Mein Name ist Manon Edo, ich bin 24 Jahre alt und schließe in diesem Jahr einen Master in „Plantes, environnement et génie écologique“ (Pflanzen, Umwelt und ökologische Ingenieurwissenschaften) an der Universität Straßburg ab. Im September 2019 begann ich meine Praxisphase (in meinem Studiengang darf man diese nur im 3. und 4. Semester absolvieren) in einem deutschen Forschungsteam am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz. Dieses führt Untersuchungen im Bereich Mikrobiologie und Weinbau durch. Ich selbst arbeitete an einem Thema, das Mikrobiologie, Ökologie und Önologie miteinander verbindet.

Im Wintersemester lebte ich dementsprechend immer zwei Wochen in Straßburg, um an den Unikursen teilzunehmen; anschließend je drei Wochen in Deutschland, während derer ich mich mit meinem Forschungsprojekt beschäftigte. Ich ging den Auswirkungen verschiedener Umweltfaktoren (Pestizide, Klima ...) auf die Mikroflora von Weintrauben nach.

Normalerweise muss das vierte Semester (von Ende Januar bis Ende August) vollständig im Unternehmen verbracht werden. Aufgrund der Corona-Pandemie kehrte ich allerdings für eineinhalb Monate zu meinen Eltern in die Region „Regionaler Naturpark Pilat“ südlich von Lyon zurück. Zum Glück konnte ich aus der Ferne arbeiten! Das Homeoffice hat letztendlich super geklappt! Da der experimentelle Teil meines Projektes vor der Krise bereits abgeschlossen war, hatte ich die Möglichkeit, mich während der Ausgangssperre voll und ganz auf die Verarbeitung und Analyse der Daten zu konzentrieren. Eine Arbeit, die von Zuhause perfekt erledigt werden konnte.

Das DFJW habe ich vor einigen Jahren kennengelernt, da ich einen deutsch-französischen Bachelor in Biologie an den Universitäten in Straßburg und Saarbrücken gemacht habe. In diesem Rahmen konnte ich das Mobilitätsstipendium „Erfolg ohne Grenzen“ des DFJWs beziehen, welches mich bis zu meinem aktuellen Master begleitet . Das Stipendium unterstützt mich mit monatlich 100€ .

Ob im Rahmen meines deutsch-französischen Studiums oder meiner Praxisphase in Deutschland, waren diese Erfahrungen sowohl beruflich als auch persönlich eine enorme Bereicherung! Ich empfinde es als große Chance, dass wir dank des DFJWs so leicht grenzüberschreitende Projekte innerhalb Europas und vor allem zwischen Frankreich und Deutschland durchführen können! Merci an alle, die dies ermöglichen!

Zu guter Letzt: Allen, die ein grenzüberschreitendes Projekt durchführen wollen, rate ich: Tut es! Ihr werdet es nicht bereuen!