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Beeindruckende 3360 Kilometer müssen die Teilnehmer der Tour de France 2015 absolvieren. Über 21 Etappen gilt es sich zu quälen, um schließlich auf der Champs-Elysées in Paris anzukommen, wo das prestigeträchstigste Radrennen der Welt traditionell zu Ende geht. Durch zahlreiche Dopingfälle in den vergangenen Jahren wurde der Radsport in ein schlechtes Licht gerückt, versucht aber nun einen Neustart. Bezeichnend dafür ist der Wiedereinstieg in die Live-Übertragung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland. Dieser hat sich aus sportlicher Sicht auf jeden Fall gelohnt, denn durch die zahlreichen deutschen Etappensiege spricht vor allem die französische Presse bereits von der „Tour d’Allemagne“.

Ich selber verfolge schon seit einigen Jahren die Tour de France. Mich faszinieren immer wieder die Helikopteraufnahmen, die die teils malerischen Landschaften einfangen. Bei der diesjährigen Austragung wurde besonders die Vielfalt Frankreichs in den Mittelpunkt gerückt. Zunächst konnte man herrliche Bilder von der Küste in der Normandie und in der Bretagne erleben, bevor es dann in die Pyrenäen bis an die spanische Grenze ging. Imposant waren auch die Etappen durch das Zentralmassiv, die Lust auf einen Urlaub in Südfrankreich gemacht haben. Der Sport gerät da schon einmal in den Hintergrund…

Man kann die Tour aber auch als Motivation sehen, selber aktiv zu werden. Denn Radfahren ist nicht nur etwas für Vollprofis! Auch bei moderater Geschwindigkeit und fehlender Hightech Ausstattung kommt man gut voran und kann umweltfreundlich auf Entdeckungstour gehen. So habe ich mich mit zwei französischen Freunden auf den Weg gemacht, um mit dem Fahrrad den Rhein zu überqueren. Unsere „Tour de Frallemagne“war dabei gleichzeitig sportliche Herausforderung und landschaftliche Erkundungstour. Wer also die nächsten Ferien noch nicht verplant hat, schnappt sich sein Fahrrad und besucht eine Region Frankreichs oder ein deutsches Bundesland! Auf zwei Rädern sieht man oft Dinge, die einen sonst verborgen geblieben wären, denn der Blick muss sich nicht immer nur auf das Maillot Jaune richten!

Text: Thorsten / Übersetzung ins Französische: Marlène