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11 Monate lang war Stefanie in der Normandie und in der Picardie als Lektorin der Aktion Mobile Deutsch(land)werbung unterwegs. Von September 2013 bis Ende Juli 2014 hat sie die Unisäle gegen Klassenräume getauscht. Sie verrät uns, warum ihr diese Zeit so sehr gefallen hat und wie man französische Klassen überraschen kann.

Bis zum 25. Mai kann man sich für die nächste Runde des Stipendiums bewerben: http://www.dfjw.org/mobile-deutschlandwerbung

1.      Warum hattest du dich für das Stipendium beworben?

Ich hatte ein Praktikum beim Institut Français in Aachen gemacht. Dort habe ich vom Programm erfahren. Es hat sich unheimlich spannend angehört und ich wollte damit in die Berufswelt reinschnuppern. Motivierend fand ich, jeden Tag vor französischen Kindern zu stehen und für Deutsch und Deutschland Werbung zu machen. Was ich im Studium an interkultureller Kommunikation theoretisch gelernt habe, wollte ich dort praktisch anwenden. Ich habe das Programm zwischen meinem Bachelor und meinem Master gemacht, was ich sehr empfehlen kann.  

2.      Was war deine interessanteste Erfahrung?

Ziemlich viel Spaß gemacht hat der Besuch der Leipziger Buchmesse. Dort hatten wir deutschen Lektoren einen gemeinsamen Stand mit den Leuten vom Francemobil. Wir haben die Besucher der Messe über unsere Programme informiert. Das war für eine sehr spannende Erfahrung. Sehr gut hat mir auch die deutsch-französische Woche gefallen. Ich hatte für die Schüler einen Marionettenspieler aus Aachen eingeladen, der deutsch-französische Stücke vorgespielt hat.

3.       Wie sah dein Alltag als Lektorin aus?

Ich hatte vier Arbeitstage – von Montag bis Donnerstag. Drei Tage die Woche habe ich jeden Tag vier bis fünf Klassen gesehen und mit den Schülern Sprachanimation gemacht. Einen Tag der Woche war ich im Büro und habe Anfragen von Lehrern beantwortet und die Schultage vorbereitet. Freitag stand mir zur freien Verfügung, ich konnte einen Sprachkurs machen oder mir neue Aktivitäten überlegen.

4. Was hast du während der Unterrichtsstunden mit den Schülern gemacht?

Die Schulstunden waren spielerisch aufgebaut. Ich wollte Lust auf die Sprache und auf Deutschland machen. Ich habe keine pädagogische Ausbildung und wollte deshalb auch keine traditionelle Sprachstunde mit Grammatik machen. Mein Programm war: deutsche Songs hören, ein deutsch-französisches Memory spielen und ein Spiel machen, wo die Schüler deutsche Objekte wie Gummibärchen oder Autos auf einer Deutschlandkarte verorten mussten. Das ist immer sehr gut angekommen und hat auch mir Spaß gemacht.

 

5.      Was nimmst du aus deinem Jahr als Lektorin mit?

Ich fand, dass dieses Jahr das interessanteste in meiner ganzen Ausbildung war. Ich habe gelernt, mich selbst zu organisieren, vor einer großen Gruppe zu sprechen, Schüler zu motivieren und Lehrer anzusprechen. Ich habe mir auch ein sehr großes deutsch-französisches Netzwerk aufgebaut. Ich hatte viel Kontakt zum DFJW, zum DAAD und zur Deutsch-Französischen Hochschule. Durch die Erfahrung kann ich jetzt ein Praktikum in Paris beim DAAD machen. Das Programm kann ich auf jeden Fall jedem weiterempfehlen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht!     

Interview: Hanna / Übersetzung ins Französische: Eléonore Garnier