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Die Geschichte handelt von Clémence, Louise und Emma, drei Schwestern, die seit ihrer Kindheit dieselbe Leidenschaft für Deutschland und die deutsche Sprache teilen. Wer bei ihnen eingeladen ist, kann ihre gemeinsame Leidenschaft nicht übersehen: in jedem Zimmer findet man eine Deutschlandflagge oder einen Plan der Hamburger Hochbahn, eine Straßenkarte Berlins oder Fotos ehemaliger deutscher Austauschpartnerinnen...

Alles begann damit, dass ihre deutschsprachige Mutter ihnen ihre Leidenschaft für Österreich und das Deutsche weitergab. Ihre älteste Tochter spornte sie dazu, in der 5. Klasse Deutsch zu lernen. Immer, wenn diese dann aus der Schule kam, gab sie das frisch Erlernte gleich an ihre jüngste Schwester Emma, die damals gerade einmal fünf Jahre alt war, weiter. Clémence erinnert sich, wie sie ihrer Schwester während der Ferien im Süden stundenlang beibrachte, „ich“ und „zwanzig“ perfekt auszusprechen, ganz zum Vergnügen der Familie.

Mit Clémence erster Fahrt nach Hamburg in der fünften Klasse änderte sich ihr Leben von Grund auf. Sie verliebte sich in Deutschland und übertrug dies an die ganze Familie, die anfing, „Advent“ zu feiern und vor Weihnachten „Plätzchen“ zu backen.

Während Clémence deutsche Bands wie die Söhne Mannheims hörte und Postkarten aus Deutschland  sammelte, kam ihre Schwester Louise in die fünfte Klasse und fing ebenfalls an Deutsch zu lernen. Clémence ging dann nach La Rochelle, um dort am Lycée das AbiBac vorzubereiten. Ihre jüngere Schwester Louise entdeckte in der achten Klasse im Rahmen des Sauzay-Programms Berlin und entschied sich dann nach ihrem Wechsel auf das Lycée für einen „europäischen“ Schwerpunkt. Emma, die Jüngste, ist auch im europäischen Zweig. Ihr könnt euch sicherlich die unzähligen Austauschpartnerinnen vorstellen, die sich in ihrem Haus die Klinke in die Hand gaben! Ihnen und den zahlreichen Reisen der Mädchen ist auch die Gestaltung der Zimmer zuzuschreiben: zwischen Hamburg-Tassen, deutschen Flaggen und Fotos der Berliner Mauer glich die Atmosphäre im Haus rasch einem ständigen Gefühl von nostalgischen Erinnerungen an Monate, die man im Nachbarland verbracht hatte.

Nimmt man alle drei zusammen, sind sie schon weit in Deutschland herumgekommen. Emma brach mit dem Sauzay-Programm in die Nähe von Leipzig und dann mit dem Voltaire-Programm in ein Dorf am Kölner Stadtrand auf. Louise ging mit Sauzay nach Berlin, nach Hamburg und nach Melle bei Osnabrück. Clémence verschlug es noch zweimal nach Hamburg, bevor sie im Rahmen des Voltaire-Programms an ein Berliner Gymnasium wechselte. Ihre Berliner Austauschpartnerin Milena, die erste, die auch eine längere Zeit bei ihnen verbrachte, wurde von der Familie herzlich aufgenommen – wie später auch andere. Das ging sogar so weit, dass „Milena“ schließlich für viele Jahre zum Passwort am Familiencomputer wurde!

Clémence fasst in einem Satz zusammen, was es bedeutet, an einem Austausch teilzunehmen: „Man gewinnt etwas, eine Familie, Freunde, eine Erfahrung, etwas, das sich in Euer Herz schreibt und Euch nie wieder loslässt. Vielmehr als die Sprachkenntnisse, wie es Euch Eure Lehrer sagen werden!“ Ihre Schwestern können ihr da nur zustimmen.