Achtung: diese Seite wurde seit mehr als 6 Monaten nicht mehr aktualisiert. Die Informationen sind nicht mehr aktuell.

Sommer 2014, mein Erasmusjahr in Stuttgart neigt sich dem Ende entgegen. In meinem Kopf schwirren lauter Fragen umher, wie ich mein Studium fortsetzen soll. Warum eigentlich kein deutsch-französisches Studium? Meine Wahl fällt auf einen Master in interkultureller Kommunikation und Medienmanagement, der von der deutsch-französischen Hochschule angeboten und unterstützt wird. Aus dieser Entscheidung folgt ein Jahr voller Ereignisse und schöner Begegnungen.

In der bezaubernden Stadt Lyon, einer der Partnerstädte, lerne ich die anderen Studierenden kennen.

-„Bist du Deutsche?“

-„Nein, Französin!“

Sechs französische, acht deutsche Studierende und eine Luxemburgerin. Auf geht’s in das gemeinsame Jahr in einer multikulturellen, größtenteils weiblichen Gruppe. Nach einem Semester in Lyon ziehen wir nach Weimar in Thüringen um, in die Stadt der Partneruniversität. Dieses Mal sind die französischen Studierenden an der Reihe, die Sprache Goethes zu sprechen, denn ihre deutschen Kommilitonen haben sich in Lyon auf Französisch miteinander verständigt. Da wir nicht mehr genau wissen, in welcher Sprache wir im Moment gerade kommunizieren, lassen wir Raum für unsere Fantasie und erschaffen das „Frallemand“. So kommt es, dass sich alle freuen, wenn wir uns zum gemeinsamen „Cuisinieren“ (cuisiner, kochen) oder „Revisieren“ (reviser, lernen) treffen.

Am Ende des Jahres trennen sich unsere Wege schweren Herzens, denn jeder absolviert jetzt - mit zahlreichen Erinnerungen und Lachanfällen im Gepäck - das zweite Masterjahr in seinem jeweiligen Land. 12 Monate lang lebten wir zwischen Frankreich und Deutschland und konnten so mehr über die eigene Kultur erfahren und unser Interesse für die Kultur des Anderen bekräftigen. Vor allem wurden aber schöne deutsch-französische Freundschaften geknüpft.

 

Redaktion: Marlène / Übersetzung ins Deutsche: Thorsten