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Nach zahlreichen Vorträgen, Diskussionen und interkulturellen Begegnungen ist die Konferenz ”Neue Perspektiven für den internationalen Jugendaustausch: Gemeinsame Strategien aus Deutschland, Frankreich, Algerien, Marokko und Tunesien” am Samstag in Marseille zu Ende gegangen. Über vier Tage hinweg arbeiteten etwa fünfzig Vertreter aus Jugendorganisationen der fünf repräsentierten Länder zum euro-mediterranen Dialog und dessen Herausforderungen und behielten dabei vor allem die Bedürfnisse junger Menschen auf beiden Seiten des Mittelmeers im Auge.

Die Konferenz hatte zum Ziel, die Mittelmeeranrainer einander näher zu bringen, die Verbindungen zwischen der Zivilgesellschaft im Maghreb und in Europa zu stärken und aktive Kooperationen aufzubauen. Die Zusammenarbeit im Mittelmeerraum muss erweitert und verstetigt werden, um auf die sich neu stellenden Anforderungen an die Jugend eingehen zu können und diese in Zeiten von steigender Jugendarbeitslosigkeit, mancherorts nach wie vor mangelnder Partizipationsmöglichkeiten und der Konfrontation wieder aufkeimender oder sich neu entwickelnder Strömungen zu begleiten, zu informieren und zu unterstützen. Vielfältige Impulse wie ein Vortrag des tunesischen Bloggers Slim Amamou, eine Podiumsdiskussion mit der DFJW-Forschergruppe Transmed oder die Präsentationen von Menschen aus Politik und Gesellschaft haben die Konferenz und die Debatten zwischen den Teilnehmenden bereichert. Besonders die Themen Demokratisierung, bürgerschaftliches Engagement, Migration, formale, non formale und informelle Bildung sowie der Kampf gegen Extremismus haben eine bedeutsame Rolle gespielt. Der interkulturelle Austausch beschränkte sich jedoch nicht nur auf die thematischen Workshops oder Vorträge: Im Gegenteil,  interkulturelles Lernen fand bereits durch die Interaktionen der Teilnehmenden statt und wird durch die Planung von künftigen gemeinsamen Projekten weiter in die Tat umgesetzt werden.