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Der Forschungsbereich des DFJW freut sich, den Arbeitstext 25 „Das Verstehen von Schlüsselszenen in internationalen Begegnungen“ nun als flipbook und pdf download präsentieren zu können. Unser Anliegen ist es, sowohl Studierenden einen kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Texten zu ermöglichen, als auch die vielen Partner des DFJW mit der Arbeit der Forscher vertraut zu machen, damit diese die Ergebnisse ganz konkret für ihre Austauschprojekte nutzen können.

Dieser Arbeitstext basiert auf einer Sammlung einzelner Situationen aus unterschiedlichen, vom DFJW geförderten und veranstalteten Programmen der internationalen Begegnungen, die von den Forscherinnen und Forschern untersucht wurden.

Die zentrale Schwierigkeit bei der Evaluation solcher Programme ist die Unmöglichkeit der Verallgemeinerung individueller Erfahrungen. Alle wesentlichen Ergebnisse resultieren aber aus genau diesen Begegnungen zwischen einzelnen Menschen über Grenzen hinweg und den Verbindungen, die sich daraus ergeben und im Laufe der Zeit als prägendes Element der Lebensgeschichte erweisen.

Eine Methode zur Erforschung komplexer sozialer Prozesse wie Organisationskulturen oder eben interkultureller Begegnungen ist die Analyse kritischer Ereignisse. Sie geht davon aus, dass man dem Verständnis des komplexen Ganzen näherkommt, wenn man einzelne Ereignisse genauer untersucht, die als Schlüsselszenen verstanden werden können. Sie fangen in einzelnen Momenten wesentliche Aspekte des Ganzen ein.

Dieser Aufgabe haben sich Marie-Nelly Carpentier, Hochschullehrerin für Soziale und Interkulturelle Psychologie an der Universität Paris V, Jacques Demorgon, Professor der Philosophie, Hochschullehrer für Sozialpsychologie an den Universitäten Bordeaux und Reims, Hans Lenhard, Professor der Psychologie, Universität Kassel, Universität Manila und Burkhard Müller (+) Professor für Sozialpädagogik an der Universität Hildesheim über mehrere Jahre gewidmet.

Eine kurze Beschreibung der jeweiligen Situationen erlaubt es dem motivierten Leser selbst seine eigene Interpretation anzustellen, bevor er sich auf die unterschiedlichen Analysen der vier Autoren einlässt.