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Bei aller Ernsthaftigkeit - einmal im Jahr erlauben wir uns, Sie, liebe Leser, in den April zu schicken. Dieses Jahr haben die DFJW-Juniorbotschafter diese Rolle übernommen. So konnten Sie gestern lesen, dass die Juniorbotschafter eine Menschenkette von Berlin nach Paris organisiert hätten. Falls Sie sich gewundert haben, wieso Sie von dieser tollen Aktion nichts mitbekommen haben, können Sie beruhigt sein. Eine solche Menschenkette wurde leider (noch) nicht realisiert, und natürlich hätten wir im Voraus darüber informiert.

Lesen Sie hier nochmal den Artikel:

Es grenzt an Wahnsinn! Die DFJW-JuniorbotschafterInnen haben es mit ihrem Netzwerk und vielen „Deutsch-Französisch-Verrückten“ tatsächlich geschafft, eine Menschenkette von Berlin nach Paris, die DFJW-Kette, zu bilden – eine der längsten Menschenketten, die die Welt je gesehen hat.

Berlin/Paris. „Das sind über 1.000 Kilometer, das muss man sich mal vorstellen“, sagt DFJW-Juniorbotschafterin Céline aus Berlin strahlend. Bis die Kette von Abertausenden stand, hatten es die DFJW-Juniorbotschafter nicht für möglich gehalten. „Wir sind ja gerade mal 70 Leute im aktuellen Juniorbotschafter-Jahrgang, da war es schon ein Kraftakt, so viele Menschen zu mobilisieren“, gibt Chloé aus Bordeaux zu, die extra nach Meaux (kurz vor Paris) angereist war, um sich für die deutsch-französische Freundschaft „einzureihen“.

Ein riesiger logistischer Aufwand steckt hinter der Aktion. Bereits im Herbst beim Auftakttreffen des neuen Jahrgangs gingen die Planungen los. Matthias Wandel und Valérie Léger, die die Juniorbotschafter von Seiten des DFJW betreuen, meinten damals: „Seid kreativ, probiert auch mal was aus!“, berichtet Juniorbotschafter Nils aus Münster. „Und irgendwer meinte, dann lasst uns doch gleich eine Menschenkette von Berlin nach Paris bilden…“, so Nils weiter, „da haben wir erst gelacht, aber dann dachten wir, das wäre einfach der Hammer!“

Und dann wurde das „DFJW-Navi“ eingeschaltet und die Reiseroute berechnet:

Berlin – Magdeburg – Bad Hersfeld – Darmstadt - Saarbrücken – Metz – Verdun –Reims – Meaux – Paris.

Nach monatelangen Planungen bespielten die DFJW-Juniorbotschafter all ihre sozialen Netzwerke, u.a. den DFJW-ClubFacebook und Twitter (natürlich so „geheim“ wie möglich, wie sich das bei einem anständigen Flashmob gehört), um die Menschen an der Route entlang zu postieren. „Jetzt mal im Ernst: Wie finde ich denn jemanden, der sich bei Eschollbrücken (das ist bei Darmstadt) hinstellt und anderen einfach mal so für unsere Aktion die Hand reicht?“, sagt DFJW-Juniorbotschafterin Tanja, zuständig für den Abschnitt Nähe Mainz/Frankfurt, und bricht in Lachen aus. Doch sie hat es tatsächlich hingekriegt, sodass dort kein Loch in der Reihe aufklaffte.

Glücklicherweise hat das DFJW in seinem über 50-jährigen Bestehen über 8 Millionen Menschen aus Deutschland und Frankreich in 300.000 Programmen zusammengebracht – also ein riesiger „Perlen-Pool“ für die DFJW-Kette. Amélie und Marvin, DFJW-Juniorbotschafter in Lothringen, konnten zahlreiche Besucher des Mahnmals in Verdun dazu animieren, sich ebenfalls einzureihen. Ein ganz besonderes und starkes Zeichen der Freundschaft an einem so bedeutenden Ort der deutsch-französischen Geschichte. Viele junge und ältere Deutsche und Franzosen Hand in Hand – und das 100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkrieges!