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Das DFJW hat mit der Forschergruppe „Gewaltprävention im Sport“ ein aktuelles Thema in beiden Ländern aufgegriffen, dass durch die in Frankreich stattfindende Europameisterschaft 2016 erneut an Gewicht gewinnt.

Die momentan stattfindenden Diskussionen um Gewalt und Gewaltprävention im Amateur- und Profifußball in beiden Ländern zeigen, dass dieses Thema zivilgesellschaftliche Relevanz für die Jugend in beiden Ländern hat. Zeitgemäßes Wissen zum Thema und ein Überblick über bereits bestehende soziale und pädagogische Maßnahmen von öffentlicher Seite, von Fußballklubs und von Sportverbänden sind notwendig, um angemessen reagieren zu können.

Seit Jahren sehen sich Frankreich und Deutschland mit Gewaltbereitschaft im Sport konfrontiert. Hierbei handelt es sich zuallererst um Hooliganismus in Fußballstadien, Vandalismus und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fangruppen oder zwischen Fans und der Polizei. Ergänzend zu Strafmaßnahmen kommen soziale und pädagogische Strategien zum Einsatz, mittels derer über gezielte Erziehungsarbeit mit jungen Fans der Gewalt in den Fußballstadien vorgebeugt werden soll. Darüber hinaus stellt Gewalt im Amateursport die Frage nach der Rolle des Sportclubs und seiner Fähigkeit, auf gesellschaftliche und soziale Probleme zu reagieren. An dieser Stelle kann Sport – und besonders Fußball – ein effizientes Mittel zur Gewaltprävention bei Jugendlichen sein, durch Fan-Betreuung und Präventionsprogramme.

Wie genau dieses in beiden Ländern umgesetzt werden kann, analysieren die Sozialwissenschaftler aus Deutschland und Frankreich in den vorliegenden Beiträgen.

Das Forschungsprojekt wurde durch sechs deutsch-französische Seminare strukturiert, bei denen sich Forscher und Akteure aus der Praxis des Fußballs in den Jahren 2011 – 2014 in Frankreich, Deutschland und Belgien austauschten. Sie besuchten gemeinsam Projekte und trafen mit Experten zusammen, um Einsichten und Fakten zu sammeln. Ihre gekreuzten Blicke zu diesem Thema finden sich in dieser Publikation wieder.

Lesen Sie diese in zwei Versionen:

DFJW-Kontakt: Anya Reichmann, reichmann@dfjw.org