Die deutsche Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und ihr französischer Amtskollege Julien Denormandie trafen sich am 1. September 2020 in Bad Kreuznach. Dort sprachen sie mit zwei jungen Landwirten aus Deutschland und Frankreich: Sven, 29 Jahre alt, Landwirt auf Rheinland-Pfalz, und Pierre, 20 Jahre alt, aus der Region Mosel. Was haben sie gemeinsam? Den deutsch-französischen Austausch. Beide haben an einem vom DFJW geförderten Austauschprogramm teilgenommen. Dort konnten sie ihren jeweiligen Blickwinkel erweitern und ihren Berufszweig aus einer deutsch-französischen und europäischen Perspektive betrachten.

2020 kann Landwirtschaftspolitik keine nationale Angelegenheit mehr sein. Der Dialog zwischen beiden Ländern zu diesem Thema ist unerlässlich. Das gilt noch mehr für Deutschland und Frankreich als treibende Kräfte für den Abschluss europäischer Abkommen. Die enge Vernetzung des Marktes, die gültigen Normen und Richtlinien sind das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit. Davon braucht es noch mehr, um gemeinsame europäische Standards zu schaffen.

In diesem Kontext ist die Einbindung junger Menschen und vor allem von Jungbäuerinnen und -bauern aus beiden Ländern von grundlegender Bedeutung. Sven und Pierre konnten gegenüber der Ministerin und dem Minister ihre Sorgen und Erwartungen äußern.

Erfahrungsaustausch ist in allen Bereichen ein Mehrwert. Das DFJW will noch mehr gemeinsame Projekte zwischen jungen Landwirt*innen, den Austausch über die Landwirtschaftspolitik und Europa in diesem Zusammenhang fördern. Denn was wir heute säen, lässt die deutsch-französische Zusammenarbeit von morgen wachsen. Der Klimawandel und das Artensterben gehören zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Vor allem die junge Generation verlangt einen Paradigmenwechsel und setzt sich für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein. Das DFJW wird dieses Engagement in den Jahren 2020 bis 2022 ganz besonders fördern.