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Ganz verschiedenen Situationen können dazu führen, dass man mit Leuten aus den unterschiedlichsten Ländern zusammenkommt - sei es in der Schule, bei der Arbeit oder unter Freunden. Extra, ein dreisprachiges Jugendmagazin, ist hierfür ein gutes Beispiel. 2004 gegründet, hat es 2014 seinen 10. Geburtstag gefeiert. Hélène Maillasson, zweisprachige Journalistin leitet heute die Redaktion und stützt sich dabei auf zirka zehn Jungjournalisten. Oft Schüler oder Studenten, treffen sie sich in Metz, Saarbrücken oder Esch-sur-Alzet um zusammen zu arbeiten und Artikel über regionale und kulturelle Themen in der Euroregion Saar-Lor-Lux zu schreiben. Die Artikel handeln von Umweltthemen, kulturellen Veranstaltungen und auch von Politik. Vier Mal im Jahr wird das Magazin als Samstagsbeilage den Partnerzeitungen beigelegt: der Républicain Lorrain, der Saarbrücker Zeitung und dem Luxemburger Tageblatt.

Und diese Arbeit zahlt sich aus – das Magazin erhält 2005 den Deutsch-Französischen Journalistenpreis in der Kategorie Nachwuchs, gestiftet vom DFJW. 200 Jugendliche, die unterschiedliche Sprachen sprechen, aber ein gemeinsames Ziel hatten, haben im Laufe der Jahre in der Redaktion mitgearbeitet. Und sehr interessante Erfahrungen gemacht. „In der Redaktion von Extra kamen wir alle aus der gleichen Region aber dank unserer verschiedenen kulturellen, sozialen oder sprachlichen Hintergründe hat jeder einen neuen Blick auf die Region Saar-Lor-Lux mitgebracht,“ erklärt Pauline Cavion, ehemaliges Mitglied der Redaktion. In einer multikulturellen Arbeitsgruppe können leicht ganz verschiedene Meinungen aufeinandertreffen – was ein Mittel sein kann, auch sich selber auch in Frage zu stellen und sich für neue Meinungen zu öffnen.

Ein paar Tipps zum Arbeiten in multikulturellen Gruppen

« Quoi ? je n’ai pas compris ! » Es ist nicht immer einfach, sich zu verstehen und sich in einer multikulturellen Gruppe Gehör zu verschaffen. Deshalb geben euch die Juniorbotschafter Kommunikation, die auch in deutsch-französischen Teams arbeiten, ein paar Tipps zum Arbeiten in binationalen Gruppen:

1. Die Sprache des Partners kennen

Um in vielsprachigen Gruppen zu arbeiten, muss man natürlich miteinander sprechen. Eine oder mehrere Sprachen zu können, mit denen man kommunizieren kann ist essentiell. Zum Erlernen von Sprachen hat Coline einen Artikel geschrieben, wie ihr spielend leicht lernen könnt.

2. Zuhören

Verschießt euch nicht auf eure eigenen Ideen! Es ist wichtig, in einer Gruppe genau zuzuhören und zu kommunizieren, um Missverständnisse oder Konflikte vorzubeugen. Jeder kann eigene Sichtweisen einbringen und neue Ideen für ein Thema haben. Zuzuhören heißt auch mit Kritik umgehen zu können und sich anschließend zu verbessern.

3. Tolerant sein

Man darf keine Angst haben, Fehler zu machen, besonders in der fremden Sprache – jeder macht welche! Macht euch nicht über eure Mitstreiter lustig, sondern erklärt eher, was falsch gemacht wurde. Das ist eine sehr gute Gelegenheit, um nicht mehr die gleichen Fehler zu machen und sich weiterzuentwickeln. Außerdem können die Charaktere der Kollegen sehr unterschiedlich sein, was auch zu Streitigkeiten führen kann.

4. Geduldig sein

Dieser Punkt hängt mit dem vorhergehenden zusammen. Eine Sprache lernt man nicht in wenigen Tagen. Eine Sprache zu lernen erfordert Zeit und Geduld – mit sich selbst und auch mit den Anderen. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn man sich auf Grund der Sprache nicht perfekt versteht. Mit der Zeit wird man geduldiger – also nicht klein beigeben.

5. Sich organisieren

Die Zusammenarbeit in einer Gruppe erfordert Organisation. Deshalb ist es wichtig, sich auf ein Thema zu einigen und sich die Arbeit aufzuteilen. Man kann natürlich auch die Anderen fragen, ob man Hilfe bekommen kann, wenn man sie braucht. Das ermöglicht, dass man effizient und schnell arbeitet und von den Kenntnissen eines jeden Einzelnen profitiert.

Geschrieben von Marlène, übersetzt von Hanna, Juniorbotschafter Kommunikation