Die Jury hat entschieden: Ouassila Arras geht im Rahmen des neuen Künstlerresidenzprogramms ALLER & ZURÜCK nach Berlin. Die Nachwuchskünstlerin lebt und arbeitet in Reims. Sie ist Absolventin der École Supérieure d'Art et de Design de Reims und wurde für ihr Projekt Familienfotos für das Musée des Beaux-Arts de Reims mit dem PRISME-Preis ausgezeichnet.

Mit einfachen Materialien und alltäglichen Haushaltsgegenständen hinterfragt Ouassila Arras Erinnerung und Identität. Sie führt dem Publikum eine fragmentierte – von Exil, Krieg, Schweigen und Tabus zerrissene – franko-algerische Geschichte vor Augen. Zugleich gibt die Künstlerin einen Einblick in ihre Familiengeschichte, die in offiziellen Berichten nicht vorkommt und von Problemen zu Identitätsfragen und Politik geprägt ist. Mehrere Reisen nach Algerien, Chicago und Berlin hatten maßgeblichen Einfluss auf ihre Nachforschungen. Mit Archivgegenständen und Zeitzeugenberichten bewegt sich Ouassila Arras zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erzeugt damit eine länderunabhängige Darstellungsweise.

Die Künstlerin hat bereits mehrere Ausstellungen in verschiedenen Museen und Galerien präsentiert. Ab Juli 2021 wird sie im Rahmen ihrer künstlerischen Residenz in Berlin im Künstlerhaus Bethanien zu Gast sein.

Das Residenzprogramm AZ – ALLER & ZURÜCK wird von den Goethe-Instituten Nancy und Strasbourg und dem Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland (Berlin) organisiert und von dem deutsch-französischen Jugendwerk - DJFW, der DRAC Grand Est und dem Centre français de Berlin unterstützt.

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