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Das DFJW-Juniorbotschafteramt ist eine einzigartige Chance für motivierte junge Menschen, sich aktiv und vielfältig für die deutsch-französischen Beziehungen zu engagieren. Seit 2009 können sich Interessenten aus den beiden Partnerländern auf diese Funktion bewerben.

Ziel der Juniorbotschafter ist es, Gleichaltrige mit den Programmen des DFJW in Kontakt zu bringen sowie sie für die deutsch-französische Freundschaft und die Kultur des Nachbarlandes zu begeistern. Ihr Handlungsfeld reicht von Informationsarbeit auf Messen und in Bildungseinrichtungen über die Initiierung eigener Jugendprojekte in Kultur, Kunst und Politik bis hin zur Vernetzung mit lokalen Vereinen und Institutionen.

Damit möglichst viele junge Deutsche und Franzosen die Chance bekommen vom DFJW zu profitieren, sind inzwischen insgesamt über 80 Juniorbotschafter in allen Regionen der beiden Länder aktiv. Doch was macht die Arbeit dieser Menschen wirklich aus? Um das herauszufinden, haben wir mit Juniorbotschaftern gesprochen, die nun nach mehreren Jahren im Amt auf ihre Erlebnisse zurückblicken. Nachdem im letzten Artikel eine Deutsche zu Wort kam, teilt heute der Franzose Arthur seine Geschichte mit uns.

  Wann und wo hast du deine Arbeit als Juniorbotschafter begonnen? Wie bist du auf das Juniorbotschafteramt aufmerksam geworden?

Ich habe mein erstes Mandat als Juniorbotschafter vor vier Jahren begonnen. Ich war 16 Jahre alt und ging noch in der Bretagne auf das Lycée. Ich hatte schon immer Interesse an der deutschen Kultur und Sprache, was mich dazu brachte, im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programms einen Aufenthalt bei einer Gastfamilie in Düsseldorf zu verbringen. Bereichert durch diese Erfahrung wollte ich mich konkret engagieren, indem ich Teil des Juniorbotschafter-Netzwerkes wurde.  

Warum hast du dich damals dafür entschieden, dich als Juniorbotschafter für die deutsch-französische Freundschaft zu engagieren?

Ich hatte im Collège wunderbare Deutschlehrerinnen – das hat mich zusätzlich zu meinem Brigitte-Sauzay-Austausch motiviert, mich in dieser Sache zu engagieren. Sie haben mir ihre Leidenschaft weitergegeben, besonders dank eines Schüleraustausches meines Collèges mit einem Gymnasium in der Nähe von Köln, an dem ich zwei Mal teilnehmen durfte. 

Die Erfahrung in das Nachbarland zu gehen hat mir erlaubt, die schönen Werte der Offenheit, der Toleranz und des Zuhörens zu entdecken, die für interkulturellen Austausch unverzichtbar sind. In einer Welt, die aus verschiedenen Kulturen besteht, habe ich schnell begriffen, dass die deutsch-französische Partnerschaft ein einzigartiges Modell ist und dass ich durch die Förderung dieses Modells einen positiven Beitrag leisten kann.

Was waren die schönsten Erfahrungen, die du in deiner Amtszeit gemacht hast?

Jede Erfahrung ist anders und bleibt ganz für sich eine schöne Erinnerung. Ich erinnere mich an meine ersten Aktionen, bei denen ich Collège-Klassen besuchte, um die deutsche Sprache zu präsentierten. Das war sehr eindrucksvoll für mich, da ich selbst gerade erst das Collège beendet hatte. Die Betreuung von Ständen auf Veranstaltungen und Messen zur internationalen Mobilität und meine Teilnahme an europäischen Events, wie dem EYE in Straßburg oder Festveranstaltungen wie den Feierlichkeiten zum deutsch-französischen Tag in der Deutschen Botschaft in Paris, habe ich ebenfalls genossen.

Wie hat dich deine Arbeit als Juniorbotschafter persönlich weitergebracht?

Meine Erfahrung als Juniorbotschafter hat mich enorm bereichert – und das auf allen Ebenen. Ganz persönlich bleibt mir der Reichtum der menschlichen Begegnungen. Das Netzwerk, das sich jedes Jahr zumindest teilweise erneuert, besteht aus leidenschaftlichen und engagierten Menschen, die sehr häufig Freunde bleiben.

Artikel und Übersetzung : Lucia Preiss