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Gemeinsame Erklärung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und der Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerkes anlässlich eines Besuches des Ministerpräsidenten in Paris am 5.10.2001

 

Bilanz 2002

Fast 40 Jahre nach der Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) als einem wesentlichem Baustein des Elysée-Vertrags von 1963 gilt es, die angesammelten Erfahrungen, Kontakte und Kompetenzen in den veränderten deutschen, deutsch-französischen und europäischen Kontext zu stellen und den heutigen Jugendlichen attraktive, persönlichkeitsbildende und berufsorientierende Angebote zu machen.

Vor diesem Hintergrund kommt dem Land Brandenburg wegen des historischen Bezuges zu den Hugenotten und wegen seiner Brückenfunktion zu den mittel- und osteuropäischen Ländern, insbesondere zu Polen, eine besondere Bedeutung zu.

Wir wenden uns mit dieser Erklärung nicht nur an die Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg, an die Verantwortlichen für die Städtepartnerschaften, an die allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie an die Universitäten, sondern auch an die in Brandenburg ansässigen französischen Unternehmen, die im wohlverstandenen Eigeninteresse den Austausch von Praktikanten und die Einstellung von frankreich- und europaerprobten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fördern möchten.

Der quantitativen und qualitativen Intensivierung dieser Zusammenarbeit dient auch ein vom DFJW und dem Land Brandenburg gemeinsam organisierter Erfahrungsaustausch mit den Programmträgern, der im nächsten Jahr durchgeführt werden soll. Im Übrigen sollen die Einzelmaßnahmen evaluiert werden.

Allgemein bildender Schulbereich Der deutsch-französische Schüleraustausch allgemein bildender Schulen wird intensiviert und ausgebaut.

Nach den positiven Erfahrung im letzten Schuljahr wird das langfristige Schüleraustauschprogramm "Voltaire" an allen brandenburgischen Schulen der Sekundarstufe angeboten. Die aufnehmenden Schulen beider Länder werden durch das Land und das DFJW besonders vorbereitet.

Berufliche Bildung Mit verschiedenen Programmen ist das DFJW bemüht, die berufliche Perspektive junger Arbeitsloser und der von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen durch berufsorientierte Aufenthalte in Frankreich zu verbessern. Das Land Brandenburg unterstützt diese Initiativen.

Dazu sollen die Förderungsmöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene sowie durch das DFJW genutzt und soweit wie möglich aufeinander abgestimmt werden.

Außerschulische Jugendbegegnungen Regionale und kommunale Bildungs- und Begegnungsstätten im Jugendbereich haben sich als Träger der deutsch-französischen Zusammenarbeit bewährt. Ihre Rolle als Orte der Begegnung und der Fortbildung von Multiplikatoren der internationalen Jugendarbeit soll weitergeführt und gestärkt werden. Enge Beziehungen zu langjährigen Partnern sollen vertieft, Beziehungen zu neuen Partnern aufgebaut werden.

Sport

Neben den Schulen und den freien Trägern der Jugendhilfe engagieren sich auch die Sportvereine für deutsch-französische Kontakte und Beziehungen. Der deutsch-französische Jugendaustausch nutzt den Sport als Mittel der Begegnung und der Kommunikation. Initiativen aus dem Land Brandenburg werden über das DFJW die Möglichkeit bekommen, gemeinsame Projekte mit französischen Partnern aufzubauen und den Erfahrungsaustausch in diesem Bereich zu intensivieren.

Deutsch - Französische Filmakademie Das DFJW unterstützt die Bemühungen der deutsch-französischen Filmakademie um eine verstärkte filmische Zusammenarbeit zwischen Babelsberg und Paris insbesondere im Hinblick auf eine Kooperation zwischen der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg und der La Fémis in Paris.

Paris, den 5. Oktober 2001

Dr. Manfred Stolpe Ministerpräsident Land Brandenburg
Dr. Babette Nieder Generalsekretärin Deutsch-Französisches Jugendwerk