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Der Deutsch-Französische Freiwilligendienst, der 2017 sein 10-jähriges Bestehen feierte, bietet die einzigartige Gelegenheit, ins Nachbarland zu reisen und viele soziale, persönliche und sprachliche Erfahrungen zu machen. Ob es darum geht, ein Jahr Auszeit zu nehmen, weil man sich in der Partnersprache verbessern will, oder ob man eine originelle Berufserfahrung zu sammeln vermag.... es gibt viele Gründe, sich zu engagieren!

Heute treffen wir Jessica Akpinar, Studentin und DFJW-Juniorbotschafterin in der Region Burgund-Franche-Comté, die uns von ihren Erfahrungen im Freiwilligendienst berichtet.

DFJW : Wie bist du auf die Idee gekommen, dich zu engagieren?

Jessica Akpinar: Nach dem Abitur wusste ich, dass ich meine Sprachkenntnisse verbessern möchte und war mir noch nicht sicher, was ich studieren wollte. Ich erfuhr vom Deutsch-Französischen Freiwilligendienst und nach einigen Recherchen bewarb ich mich für den kulturellen Freiwilligendienst, der gerade erst ins Leben gerufen worden war. Ein paar Monate später saß ich bereits im Zug und fuhr los ins Abenteuer!         

DFJW : Hattest du Zweifel oder Befürchtungen, bevor es losging?        

Jessica Akpinar: Klar: Zum ersten Mal weg von zuhause, von den Eltern, allein und im Ausland.... Ich befand mich wirklich auf dem Weg ins Unbekannte. Dennoch war es die schönste Erfahrung meines Lebens.         

DFJW: Du hast dich im Kulturbereich engagiert. Kannst du uns mehr darüber erzählen, z.B. wie deine Arbeit inhaltlich aussah?

Jessica Akpinar: Während andere Freiwillige ihren Einsatz in Museen, Theatern oder Musikschulen absolvierten, arbeitete ich in einem Gymnasium. Ich unterstützte die Französischlehrerinnen und -lehrer und unterrichtete auch Kunst. Mir wurde viel Verantwortung aber auch viel Freiheit gegeben - so konnte ich mich schnell integrieren, viele Leute treffen und tolle Projekte organisieren, die mich zum Beispiel in ein Aufnahmestudio brachten? Das war wirklich unglaublich!

DFJW: Wenn du einen Rat für zukünftige Freiwillige hättest, welcher wäre das?

Jessica Akpinar: Ich denke, das Wichtigste ist, aus seiner Komfortzone herauszukommen und einfach loszulegen. Sobald du den Schritt gewagt hast, blickst du gar nicht mehr zurück! Als ich in Deutschland ankam, verbrachte ich erst eine Woche damit, nur zur Arbeit zu gehen und dann alleine im Dorf spazieren zu gehen. Und dann, am Freitagnachmittag, sagte ich mir, dass mein Start in das Freiweilligenjahr nicht so aussehen sollte, dass ich das Wochenende alleine verbringe.... Also habe ich Initiative ergriffen und daran etwas geändert!

OFAJ: Hast du eine Anekdote, eine Erinnerung, die du besonders schätzen weißt und die du mit uns teilen möchtest?

Jessica Akpinar: Meine beste Erinnerung ist der mit meiner deutschen Familie verbrachte Nikolaustag. Obwohl ich von meiner französischen Familie weg war, wurde ich so gut aufgenommen, dass ich mich nicht allein fühlte, da sich alle auf die Weihnachtszeit vorbereiteten. Ich kenne sie jetzt seit vier Jahren und bin immer noch dankbar für alles, was sie mir während meiner Freiwilligenarbeit ermöglicht haben: alle Erinnerungen mit ihnen sind gute Erinnerungen! 

OFAJ: Was nimmst du heute rückblickend aus dieser Erfahrung mit? Was hat dir deine Freiwilligenarbeit gebracht?

Jessica Akpinar: Ich konnte meine persönlichen Ziele erreichen, indem ich mein Deutsch deutlich verbesserte, aber auch Dinge entdeckte, die ich nicht erwartet hatte: kulturelle Unterschiede, Leidenschaften und unvergessliche Menschen! Heute stehe ich noch in Kontakt mit meinen Freunden in Rheinland-Pfalz. Ich freue mich immer darauf zurückzukehrern und sie zu besuchen! 

Hat dieser Erfahrungsbericht dich inspiert? Wenn du dich auch für den Deutsch-Französischen Freiwilligendienst interessierst, schaue gerne auf der Webseite des DFJW und finde den Einsatzort, zu dir passt!