Frau Tallineau stellte zunächst die Kernaufgabe des DFJW vor. Sie besteht seit 1963 darin, Verbindungen zwischen der Jugend in Deutschland und Frankreich zu schaffen und zu stärken. Die in diesem Rahmen stattfindenden Begegnungen ermöglichen es, persönliche und berufliche Perspektiven zu eröffnen, indem hinderliche Sprachbarrieren und Vorurteile abgebaut werden. Die Austauschprojekte des DFJW stehen allen jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und aktuellen Situation offen.

Die Generalsekretärin, Frau Anne Tallineau, erläuterte anschließend, dass die Pandemie die Arbeit des DFJW und seiner 8000 Partnerorganisationen zwar schwer beeinträchtigt, aber auch besondere Innovationsmöglichkeiten eröffnet habe. Die Gesundheitskrise habe insbesondere die Chancen digitaler Angebote aufgezeigt, an deren Umsetzung das DFJW in seinen Programmen (digitale Schulpartnerschaften, digitale und hybride Entdeckungstage) und in seiner Arbeitsweise (Bezuschussung von Fernaustauschen und Online-Veranstaltungen, Digitalisierung der Antragsverfahren) arbeitet. Im Bewusstsein der Bedürfnisse wie auch der Chancen hat das DFJW im Juli 2021 einen ehrgeizigen Wiederaufnahmeplan beschlossen. Dieser zielt darauf ab, den jungen Menschen wieder mehr Freiheit zu ermöglichen, mobil zu sein, sich zu treffen und auszutauschen.

Der europäische Kontext des Jahres 2022 mit der französischen EU-Ratspräsidentschaft, dem Europäischen Jahr der Jugend und auch den Schlussfolgerungen der Konferenz über die Zukunft Europas bringt positive Energie in die Segel des DFJW, das bis zur Feier seines 60-jährigen Bestehens in 2023 den Austausch und damit alle jungen Menschen wieder auf Tour bringen will.