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Die Rede ist von European Horizons, einem internationalen, vor allem transatlantischen Think-Tank, der von „uns“ aus gesehen jenseits des einige Tausend Kilometer westlich in Yale gegründet wurde und dessen Zentrale auch heute noch dort sitzt. Das Ziel der Organisation: Denkarbeit leisten und neue Möglichkeiten für die EU der Zukunft aufzeigen. Was ziemlich elitär klingt... ist es eigentlich auch. In die Liste der „Chapters“ – so nennen sich die Ortsvereine des Think-Tanks, die i.d.R. als Hochschulgruppen in Erscheinung treten – reihen sich nämlich noch einige Hochkaräter wie Harvard, Cambridge, Stanford oder auch London mit mehreren seiner Top-Universitäten ein.

Eins fällt dabei allerdings auf: In der Tat ist European Horizons seit seiner Gründung recht USA-lastig, sodass die europäische Landkarte in Sachen Chapters noch recht dünn besiedelt ist. Gerade in der Bundesrepublik gab es bis vor Kurzem nur ein formell existierendes Chapter an der HU Berlin. Dies hat sich jedoch geändert, nachdem der Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls ad personam und überzeugter Pro-Europäer an der Universität Paderborn das Projekt ins Leben gerufen hat, ein eigenes Chapter zu gründen.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass es sich dabei um einen vollen Erfolg handelte. Eine sehr positive Mitgliederentwicklung und erstklassig besetzte Veranstaltungen wie eine „Conference on Law and Logic“, zu der US-amerikanische Professoren von Harvard und der William & Mary Law School erschienen, stehen sinnbildlich für die positive Resonanz, die das Paderborner Chapter hervorgerufen hat. Auch in Berlin verzeichnet das Chapter große Erfolge und zeichnet sich insbesondere bewundernswerterweise durch ständige Präsenz auf allen Ebenen aus. Auch in Frankreich ist die Chapter-Dichte noch gering. Stand jetzt hat neben Sciences Po Paris noch keine Hochschule ein eigenes Chapter.

Es ist daher höchste Zeit, in Europa an die Erfolge der beiden deutsch-französischen und an die große Zahl an US-amerikansichen Chapters anzuknüpfen. Es gibt bei Weitem nicht nur drei Universitäten in Deutschland und Frankreich, die sich Europa auf die Fahne oder in die Leitlinien schreiben. Wenn wir uns an den Sommer 2017 erinnern, so gibt es auch längst nicht bloß drei Städte, in denen zahlreiche Studenten die Pulse of Europe-Kundgebungen mitgetragen haben. Erst kürzlich fand in den Räumlichkeiten der Europäischen Akademie in Otzenhausen die sogenannte „First Fall Policy Convention“ der Vertreter von Chapters aus aller Welt statt. Transatlantische Beziehungen auf Hochschulebene im Dienste Europas zu leben, das war womöglich noch nie einfacher! Gerade in Zeiten, in denen sich US-Bundesstaaten und –Kommunen mit europäischen Partnern bewusst gegen die Staatsführung solidarisieren, da muss man sich fragen: Was spricht denn überhaupt noch dagegen? Mein Apell also an alle: Gründet euch! Vertretet Europa nach außen und erweitert wortwörtlich euren Horizont!

Nähere Informationen zu European Horizons an sich sowie zu den Gründungs- bzw. Aufnahmemodalitäten findet ihr hier auf der Internetseite des Think-Tanks. Ansonsten sind European Horizons und das Chapter Paderborn auch auf Facebook vertreten und halten euch selbstverständlich auf dem Laufenden über Neuigkeiten und hochrangige Veranstaltungen.