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"Ich hatte schon immer eine große Affinität zu Frankreich", stellt Julia fest. "Vielleicht, weil ich aus dem Saarland komme und somit direkt vor der Haustür Frankreichs aufgewachsen bin." Inzwischen ist Julia 25 und hat schon viele deutsch-französische Projekte, vor allem mit dem DFJW, gemacht. Ihr letztes Projekt, das deutsch-französisch-marokkanische Jugendforum "Der Planet in Deinen Händen" in Hamburg, war für sie ein besonderes Ereignis. Denn sie arbeitet im Bereich Klima und ist damit auch schon viel rumgekommen, war in New York, Asien und bei der internationalen Klimakonferenz in Lima vergangenes Jahr als Beraterin für die Malediven. Bei dem Jugendforum in Hamburg konnte sie endlich einmal ihre Leidenschaften Klima und deutsch-französische Beziehung verbinden. Die Moderation von Auftakt- und Abschlussveranstaltung war da für sie natürlich ein besonderes Ereignis.

Anlässlich der COP 21, die gerade in Paris stattfindet, sind einige Teilnehmer vom Hamburger Jugendforum als DFJW-Delegation nach Paris gereist, um die zehn ausgearbeiteten Klimathesen vor Ort vorzustellen und an Veranstaltungen teilzunehmen.

Julia ist auch dabei und erhofft sich ein ambitioniertes gemeinsames Abkommen aller Staaten, einen starken Konsens, mit dem sowohl die kleinen bedrohten Inselstaaten einverstanden sind als auch die großen Emittenten wie USA und China sowie die Schwellenländer, die immer mehr Treibhausgase produzieren.

Und sie hofft auch, dass Deutschland viele neue Ideen von der COP21 mitnimmt, denn auch bei uns könne noch mehr für Nachhaltigkeit getan werden. „Wir sind auf einem guten Weg, aber es geht noch mehr.“ Außerdem will sie in Paris neue Ideen aufschnappen – wie schon beim Jugendforum in Hamburg. Julia hat schon Arbeitserfahrung im Klimabereich gesammelt und promoviert gerade in Katastrophenvorsorge, hat also bereits eine Menge Wissen zum Thema, dennoch war Hamburg für sie sehr inspirierend. Schülerinnen und Schüler sähen Nachhaltigkeit ganz anders als die Politiker, da sie schon mit einem anderen Umweltbewusstsein aufgewachsen seien.

Für Julia war es das erste Projekt nach einem Jahr „DFJW-Pause“. „Es war großartig, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen, Freunde zu treffen und so viele andere tolle Leute kennenzulernen“. Noch immer muss Julia darüber lachen, dass ihre 16-jährige französische Zimmergenossin sie gesiezt hat. „Da hab ich mich tatsächlich alt gefühlt“, sagt sie belustigt.

Den ersten Kontakt mit dem DFJW hatte Julia durch eine Praktikumsförderung vor fünf Jahren. Und seitdem hat sie immer wieder an Projekten teilgenommen, wie z.B. dem deutsch-französischen Filmfestival in Tübingen 2011, bei dem sie deutsch-französische Radiobeiträge verfasst hat. Oder ihr Mandat als DFJW-Juniorbotschafterin Kommunikation 2013/2014.

„Das DFJW hat mich auf vielfältige Art bereichert“, sagt Julia. Sie habe dadurch viele Erfahrungen gesammelt und „unglaublich liebe Menschen“ kennengelernt, mit denen sie es irgendwie immer noch schaffe, den Kontakt zu halten. Durch das DFJW bleibe ihre Beziehung zu den beiden Ländern immer aktuell, auch wenn sie im Ausland lebt und immer weniger Kontakt nach Frankreich oder Deutschland hat, durch das Netzwerk bekäme sie alles mit.

Ihr sei klar, dass diese „DFJW-Beziehung“ irgendwann auf Grund ihres Alters zu Ende sein wird, aber „ich trage das DFJW wirklich im Herzen" sagt sie ernst "und wenn irgendwer erwähnt, dass er nach Frankreich will, erzähle ich gleich vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und all den tollen Projekten. Denn egal was du machen willst, dort gibt es immer ein Projekt, das zu dir passt und gut sein wird!"

 

Redaktion: Nora / übersetzung ins Französische : Eléonore