Botschaft unserer Generalsekretäre :

Liebe Partner des DFJW,

angesichts der Krise, in welcher wir uns momentan alle befinden, möchten wir Ihnen im Namen des gesamten Teams des DFJW unsere Verbundenheit ausdrücken.

Die aktuelle Situation trifft uns alle im Kern unseres beruflichen Tätigkeitsfelds, ebenso wie unserer Privatleben. Die Schwierigkeiten, mit denen wir aktuell konfrontiert sind, sind für viele von uns bisher unbekannten Ausmaßes und führen zu einer starken Einschränkung - in vielen Fällen sogar zum temporären Stillstand – unserer Arbeit.

Wir sind uns der Auswirkungen für Sie und Ihre Einrichtungen vollkommen bewusst und sind daher bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen, welche durch die Absage der von uns gemeinsam getragenen Projekte entstehen. Die Höhe der Kostenübernahme entspricht maximal der ursprünglich vereinbarten Fördersumme Ihrer Projekte. Darüber hinaus suchen wir nach weiteren Möglichkeiten, um Sie zu unterstützen. Sobald diese Gesundheitskrise überwunden ist, möchten wir mit Ihnen gemeinsam die Mobilität junger Menschen und interkulturellen Austausch wiederaufleben lassen. Beides trägt maßgeblich zur Gestaltung und weiteren Annäherung unserer Zivilgesellschaften bei und ist durch die aktuelle Lage bedroht.

Diese Krise wird weitreichende Folgen haben. Sicherlich wird sie nachhaltigen Einfluss auf unsere individuelle und kollektive Arbeit haben, ebenso wie auf die Inhalte unserer Projekte. Gemeinsam können wir diese Dynamik aber auch nutzen, um unsere Arbeit zu modernisieren und noch wirkungsvoller zu gestalten.

Das Team des DFJW steht Ihnen auch im Home-Office weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt eine Zeit nach der Krise. Lassen Sie uns schon heute versuchen, mit Kreativität und Zuversicht unsere zukünftigen Mobilitätsprojekte und interkulturellen Begegnungen zu planen.

Wir wünschen Ihnen allen, Ihren Teams und Angehörigen, dass Sie gesund bleiben. Passen Sie gut auf sich auf.

Mit besten Grüßen

Tobias Bütow und Anne Tallineau
Generalsekretär und Generalsekretärin

 Im DFJW eingeführte Maßnahmen:

  •  Schutz der Bediensteten und der Besucher*innen

    1. Absage aller Dienstreisen, Projekte in Eigenregie und Austauschprogramme.
    2. Allgemeine Einführung von Homeoffice für alle Bediensteten der drei Standorte Paris, Berlin und Saarbrücken, und entsprechende Arbeitsanpassungen. Den Freiwilligen und Praktikant*innen wurde angeboten, nach Hause zurückzukehren und ihren Freiwilligendienst bzw. ihr Praktikum von dort fortzuführen.
    3. Persönliche Termine durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt.
    4. Schließung des Info-Café.
    • Gezielte Kommunikation mit den Projektträgern und Beistand für bedürftige Partnerorganisationen und Teilnehmende

    Bereits zu Beginn der Krise hat das DFJW alle Partnereinrichtungen über die Möglichkeiten zur Kostenerstattung bereits getätigter Ausgaben im Falle abgesagter Projekte informiert.

    Wir haben außerdem individuelle Begleitung für junge Teilnehmende des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes sowie der Programme Sauzay, Voltaire und Arbeit beim Partner bereitgestellt.

    • Erstellung einer FAQ auf der Internetseite dfwj.org

    Nach den Schulschließungen in Frankreich und in Deutschland wurde eine FAQ zum Thema deutsch-französischer und trinationaler Jugendbegegnungen auf unserer Internetseite eingestellt. Sie wird regelmäßig aktualisiert und beantwortet Fragen in Bezug auf schulische und außerschulische Begegnungen, das Voltaire- und das Sauzay-Programm, sowie über den Deutsch-Französischen Freiwilligendienst.

  • Anpassung des Angebots dank digitaler Tools 

    Unsere digitalen Angebote wie die e-learning-Plattform PARKUR, das Tool zur virtuellen Zusammenarbeit für Schulklassen Tele-Tandem, das Tool für sprachliche Früherziehung Deutsch-französische Kinderkiste und die Sprachenapp Mobidico erlauben es allen Interessierten, die Kultur des Partnerlandes kennenzulernen, die Sprache zu lernen oder seine Kompetenzen zu vertiefen.

    • Tele-Tandem Webinare

     Damit die Lehrkräfte trotz Absage physischer Begegnungen dennoch Austausche initiieren oder in anderer Form weiterführen können, wurden vier Webinare organisiert, die die Möglichkeiten digitaler Austauschformate auf unserer Internetplattform Tele-Tandem vorgestellt haben. Insgesamt haben über 400 Lehrkräfte dabei gelernt, eine virtuelle deutsch-französische Begegnung zu organisieren.

    Entdecken sie hier das Video des ersten Webinars.

  • Unsere Kampagne #CasanierStubenhocker mobilisiert unsere Community und bietet Unterhaltung

     Während dieser Krise ist es dem DFJW wichtig, situationsbedingter Einsamkeit in unserer deutsch-französischen Gemeinschaft – bei Jugendlichen, Lehrkräften oder unseren Partner*innen – entgegenzuwirken, aber auch, möglichst viele Personen anzusprechen.

    Mit der Kampagne #CasanierStubenhocker möchte das DFJW den deutsch-französischen Austausch ins Wohnzimmer bringen. Mit regelmäßigen und interaktiven Aktionen auf Twitter, Facebook und Instagram möchten wir Interesse und Zusammenhalt auch über unsere bisherigen Zielgruppen hinaus fördern. Vor diesem Hintergrund organisieren wir einen Fotowettbewerb „Meine 4 Wände und ich“, Ratespiele und partizipative Stories. Die DFJW-Juniorbotschafter*innen sowie die Lektor*innen von FranceMobil und mobiklasse.de helfen uns, unsere Beiträge zu bereichern.

    Diese Kampagne läuft bis zum Ende der Quarantäne. Sehen Sie selbst, was Sie davon halten und zögern Sie nicht, über den Hashtag #CasanierStubenhocker teilzunehmen und Inhalte zu teilen.