Achtung: diese Seite wurde seit mehr als 6 Monaten nicht mehr aktualisiert. Die Informationen sind nicht mehr aktuell.

Der Verein Une Terre Culturelle in Marseille hat 2014 unter der Devise „sich an Vergangenes erinnern schafft Zukunft“ das audivisuelle Schauspiel Yadra ins Leben gerufen. Mit der Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerkes (DFJW) geht das Abenteuer nun 2016 mit zwei Treffen in Algerien und Frankreich weiter: 30 junge Schauspieler, Studenten und Sozialarbeiter aus Frankreich, Algerien und Deutschland treten vor mehr als 1000 Zuschauern in Oran, Marseille und Berlin auf. Das Kunstprojekt blickt nunmehr auf zehn Jahre interkulturellen, europäischen und vor allem deutsch-französisch-algerischen Austausch zurück und wird von algerischen sowie deutschen Vereinen unterstützt : Istijmam, Graine de Paix, Bel Horizon, Bapob und dem Centre Français de Berlin.

Am 3. März wird Yadra im Theater von Bejaïal in Algerien aufgeführt, am 28. April in Marseille. Dort wird ebenso ein Forum zum Thema französisch-algerische Beziehungen stattfinden, die auf Grund der kolonialen Vorgeschichte nur zaghaft gemeinsame Erinnerungsarbeit betreiben.

Durch Diskussionen mit Zuschauern aus der Zivilgesellschaft dem institutionellen Bereich konnte ein Theaterstück geschaffen werden, das eine breites Meinungsspektrum widerspiegelt und der Debatte so auch politischen Charakter verleiht. Das Projekt Yadra stellt somit eine Gelegenheit dar, um die Gesellschaft des Mittelmeerraums näher zusammenzubringen und zur Mobilität der dort angesiedelten Jugendlichen beizutragen.                                             

Christian Charles-Fouilloux der Ligue des droits de l’homme (Provence) meint hierzu : „Yadra hat eine Hoffnung geweckt, die weit über rein interkulturellen Austausch hinausgeht. Die Welt, in der wir leben, braucht diese Hoffnung.“

Mehr Infos : cavillan@ofaj.org