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Das deutsch-französische Jahr hat bereits viele Höhepunkte erlebt. Neben den großen Ereignissen in Reims, Ludwigsburg und Berlin gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die von Städtepartnerschaften, Vereinen und von vielen einzelnen Frauen und Männern getragen werden. Auch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) beteiligt sich aktiv, sei es mit dem Wettbewerb „50 Jahre, 50 Projekte‟, zu dem es über 260 Bewerbungen gab, oder mit der Initiative „50 Jahre, 50 Aktionen‟, die Mitte Mai startete. So ermuntern wir möglichst viele unserer Partner, sich im Jubiläumsjahr einzubringen. Am 5. und 6. Juli wird das DFJW in Paris schließlich selbst im Mittelpunkt stehen, wenn wir in einem Festakt, mit einem Bürgerfest, Konzerten und natürlich mit unseren Partnern, Freunden und vielen jungen Menschen unseren 50. Geburtstag feiern. Dabei werden wir auf die vergangenen Jahrzehnte des Austausches in Frieden und Freiheit zurückschauen und gleichzeitig den Blick in die Zukunft lenken. Welche Bilanz kann das DFJW 50 Jahre nach seiner Gründung ziehen?

8 Millionen Austausch-Teilnehmer – zurzeit rund 200 000 pro Jahr – ein Netzwerk von etwa 7000 Partnern, das dem DFJW mit Rat und Tat verbunden ist, und eine immense Zahl menschlicher Begegnungen, aus denen viele grenzüberschreitende Freundschaften und Ehen hervorgegangen sind. Diese konkreten Erfahrungen mit der Andersartigkeit, aber auch gegenseitigen Verständnis von Sprachen, Kultur und Denkweisen sind ein wertvoller Schatz, dessen Wirksamkeit uns in den letzten Jahren der Krise in Europa erst richtig bewusst wurde. Es gilt, diesen Schatz auch an die kommenden Generationen weiterzugeben. Dies betrifft nicht nur den Dialog zwischen den Generationen – die erste Erlebnisgeneration des DFJW erreicht gerade das Rentenalter; es betrifft alle Fragen des deutsch-französischen Dialogs im europäischen Kontext, da sich im Augenblick Vieles verändert und alte Sicherheiten in Frage gestellt werden. 50 Jahre Austausch zwischen den Bürgergesellschaften haben ein Vertrauen geschaffen, das künftigen Belastungen widerstehen kann. Das DFJW will diese Veränderungen begleiten. Wir wollen den Jugendaustausch ausweiten mit dem Ziel, möglichst allen jungen Menschen in beiden Ländern ein Angebot zu bieten. Wir wollen die ganz konkreten Mehrwerte des Austausches – wie in der beruflichen Bildung, aber auch im Zusammenwirken von schulischer und außerschulischer Bildung – ausbauen. Und wir wollen auf Zukunftsthemen wie nachhaltiges Handeln im umfassenden Sinn setzen. Deutschland und Frankreich in Europa– das ist unsere Zukunft!

Dr. Markus Ingenlath - Béatrice Angrand

Generalsekretäre

Nähere Informationen in dem Infobrief Nr. 41!