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Am 1. Juli fand ein Europäischer Trauerakt für den verstorbenen Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl im Europäischen Parlament in Straßburg statt. Dabei würdigten nicht nur die drei Präsidenten der Europäischen Institutionen, Tajani, Juncker und Tusk, in zum Teil sehr persönlichen Worten die Verdienste des Verstorbenen für Europa, zu denen unter anderem die Einführung des Euro und des EU-Binnenmarktes, die EU-Osterweiterung und die Vollendung der deutschen Einheit zählten. Auch der ehemalige US-Präsident Clinton, der ehemalige spanische Ministerpräsident González und der russische Ministerpräsident Medwedew hoben die historischen und weltpolitischen Leistungen Helmut Kohls hervor. Abschließend gingen Staatspräsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel auf Kohls Verdienste ein: Europa sei ein „Werk von Generationen. Jede davon steht vor neuen Herausforderungen. Jede muss ihre eigenen Antworten finden, wie sie Europa zukunftsfest macht“, so Frau Merkel. Macron sagte, Kohl sei „für Frankreich ein besonderer Ansprechpartner, ein entscheidender Verbündeter und ein unermüdlicher Baumeister gewesen, aber noch mehr als das, ein Freund“  gewesen und „eine Inspiration für die deutsch-französische Beziehung“. Auf Deutsch fügte er ein Kohl-Zitat hinzu: „Wir haben heute überhaupt keinen Anlass zur Resignation. Wir haben Grund zu realistischem Optimismus.“ 


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