Während der Krise hat sich das DFJW dafür eingesetzt, dass fehlende Präsenzbegegnungen nicht zum Synonym für mangelnde soziale Kontakte oder ausbleibendem interkulturellen Austausch werden. Deshalb hat das DFJW ab Mitte März sein digitales Angebot ausgebaut, wie in diesem Artikel erläutert wird.

Die coronabedingten Grenzschließungen haben gezeigt, dass Kontakte auch aus der Entfernung geknüpft werden können. Wenn die Grenzen jetzt wieder geöffnet werden, ist der physische Austausch nur schrittweise möglich. Aus diesem Grund wird das Programmangebot des DFJW durch mehrere digitale Projektausschreibungen erweitert. Mit der Ausschreibung „Austausch stärken - Gemeinsam die Krise überwinden“ unterstützt das DFJW Austauschinitiativen und -projekte mit einer Förderung (bis zu 1.234 € pro Projekt). Damit soll das Interesse an der deutsch-französischen Freundschaft aufrechterhalten und gesteigert werden. Die Initiativen sollen auch dazu beitragen, die deutsch-französische Begegnungsarbeit zu festigen, zu überdauern und zu erneuern.

Die Ausschreibung „Digital ganz nah“ fördert deutsch-französische und trilaterale Begegnungen im digitalen oder Blended Learning-Format (digitale und physische Treffen). Diese Begegnungen sollen zu einem konkreten Thema stattfinden. Ziel ist es, Situationen für interkulturelles und sprachliches Lernen zu schaffen und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Schließlich wurde eine Ausschreibung zum Thema „Europa, jetzt erst recht!“ mit dem Ziel veröffentlicht, digitale oder physische Treffen, die die Debatte über die europäische Idee und das europäische Projekt fördern,mit einem Zuschuss von bis zu 10.000 € für deutsch-französische Projekte und 15.000 € für trilaterale Projekte zu unterstützen.

Kinder und Jugendliche ‒ und vor allem die Schwächsten unter ihnen ‒ sind von der Krise besonders betroffen. Deshalb werden wir an ihrer Seite sein, um sie beim Einstieg ins Berufsleben und bei ihrem Kampf für die Rettung des Planeten zu begleiten. Wie? Indem wir Mobilität nachhaltiger denken und möglichst vielen jungen Menschen Zugang zu Austauschprogrammen verschaffen.