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Die beste Zeit, um nach Paris zu kommen, ist der August. Denn dann sind die Bars und Cafés der Stadt leerer – die Pariser sind in Sommerurlaub. Ich genieße die Zeit mit Spazieren und Flanieren, denn die französische capitale ist eine Stadt, die sehr gut zu Fuß zu entdecken ist.

Eines meiner Lieblingsviertel ist gerade das 13ème Arrondissement im Süden von Paris. Es hat zwar nicht den typischen Paris-Charme der Haussmann-Viertel, zeigt durch seine kleinen malerischen Straßen mit flachen Häusern und Kopfsteinpflaster aber eine andere, ebenso schöne Fassade von Paris. Vor allem ist es ein Geheimtipp, da sich noch nicht viele Touristen hier hin verirren. In den Cafés auf dem kleinen Berg „buttes aux cailles“ hat man also durchaus die Möglichkeit, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Dafür ist zu empfehlen, einen petit café im Stehen an der Bar eines Bistros zu trinken (z.B. Au Temps des cerises,18 rue de la Butte aux Cailles, 75013 Paris).

Zum Mittagessen geht es in mein Lieblingsrestaurant: „Mamie Gâteaux“ (66 Rue du Cherche-Midi, 75006 Paris). Hier serviert die ältere, stets elegante Dame, Christine, ihre frischgebackenen Quiches, Tartes und Kuchen. Ich empfehle vor allem die Tarte à la courgette et au chèvre, eine hausgemachte Zitronenlimonade mit Honig und als Nachtisch einen Café Gourmand mit selbstgemachten Keksen und einer hervorragenden Mousse au Chocolat. Mamie Gâteau freut sich im Übrigen immer über deutsche Gäste oder wenn man sie auf Deutschland anspricht.

Nach dem Mittagessen entspanne ich sehr gerne im Jardin du Luxembourg. Auf einem der grünen Stühle kann man perfekt in der Sonne liegen, ein Buch lesen oder einfach die vorbeiziehenden Passanten beobachten. Zum Abendessen empfehle ich das kleine gemütliche Restaurant mit dem Namen „Au Pied de Fouet“ (45 Rue de Babylone, 75007 Paris). In dem nur ein paar Quadratmeter großen Lokal mit den rotweißkartierten Tischdecken werden einfache französische Gerichte serviert – zu sehr vernünftigen Preisen (Entrées ab 3€). Für diejenigen, die Ente mögen: probiert das Confit de Canard! An den Tischen sitzt man übrigens so eng, dass man schnell auch mit den anderen Gästen ins Gespräch kommen kann.

Zum Abschluss des Abends sollte man der Straße einfach weiter folgen, um dann dem ältesten Pariser Programmkino einen Besuch abzustatten: La Pagode (57 Bis Rue de Babylone, 75007 Paris). Hier schaut man Filme im Flair eines Theatersaals mit Kronenleuchtern und roten Samtvorhängen. Den Kinoabend kann man nach der Vorstellung im kinoeigenen Garten unter Bambusbäumen bei einem Glas Weißwein ausklingen lassen.

Julia Bräuer, DFJW-Juniorbotschafterin in Paris