In seinem Bestreben, die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit zu fördern, unterstützt das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) Projekte nicht nur finanziell. Gemein mit unseren Partnern organisieren wir deutsch-französische Kulturveranstaltungen, bei denen junge Leute aus Deutschland und Frankreich einander kennenlernen und die Kultur des Partnerlandes entdecken können. Das DFJW arbeitet mit Institutionen, Vereinen, Unternehmen, Regionen und Menschen zusammen, um jungen Leuten ein breit gefächertes Kulturangebot zu bieten. Kino, Tanz, Wissenschaft, Theater… – das DFJW bringt sich bei vielen verschiedenen Projekten ein. Hier einige Beispiele:

 

Workshop zum Thema „Verfassen von Filmkritiken“

In Zusammenarbeit mit der Semaine de la Critique organisiert das DFJW seit 2015 einen deutsch-französischen Workshop mit Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich, um diesen eine erste Mobilitätserfahrung zu ermöglichen. Vier Tage lang werden den 20 Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft Kurzfilme sowie Spielfilme gezeigt, die Teil der Auswahl des Filmfestivals sind. Sie nehmen an Seminaren zum Verfassen von Filmkritiken teil. Ideen und Eindrücke werden ausgetauscht, durch eine spielerische Herangehensweise soll zudem ihr Kritikbewusstsein geweckt und künstlerische Neigungen gestärkt werden.

 

Infos

https://cannes.dfjw.org/das-festival/

 

Deutsch-französische Künstlerresidenz und Hiphop-Show anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Paris-Berlin

 

Das Deutsch-Französische Jugendwerk feierte im September 2017 gemeinsam mit dem Verein Ghetto Style Movement aus Roubaix und der Berliner Streetdance Connection das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Paris-Berlin mit facettenreichen Darbietungen der Pariser und Berliner Straßenkunst.

Eine Woche lang erarbeiteten junge Talente aus Deutschland und Frankreich gemeinsam eine spektakuläre Hiphop-Show zu 100% Freestyle, die sie am 31. August im Pariser Hiphop-Zentrum La Place präsentierten. Vom Tanz zur Ballkunst über Beatboxen und Gesang – unter dem Motto „Fluidifions la Street“ wurde der Alltag auf der Straße in vielfältiger Weise dargestellt und auf die Bühne gebracht.

Am 2. September ging es dann zum Fusion Concept World Final in den Cirque d’Hiver, wo zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt ihr Können unter Beweis stellten und dem begeisterten Publikum Battles lieferten, bei denen selbst die renommierten Jury-Mitglieder sich manchmal für keinen Sieger entscheiden konnten.

 

Infos https://www.dfjw.org/heisse-beats-und-coole-moves-anlaesslich-des-30-jaehrigen-jubilaeums-der-staedtepartnerschaft-paris und https://www.dfjw.org/einladung-zum-hiphop-event-fluidifions-la-street-am-31-august-2017-im-pariser-hiphop-zentrum-la

 

„Morgen vielleicht“ – Webserie zum Thema Pop-Kultur, Wissenschaft und Science-Fiction

 

„Morgen vielleicht“ ist die aus sechs Episoden bestehende Webserie zweier Youtuber, Phil Hauser aus Deutschland und Charlie Danger aus Frankreich, zum Thema Pop-Kultur, Wissenschaft und Science-Fiction, die von StringTheory produziert und auf Arte Future ausgestrahlt wird.

Der Moderator von „Morgen vielleicht“ ist ein Youtuber, der ebenso wie die Zuschauerinnen und Zuschauer von der unwirklichen Welt der Fiktion fasziniert ist. Er erklärt ihnen seine durch seine Neugier erlangte Erkenntnis, dass sie aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht existieren und unter welchen Umständen morgen gewisse Utopien Wirklichkeit werden könnten. Tatsächlich stecken hinter der unbeschwerten, optimistischen Art dieses Ausflugs in die Popkultur tiefgründige, wissenschaftliche Überlegungen. Die Vorpremiere mit anschließendem Austausch mit den beiden Youtubern sowie einem DFJW-Buffet fand am Donnerstag, den 15. Juni in den Räumlichkeiten des Grands Voisins statt.

