Sie war eine Kämpferin, die sich für das Deutsch-Französische und für den europäischen Gedanken immer mit sehr viel Herzblut einsetzte. Ihre Erfahrung und ihre Fachkenntnis waren unter Kolleg*innen und bei Partnerorganisationen sehr gefragt - diese gab sie gerne mit kritischem Geist und viel Humor weiter.

Als der Hauptsitz des DFJW nach Paris verlegt wurde, wechselte auch Lina Dolé in die französische Hauptstadt. Dort setzte sie sich als Vorsitzende der Personalvertretung neben ihrer Arbeit lange Jahre auch für das Wohl des Personals ein. Ein Höhepunkt ihrer Pariser Jahre war sicherlich das 40-jährige Jubiläum des DFJW, für das sie das Projekt „40 deutsch-französische Geschichten“ betreute. Diese Erzählungen, so unterschiedlich und doch immer mit derselben Kernaussage - wie grundlegend und schön interkulturelle Verständigung ist - berührten sie sehr.

2009 verließ sie das DFJW nach 31 erfüllten Arbeitsjahren, um ihre Rente in ihrer sonnigen Heimatregion Okzitanien zu verbringen. Dort übernahm sie auch die Pflege eines Familienangehörigen. Lina Dolé verstarb am 24. November 2021 in Le Boulou im Alter von 72 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit.

Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Sie war eine Vorreiterin mit Vorbildfunktion.