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Zum Anlass des Beginns des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren beteiligt sich das DFJW an einer Reihe von wichtigen Veranstaltungen. Der unterschiedliche Umgang der beiden Länder mit dem Gedenken an den Ersten Weltkrieg stellt eine interkulturelle Herausforderung dar, in der das DFJW beabsichtigt,  sich im Sinne einer auf gemeinsamer Erinnerung basierten europäischen Identität als Vermittler einzusetzen.

Der französische Präsident, François Hollande, hat Repräsentanten der damals am Krieg beteiligten Nationen eingeladen, am 14. Juli in Paris zusammenzukommen um im Zeichen des Friedens und der Versöhnung an der Parade und den offiziellen Festlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag teilzunehmen.

Neben den offiziellen und militärischen Delegationen werden aus jedem der am Krieg beteiligten Länder vier Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren eingeladen, an den Festlichkeiten und der großen öffentlichen Parade für den Frieden auf den Champs-Elysées teilzunehmen.

Das DFJW wird die „Mission du Centenaire“ dank seiner Erfahrungen im Bereich der interkulturellen Kommunikation und Ausbildung bei der Organisation dieser großen Jugendbegegnung unterstützen.

Auf Anordnung der Kanzlerin wurde das DFJW damit beauftragt, die Auswahl der vier deutschen Jugendlichen für den Parademarsch am 14. Juli zu übernehmen.

Wir freuen uns, die deutsche Delegation vorstellen zu können, bestehend aus:

  • - Cordelia Merkl

  • - Maik Wirtz

  • - Abdul-Samet Ünal

  • - Angelina Weitling

Die deutsche Delegation war am Freitag, den 20. Juni in den Räumlichkeiten des DFJW in Berlin eingeladen, um sich kennenzulernen und diese Begegnung besser vorbereiten zu können. Die jungen Erwachsenen waren ebenfalls im Kanzleramt zu einem Gespräch mit Condrad Häßler eingeladen.

Kurzportrait der deutschen Delegation

Cordelia Merkl, 20 Jahre, Freiwillige beim Deutsch-Französischen Jugendwerk in Paris:

„Nachdem ich mit 16 Jahren an dem Schüleraustausch-Programm Brigitte-Sauzay teilgenommen habe und drei Monate in einem Internat in Frankreich war, habe ich mich weiter für die deutsch-französischen Beziehungen interessiert. Nach meinem Abitur im Jahr 2013 entschied ich mich, meine Heimatstadt Mönchengladbach zu verlassen und für ein Jahr nach Paris zu gehen, um einen Freiwilligendienst beim DFJW zu machen. Hier erlebe ich die deutsch-französischen Beziehungen aus direkter Nähe. Gerade ein Aufeinandertreffen junger Menschen aus verschiedenen Ländern halte ich für wichtig, um den gegenseitigen Respekt zu wahren und Verständnis für andere Kulturen zu schaffen, sodass wir in der Zukunft friedlich zusammenleben können. Daher freue ich mich sehr, im Zeichen der Versöhnung, des Gedenkens und des Friedens an den Feierlichkeiten zum 14. Juli teilnehmen zu dürfen.“

Maik Wirtz, 20 Jahre, Auszubildender im Klavierbau, Trier:

„Ich komme aus Deutschland und lebe in Trier, einer Stadt in Rheinland-Pfalz. Zurzeit mache ich eine Ausbildung zum Klavierbauer. An diesem Beruf gefällt mir vor allem die Musik mit dem Handwerk zu verbinden, und Menschen für die Musik zu begeistern. Die deutsch französisch/ europäische Freundschaft bedeutet mir sehr viel, da diese zusammenarbeiten müssen und dies geht nur wenn mann auch wirklich füreinander da ist. Ich möchte an dem Parademarsch teilnehemen, da es für mich ein einmaliges Erlebnis wird, was ich nie wieder vergessen werde. Außerdem finde ich es schön den Frieden und die Versöhnung zu feiern und ich werde ein teil davon sein.“

Abdul-Samet Ünal, 18 Jahre, Schüler aus Berlin-Neukölln:

„Ich bin, dank unserer französisch Lehrerrinnen und Boris Bocheinski von Clever e.V. auf das DFJW aufmerksam geworden. Ich habe auch schon mit dem DFJW, indirekt, gearbeitet, und zwar habe ich mit Freunden an dem Festival of Lights-Berlin teilgenommen und wir, mit Hilfe von Boris, haben eine Lichterprojektion auf das DFJW projiziert. Es war ein tolles Projekt und ein tolles Erlebnis.
Ich bedanke mich erstmal dafür, dass das DFJW mir die Teilnahme an der Parade überhaupt ermöglicht. Das ist nochmal eine ganz andere Situation die Stadt, die Kultur und die Menschen dort kennenzulernen. Außerdem wird es eine große Erfahrung, die mich lebenslänglich begleiten wird“.

Angelina Weitling, 21 Jahre, Duales Studium im Bereich Transport und Logistik, Berlin:

„Als ich 15 Jahre alt war, habe ich ein Auslandsjahr in Frankreich gemacht. Ich lebte dort bei meiner Gastfamilie in der Nähe von Saumur. Nach dem Abitur machte ich ein Freiwilliges Soziales Jahres im Info-Café Berlin-Paris des DFJW.
Ich mache zur Zeit ein Duales Studium in BWL mit Schwerpunkt Logistik, bei der DHL Freight. Mir gefällt es, da es einen praktischen Bezug zum Studium gibt und man so das gelernte wissen mit in den Berufsalltag mit einbeziehen kann“.