 

Infos https://www.dfjw.org/das-deutsch-franzoesische-jugendwerk-laedt-zur-vorpremiere-der-webserie-morgen-vielleicht-ein

 

Blaues Heft. Interdisziplinäres deutsch-französisches Projekt zur Sensibilisierung für Umweltfragen, Interkulturalität, Mobilität und Engagement

 

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Stadt Lille und dem Conseil d’Architecture, d’Urbanisme et de l’Environnement (CAUE) du Nord, das sich mit Fragen der Stadtplanung und der Lebensqualität auseinandersetzt, hat das Goethe Institut Lille mit Unterstützung des Conseil régional Hauts-de-France die 2013 begonnene Aktion „Blaues Heft“ fortgeführt.

Das dritte Jahr in Folge veröffentlichen die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Lise-Meitner-Gesamtschule Köln-Porz und der séconde des Lycée Pasteur de Lille auf der Internet-Plattform S-PASS Territoires der CAUE du Nord gemeinsam ein „Blaues Heft“. Die Thematik des Wassers wurde auf nachhaltige Stadtentwicklung und strukturellen Wandel ausgeweitet.

Auf der Grundlage von Beobachtungen, die die deutsche Schulklasse am Euroforum Köln Nord am ehemaligen Motorwerk von Klöckner Humboldt Deutz (KHD) im Mühlheimer Hafen und die französische Schulklasse am Ufer der Haute-Deûle im Viertel EuraTechnologies an einem ehemaligen Standort der Textilindustrie machten, führten die Schülerinnen und Schüler Auswertungen und Analysen durch, die jeweils in das „Blaue Heft“ einflossen.

Zum ersten Mal fand der Austausch über den Zeitraum einer Woche vom 25. bis zum 29. April 2016 in den beiden Partnerstädten Köln und Lille statt. Durch dieses Begegnungsformat mit einer gemeinsamen Reise von Köln nach Lille konnten die Schülerinnen und Schüler sich besser kennenlernen und gemeinsam eine ereignis- und erfahrungsreiche Woche verleben. Das DFJW unterstützt zahlreiche Projekte, die es jungen Menschen ermöglichen, sich mit Fragen des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung auseinanderzusetzen.

 

Infos https://www.dfjw.org/nachhaltigkeit

  

Starke Stücke

Das internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ zeigt seit 1994 ein vielseitiges Theaterprogramm für ein junges Publikum in der Rhein-Main-Region und bietet einen Raum für interkulturellen Dialog. Das Festival findet an verschiedenen Orten wie Gemeinschaftszentren und Jugendclubs, Schulen und Theatern statt. Seit 2009 steht es unter der Schirmherrschaft der KulturRegion FrankfurtRheinMain, die das Projekt mitorganisiert.

 

Das Theater bietet wie andere Kunstformen auch die Möglichkeit, Grenzen und Barrieren zu überwinden und Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen. Auch andere Kunstformen wie Tanz, Musik, Literatur und bildende Künste finden als Ausdrucksformen ihren Weg ins Theater. Mit diesem Projekt möchte das DFJW den Dialog zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich fördern und deren Interesse für Theaterkunst und Dramaturgie wecken.

 

2017 verzauberte die Theatergruppe Vélo Théâtre aus Apt (Vaucluse) bei Festival „Starke Stücke“ in Frankfurt am Main das junge Publikum mit dem Stück „Der Frosch am Grunde des Brunnens glaubt, der Himmel sei rund“, das in französischer Sprache aufgeführt wurde. Die Vorstellung am 3. März im Gallus Theater war ein voller Erfolg. Parallel fanden im Rahmen eines deutsch-französischen Austausches in Zusammenarbeit mit dem „Festival Momix“ Theaterateliers mit Schülerinnen und Schülern aus Kingersheim und Frankfurt am Main statt.

 

Wie Béatrice Angrand, Generalsekretärin des DFJW, betonte, das Theater fördert den interkulturellen Dialog! Frankreich war 2017 auch Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Zu diesem Anlass unterstrich der stellvertretende Generalkonsul Frankreichs Franck Ristori, wie wichtig es ist, die französische Sprache zu fördern und auf das Know-how und die Innovationsfähigkeit der französischen Kulturindustrie im Bereich der geschriebenen Sprache aufmerksam zu machen. Alle Teilnehmenden gaben ein Plädoyer für die kulturelle Diversität.

