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Merkel und Macron hautnah

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50 Jugendliche aus Deutschland und Frankreich hatten anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrats am 13. Juli 2017 die Möglichkeit auf Angela Merkel und Emmanuel Macron zu treffen und sich über aktuelle Themen, wie internationale Mobilität, Ausbildun

50 Jugendliche aus Deutschland und Frankreich hatten anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrats am 13. Juli 2017 die Möglichkeit, auf Angela Merkel und Emmanuel Macron zu treffen und sich mit ihnen über aktuelle Themen, wie internationale Mobilität, Ausbildung und die Stellung junger Menschen in der Gesellschaft und in Europa auszutauschen.

Zwei Teilnehmende der Begegnung, die im Espace Paris Jeunes Nathalie Sarraute im 18. Arrondissement von Paris stattfand, berichten uns von ihrer Erfahrung im Austausch mit sowohl den beiden Regierungschefs als auch den anderen Jugendlichen.

Sabrina, 17, Clichy-sous-Bois


© Boris Bocheinski

Ich heiße Sabrina, bin 17 Jahre alt und wohne in Clichy-sous-Bois. Ich kenne das DFJW dank meiner Deutschlehrerin und ich bin sehr froh, an dieser Begegnung teilnehmen zu dürfen. Ich war noch nie in Deutschland und ich spreche nicht gut Deutsch, aber ich kann Arabisch sprechen und schreiben. Die letzten 24 Stunden haben wir mit den deutschen Teilnehmern in unserer Unterkunft verbracht. Wir hatten gemeinsam eine gute Zeit und wir hatten direkt ein freundschaftliches Verhältnis. Das war echt toll. So konnte ich Deutsch und etwas Englisch lernen. Außerdem habe ich bemerkt, wie wichtig es ist, Fremdsprachen und ausländische Kulturen zu beherrschen und  zu kennen.

Meine Frage an Merkel und Macron war: „Wie kann man Flüchtlinge dabei unterstützen, die Sprache in ihrem Aufnahmeland zu lernen?“. Die Frage habe ich mit meiner Sprachgruppe vorbereitet (die Teilnehmer haben sich bereits am Vortag zusammengefunden, um in mehreren Gruppen verschiedenste Themen, wie Religion, Sprache, etc., vorzubereiten.

Das Treffen mit den deutschen Teilnehmern war für mich am aufregendsten. Aber ich war auch sehr gespannt, Angela Merkel und Emmanuel Macron zu treffen. Das war  für mich wie ein Wunder. Die Möglichkeit, die beiden zu sehen und unsere  Eindrücke mit ihnen zu teilen ist nicht gerade alltäglich. Besonders wenn man an ihre Verantwortung und ihren vollen Terminkalender denkt, finde ich es bemerkenswert, dass sie uns einen Besuch abgestattet haben. Es war wirklich ein großes Glück, die beiden hier und heute sehen zu können.

Ich denke, dass wir durch das Erlernen einer Fremdsprache und durch Auslandsaufenthalte sensibler für andere Länder und Kulturen werden und dadurch ein besseres gegenseitiges Verständnis entwickeln.

Wael, 18, Berlin


© Boris Bocheinski

Mein Name ist Wael Bisher. Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Syrien, bin aber ursprünglich Palästinenser. Seit zweieinhalb Jahren wohne ich nun in Deutschland, genauer gesagt in Berlin.

Auf das DFJW wurde ich zum ersten Mal durch eine Freundin, die dort arbeitet, aufmerksam. Ich habe an einer Fortbildung für Leiter interkultureller Jugendbegegnungen teilnehmen können, die durch das DFJW finanziert wird. Zwar spreche ich kein Französisch, aber im Rahmen des Deutsch-Französischen Ministerrats konnte ich jetzt bereits das zweite Mal nach Frankreich reisen.

Die letzten 48 Stunden waren spannend, vor allem weil ich viele neue Leute kennenlernen durfte. Allerdings wurde vieles erst kurzfristig und vor Ort organisiert und ich konnte mich vorher kaum mit dem Projekt vertraut machen. Das hat mich etwas verunsichert, weil ich daran nicht gewöhnt bin.

Ich wollte eigentlich eine für mich sehr wichtige Frage stellen, aber leider ließ die Zeit das nicht mehr zu. Meine Frage lautete: „Sehr geehrte Frau Merkel, Sie haben immer erwähnt: „Wir schaffen das!“, wovon auch viel erreicht wurde. Sehr geehrter Herr Macron, Sie haben gesagt: „We will make the planet great again!“. Das heißt, Deutschland und Frankreich möchten eine Veränderung schaffen. Welche Rolle nehmen die Jugendlichen in diesem Prozess ein?“

Ich fand es total spannend, die zwei Staatsoberhäupter mit meinen eigenen Augen, und nicht nur über den Fernseher, sehen zu können und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Mir ist es sehr wichtig, Fremdsprachen zu lernen, um mich mit möglichst vielen und verschiedenen Menschen austauschen zu können. So kann nicht nur ich anderen meine eigenen Ideen mitteilen, sondern auch deren Perspektiven erfahren. Das gleiche gilt für Auslandsaufenthalte. Das Verlassen der eigenen „comfort zone“ ist sehr wichtig, denn man lernt sich selbst in einer fremden Umgebung viel besser kennen.