Erinnerungsarbeit ist für ein friedliches Zusammenleben unerlässlich. Viele Fragen, etwa wie wir uns in Zukunft erinnern werden, bleiben unbeantwortet. Wir stehen vor vielfältigen Herausforderungen, die nur durch gemeinsames Handeln, Austausch und Vernetzung gelöst werden können. Deshalb intensiviert das DFJW seine Arbeit zu den Themen Geschichte und Erinnerung und hat mit dem Mémorial de la Shoah in Frankreich sowie dem Haus der Wannsee-Konferenz in Deutschland eine neue Partnerschaft geschlossen. Dank dieser beiden Hauptakteure der Erinnerungsarbeit in Deutschland und Frankreich wird es im schulischen und außerschulischen Bereich bald neue bilaterale Projekte geben.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung von Gedenkstätten in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern zu erleichtern. Außerdem soll digitales Lehr- und Lernmaterial zu Gedenkkulturen und Begegnungspädagogik für den Jugendaustausch entwickelt werden. Auch Fortbildungen für Lehrer:innen und Betreuer:innenteams sind geplant. Das DFJW engagiert sich seit vielen Jahren in der Erinnerungsarbeit und Friedenspädagogik, wie z. B. mit der Herausgabe eines pädagogischen Vademekums für internationale Jugendbegegnungen.

Die Unterzeichnung mit dem Mémorial de la Shoah fand in Anwesenheit von Beate und Serge Klarsfeld statt; beide haben die Schirmherrschaft für diese Kooperation übernommen. Im Anschluss fand ein Besuch der Ausstellung „Schwule und Lesben in Nazi-Europa“ statt.