 

Infos  https://www.dfjw.org/deutsch-franzoesischer-abend-beim-theaterfestival-starke-stuecke,https://www.dfjw.org/einladung-zum-feierlichen-empfang-starke-stuecke und https://www.dfjw.org/das-deutsch-franzoesische-projekt-jugendtheater-bewerbt-euch-0

 

Jugendzeitung „EXTRA“

 

In der dreisprachigen Jugendzeitung „EXTRA“, die seit 2004 besteht, berichtet ein aus Gymnasiastinnen und Gymnasiasten und Studierenden bestehendes Redaktionsteam, das in Metz, Saarbrücken oder Esch-sur-Alzet zusammenkommt, über aktuelle regionale und kulturelle Themen der Grenzregion Saarland/Lothringen/Luxemburg.

Umwelt, Kulturveranstaltungen, Politik… die Themen der Jugendzeitung, die von den drei regionalen Tageszeitungen Saarbrücker ZeitungLe Républicain Lorrain und Tageblatt gedruckt und zu ihren vier jährlichen Erscheinungsterminen als Beilage mit der Wochenendausgabe veröffentlicht wird, sind breit gefächert.

 

2005 erhielt „EXTRA“ den vom DFJW ins Leben gerufenen Nachwuchspreis für junge Journalistinnen und Journalisten des Deutsch-Französischen Journalistenpreises. Über die Jahre waren nun schon über 200 junge Talente Teil der Redaktion. Sie mögen zwar verschiedene Muttersprachen haben, teilen aber gemeinsame Interessen und haben die Arbeit bei der Jugendzeitung alle als bereichernde Erfahrung empfunden: „Bei den Redaktionssitzungen von „EXTRA“ kommen alle aus derselben Region, aber dank unserer kulturellen, sozialen und sprachlichen Verschiedenheiten können wir alle eine andere Sichtweise auf die Region Saar-Lor-Lux beisteuern“, berichtet Pauline Cavion, ehemaliges Mitglied des Redaktionsteams. In einem multikulturellen Team können die Meinungen zu einem Thema sehr verschieden und manchmal gegensätzlich sein – eine Gelegenheit, sich selbst in Frage zu stellen und offener zu werden!

 

Infos http://www.stiftung-dfkultur.org/index.php?id=167http://www.dfkr.org/index.php?id=116 undhttps://www.saarland.de/5698.htm

 

Märchenland. Auf der Suche nach gemeinsamen Wurzeln durch Märchen und Legenden

 

Märchenland, Deutsches Zentrum für Märchenkultur, hat vom 15. bis 30. Mai 2017 mit viel Zauber und Vergnügen im Elsass und in Baden-Württemberg das 3. Deutsch-Französische Märchenfestival gefeiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Rectorat de Strasbourg, durch die Baden-Württemberg Stiftung und das DFJW gefördert, organisierte Märchenland eine Vielzahl von Veranstaltungen in Schulen beider Regionen. Märchenstunden praktisch umgesetzt durch professionelle Märchenerzähler und lokale Politikerinnen und Politiker, „narrative Pantomime“ (theatralische Darstellung eines Märchens), Fortbildung zum Märchenvorlesen, Kamishibai-Lesungen und Workshops: Alle Formen von Märchen wurden präsentiert!

Bis zum feierlichen Abschluss im Europa Park, Freizeitpark und Erlebnis-Resort in Rust, werden die Kinder beider Regionen 16 Tage lang die Augen und Ohren aufmachen und dabei alle Möglichkeiten wahrnehmen, die Sprache und die Kultur des Nachbarn kennenzulernen. 

 

 

Infos https://www.dfjw.org/1-deutsch-franzoesische-maerchenfestival und http://www.maerchenland-ev.de/veranstaltungen/deutsch-frz-festival.html

 

KINEMA

Im Wettbewerb für den Deutsch-Französischen Jugendpreis KINEMA wählt eine sechsköpfige Jury aus jungen Leuten aus Deutschland und Frankreich Franzosen im Alter von 16 bis 23 Jahren unter sechs Debütfilmen einen Preisträger aus.

