Die jährliche Sitzung des Beirats des DFJW fand am 23. Juni 2020 als deutsch-französische Video-Konferenz statt.

Die Auswirkungen der Corona-Krise, mögliche Leuchtturmprojekte des Jahres 2021 sowie die strategische Ausrichtung deutsch-französischer und trilateraler Jugendbegegnungen standen im Mittelpunkt der angeregten Diskussionen.

Um das Fortbestehen von Austauschen zu gewährleisten und die Wiederaufnahme von Begegnungen zu erleichtern, diskutierten die 24 Vertreter*innen aus Jugendverbänden, Zivilgesellschaft, Sport, Wirtschaft, Schul- und Hochschulbildung sowie Regierungen die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung. Die Corona-Krise trägt zu einer Digitalisierung deutsch-französischer und trilateraler Jugendbegegnungen bei. Digitale Formate stellen einen echten Mehrwert dar, um physische Begegnungen junger Menschen aus Deutschland, Frankreich und Europa zu begleiten oder zu ergänzen.

Jugendliche mit besonderem Förderbedarf sind von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders betroffen. Die wachsenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen machen es notwendig, auch weiterhin junge Menschen mit besonderem Förderbedarf in den Programmen des DFJW besonders zu fördern und die Strategie „Diversität und Partizipation“ des DFJW weiterzuentwickeln. Der Verwaltungsrat des DFJW hatte in seiner Sitzung vom Januar 2020 das Ziel verstetigt, dass über 2020 hinaus weiterhin 20% der Teilnehmenden aus dieser Zielgruppe kommen sollten. Dank der Budgeterhöhungen beider Regierungen konnten im Haushaltsjahr 2019 bereits 19,1 % junge Menschen mit besonderem Förderbedarf erreicht werden.

Die deutschen und französischen Jugendvertreter*innen würdigten den Entwurf zum Aktionsplan 2021, der im Beirat diskutiert wurde, und begrüßten die Vorhaben zur Stärkung des Engagements junger Menschen für Umwelt- und Klimaschutz. Mit einer Vielzahl an Projekten und Ausschreibungen in den Themenfeldern Europa, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Regionale Partnerschaften, Interkulturellem Lernen und Digitalisierung soll in 2021 das Engagement und die Begegnung Jugendlicher aus Deutschland, Frankreich und Europa gestärkt werden.