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Auf Betreiben des Rektors der Akademie Rennes, Michael Quéré, haben die akademische Leitung für europäische und internationale Beziehungen und ihr Direktor, Jean-François Pasturel,  am 22. Mai in Rennes eine Tagung organisiert, die sich mit den Themengebieten Erwerb der deutschen Sprache und Austauschprogramme befasst hat. 

Die Plenarsitzung war der Anlass, an den Mehrwert der deutsch-französischen Mobilität sowie der Anerkennung der erworbenen Fähigkeiten für die berufliche Laufbahn junger Menschen zu erinnern. Die Workshops ermöglichten den Teilnehmern, sich über existierende Austauschmöglichkeiten zu informieren (individueller oder Gruppenaustausch im schulischen und beruflichen Bereich, Programm FOCUS, Sprachförderung über Lernmittel wie E.Twinning und Teletandem). 

Die Durchführung an Schulen der Akademie Rennes von Pilotprojekten zur Neuausrichtung des Fremsprachenunterrichts (sog. PELVE, Projet d’établissement pour les langues vivantes étrangères) ist im Kontext der Tagung zu erwähnen. Diese dienten als Grundlage für die Bildungsreform und insbesondere des Fremdsprachenunterrichts in Frankreich.

In ihrem Beitrag hat die Generalsekretärin des DFJW, Béatrice Angrand, betont, dass die kürzliche Mobilisierung der Deutschlehrer ernst genommen werden müsse, vor allem in Hinblick auf die seit Jahren festzustellende schwache Stellung des Deutschunterrichts an französischen Schulen. Béatrice Angrand erinnerte daran, wie sehr die Organisation von schulischen Austauschprojekten von der Verfügbarkeit und dem Engagement der Lehrkräfte abhängt, seien sie Sprachlehrer oder nicht. Sie sprach ebenfalls über die pädagogischen Prinzipien, die die Grundlage für deutsch-französische Austauschprojekte für junge Menschen bilden: Reziprozität, Ausbildung der Akteure, Auswertung, Teilhabe der jungen Menschen, der Aufbau von Netzwerken und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. Zuletzt betonte sie, dass Sprachkenntnisse des Partnerlandes einen Zugang zu zwei kulturellen Universen und zwei Sichtweisen der Welt ermöglichen, die sich ergänzen. Indem man mit Mitteln der interkulturellen Pädagogik eine Synthese erreicht, erwirbt man Schlüsselkompetenzen in einer komplexen uns umgebenden Welt.

Während des Gespräches mit der Generalsekretärin erklärte der Rektor Michel Quéré seine Verbundenheit zur Vorreiterrolle der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der Bildung. Die interdisziplinäre und multisektorielle Ausrichtung, Kernansatz des DFJW, muss als Inspirationsquelle dienen. Zum Schluss haben sich beide Gesprächspartner aufbauend auf dem Austauschprogramm für Grundschullehrer/-innen über den Ausbau des Erwerbs der deutschen Sprache in Grundschulen in Frankreich und des Französischen an deutschen Grundschulen ausgetauscht.