beiträge geben daher grundsätzlich ihre persönliche Meinung wieder.