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Wie ist Ihnen die Idee für La Place gekommen?

Ich bin nicht der Initiator dieses Projekts. Schon seit einigen Jahren gab es diesbezüglich Überlegungen der Stadt Paris. Die neuen Halles wurden als Ort gewählt, um neue und alte Besucher Willkommen zu heißen, mit besonderem Augenmerk auf das junge Publikum. La Place ist aus einer kulturellen Anerkennung der Hip Hop Bewegung  entstanden, die schon seit über 30 Jahren fest in der Popkultur verankert ist. Der Hip Hop hat seit 2016 seine Adresse in Paris, an einem Ort, der ganz und gar ihm gewidmet ist. Und das ist auch der einzige Ort in der Welt, der sich in diesem Format und in diesem Umfang der urbanen Kultur widmet.

Warum mitten in Paris ein Zentrum, das den Jugendlichen und der Streetart gewidmet ist?

Die Halles waren schon immer ein Treffpunkt für Jugendliche. Es war der Ort, der am einfachsten von allen Ecken Paris’ aus zu erreichen ist, um sich zu treffen: fürs Kino, um schnell was zu essen, um CDs oder Klamotten zu kaufen. Zudem trafen sich schon immer Tänzer auf dem place carrée vor den Halles: das Zusammentreffen des Hip Hop und der urbanen Kultur fand da schon lange statt, bevor es La Place überhaupt gab. Es war daher naheliegend, das Zentrum genau dort aufzubauen, an dem Ort, der als eine geschichtliche Erweiterung der Gewohnheiten der Menschen angesehen wurde, die in dieser Ecke unterwegs waren.

Dieses Jahr haben Sie zwei Tanzprojekte in La Place empfangen, die vom DFJW unterstützt wurden. Eines war deutsch-französisch; das andere trilateral, in Zusammenarbeit mit Algerien. Wie sind die beiden Projekte gelaufen?

 Total gut. Wir waren gerade mitten in der Eröffnung von La Place als uns das Projekt von Olivier Debienne vorgestellt wurde. Es entsprach unseren Grundwerten und unseren Erwartungen, vor allem hinsichtlich seiner internationalen Dimension. Die beiden Austausche vereinten alles, was wir zu schätzen wissen: das  Aufeinandertreffen und Entdecken fremder Sprachen, die gemeinsame Leidenschaft, Teamarbeit...  

 

Und das Ergebnis, in Form der Choreographie, war toll! Es war eine lebhafte, interessante Woche hinsichtlich des künstlerischen Austauschs, aber auch auf menschlicher Ebene. Natürlich bedeuten solche Porjekte immer viel Schweiß und Arbeit. Das ist sehr intensiv. Aber letztendlich macht es viel Spaß mit den Jugendlichen.

Wie können Tanz und vor allem natürlich Hip Hop zur Völkerverständigung beitragen ? 

Tanz bringt viele Vorteile mit sich. Mit seiner Hilfe drückt man aus, wer man ist. Tanz ist ein großartiges Austauschmedium. Ein Hip Hop Tänzer entwickelt sich durch den Austausch, durch Konfrontationen, in battles. Es ist eine künstlerische und kulturelle Bereicherung, da man nicht nur dieselbe Leidenschaft teilt, sondern miteinander kommuniziert, manchmal in einer Sprache, die man vorher noch nicht gut kannte. Man lernt immer etwas Neues, wenn man in ein fremdes Land reist : es bringt die Tänzer etwas Neuem und Anderen nahe, und das bringt viele Vorteile mit sich.