Der Preis hat zum Ziel:

-         den Dialog zwischen filminteressierten jungen Erwachsenen aus beiden Ländern im besonderen Rahmen eines Festivals zu ermöglichen,

-         das gegenseitige Interesse an der jeweiligen Filmkultur zu fördern,

-         junge Regisseurinnen und Regisseure aus beiden Ländern zu unterstützen und sie in den Dialog zwischen jungen Leuten aus Deutschland und Frankreich einzubeziehen und

-         öffentlichkeitswirksam auf den deutsch-französischen Austausch zwischen Niedersachsen und der Haute-Normandie aufmerksam zu machen.

Der Name KINEMA (ein Kunstwort aus „cinéma“ und Kino) ist angelehnt an den gleichnamigen filmpädagogischen Austausch zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Normandie. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Land Niedersachsen, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Antenne Métropole, der Region Normandie, der Filmstiftung Pôle Image Haute-Normandie und der Académie de Rouen.

Educ’ARTE

 

Das DFJW unterstützt das Projekt Educ’ARTE, einem neuen deutsch-französischen Video-on-demand-Dienst, der sich an Lehrer und ihre Schüler richtet. Das Angebot beinhaltet über 600 ARTE-Sendungen: Dokumentarfilme, Magazine sowie Trickfilme, die von im Bildungsbereich tätigen Personen aufgrund ihres pädagogischen Mehrwertes ausgewählt wurden und auf Deutsch und Französisch verfügbar sind.

 

Die der Video-on-Demand-Dienst Educ’ARTE, der von ARTE France entwickelt wurde, richtet sich an Lehrkräfte sowie an Schülerinnen und Schüler. Wenn ihre Schule ein Jahresabonnement für den Service abgeschlossen hat, können diese auf der Seite (www.educarte.fr) [SM1] (https://educ.arte.tv/) auf Videos und audiovisuelle Programme in deutscher und französischer Sprache und ggf. mit Untertiteln für Hörgeschädigte zugreifen, die im Streaming oder als temporärer Download zur Verfügung stehen.

Die Inhalte wurden nach pädagogischen Kriterien ausgewählt, um die Nutzung in einem schulischen Rahmen, im Unterricht oder in der Schulbibliothek sowie auch von zu Hause aus zu ermöglichen.

 

Die Entwicklung audiovisueller Unterrichtsmaterialien für den Französischunterricht in Deutschland und den Deutschunterricht in Frankreich ist Teil der Kooperation zwischen dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und Educ’ARTE. Das DFJW bietet zu einigen der auf der Plattform verfügbaren Inhalte mit Inter@ctions interaktive Lernmodule mit deutsch-französischen Aktivitäten an.

 

Die Inter@ctions-Lernmodule sind auf der plaTTform.e Tele-Tandem® des DFJW verfügbar, die die gemeinsame deutsch-französische Projektarbeit mit neuen Technologien und Kommunikationsmitteln mit Rahmen von Schulpartnerschaften unterstützt. Ziel der rund um die Videos von Educ’ARTE angebotenen Aktivitäten ist es, Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, synchron oder asynchron in deutsch-französischen Tandems zu arbeiten. So wenden sie ihre Kommunikationsfähigkeiten an, machen eine interkulturelle Erfahrung und erweitern ihre digitalen Kompetenzen. Diese interaktive Zusammenarbeit deutscher und franzözischer Schülerinnen und Schüler findet über die interkative Lernpattform plaTTform.e Tele-Tandem® des DFJW statt.

 

Durch die Kombination der audiovisuellen Ressourcen von Educ’ARTE mit den Möglichkeiten der digitalen deutsch-französischen Zusammenarbeit über Tele-Tandem® können Lehrkräfte ihrem Unterricht eine neue Dimension verleihen und ihren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, das ganze Schuljahr über mit Kindern und Jugendlichen aus dem Nachbarland in Kontakt zu sein.

 


 [SM1]falscher Link ?