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Wie steht es um das Wahlverhalten junger Europäer? Kann von Politik- und Parteiverdrossenheit gesprochen werden? Ist die politische Kommunikation wirklich an die junge Wählerschaft angepasst? Und wie wird das Thema Politik zwischen den Generationen diskutiert?

80 „BarCamper“, aus Deutschland und Frankreich trafen sich vom 13. bis 17. September 2013 in Berlin für das zweite BarCamp „Jugend und Politik – Ich wähle, also bin ich.“

Anlässlich der deutschen Bundestagswahlen möchte das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) den Jugendlichen aus beiden Ländern die Möglichkeit geben, über politisches Engagement und aktuelle Probleme, wie z. B. Jugendliche und ihre Einstellung zur Krise und zum Arbeitsmarkt, zu diskutieren.

Die Teilnehmer konnten Diskussionsthemen selbst vorschlagen. Das DFJW bietet mit dem BarCamp einen freien unkonventionellen Raum, um zu diskutieren und neue Ideen im deutsch-französischen Umfeld zu entwickeln. 

An dem BarCamp und an der Diskussion konnte sich jeder von zu Hause über Twitter mit dem Hashtag #bcdfjw und über Facebook beteiligen! Die jungen Wahlbeobachter teilten Ihre Eindrücke im Blog ebsenso mit:

Samstag, den 14. September

Am Samstagmorgen trafen die hochmotivierten Teilnehmer im Tagungszentrum des BarCamps in Berlin ein. Unter den Teilnehmenden fanden sich sowohl erfahrene BarCampers wie auch BarCamp-Neulinge. In einem kurzen Grußwort hob der DFJW-Generalsekretärs Dr. Markus Ingenlath den Stellenwert des Deutsch-Französischen Jahres sowie des DFJW hervor. Darüber hinaus unterstrich er den Wunsch des DFJW, den Jugendlichen eine Austauschplattform zu bieten sowie die Mittel zu stellen, sich an die verantwortlichen Politiker zu wenden, beispielsweise über die ePartizipation oder das BarCamp. Es folgte ein Inputreferat von Dr. Wolfgang Gaiser vom Deutschen Jugendinstitut (dji) über die Jugend und ihr politisches Engagement in Deutschland und Frankreich. Daraufhin konnten die so ans Thema herangeführten Teilnehmer Themen für die Sessions vorschlagen. So wurden am Nachmittag dann angeregte Diskussionen über der U18-Wahlen, die Mobilität von Jugendlichen, Integrationspolitik sowie Humor in der Politik geführt.

Den Sessionplan dieses ersten Tages finden Sie hier: 

Sonntag, der 15. September

Am zweiten Diskussionstag haben die Teilnehmer zahlreiche Sessions rund um die Themen Europa, das politische Engagement der Jugendlichen, mögliche Beteiligungsformen oder auch den Einfluss der Medien und der neuen Technologien auf den politischen Alltag vorgeschlagen. Zwei Experten, die „Joker“ nach BarCamp-Terminologie, waren zum direkten Austausch ebenfalls vor Ort. Der Politologe Dr. Marcus Obrecht sowie einer der Ko-Autoren des Zukunftsmanifest Martin Speer haben so nicht nur teilgenommen, sondern auch Inhalte für die Sessions angeboten.

Parallel zum BarCamp haben sich einige Teilnehmer zu den Wahlkampf-Veranstaltungen der CDU, der FDP, der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen begeben. Dies war die Gelegenheit, um noch andere Wege der politischen Kommunikation kennenzulernen: Öffentliche Straßenfeste, um die Bürger zum Wählen zu motivieren oder geschlossene Veranstaltungen, zu denen nur Sympathisanten und Mitstreiter geladen wurden.

Den Sessionplan vom zweiten Tag gibt es unter:

Montag, der 16. September

Im Laufe des letzten Tages vom BarCamp haben die hochmotivierten BarCamper die abschließenden Themen für die Sessions vorschlagen und über die sozialen Netzwerke diskutieren können, ehe sie sich am Nachmittag zusammenfanden, um ein Fazit aus ihren Erfahrungen zu ziehen. Das Highlight des Tages und auch des gesamten BarCamps bildete die Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Jugend und Wahlen in Deutschland und Frankreich – Lust oder Frust?“. Im ersten Teil haben vier Experten, Dr. Wolfgang Gaiser vom Deutschen Jugendinstitut, Nicolas Hubé von der Universität Paris 1 – Sorbonne, Lisi Maier vom DBJR sowie Emmanuelle Bertrand vom CNAJEP, sowohl eine Bilanz des politischen Engagements Jugendlicher in Deutschland und Frankreich gezogen als auch Initiativen präsentiert, die dazu dienen, bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Der zweite Abschnitt bot schließlich die Möglichkeit zum Austausch zwischen Vertretern der Jugendorganisationen. Diese haben darüber hinaus Mittel und Wege vorgestellt, wie sie die Jugend motivieren und für sich gewinnen wollen. Ebenso haben sie sich zu Themen wie dem Wahlrecht ab 16 oder für Ausländer geäußert.

Den Sessionplan gibt es unter: