Eine „Rentrée“ wie keine andere

Auch wenn der Schulunterricht und Jugendaustausch unter veränderten Bedingungen wieder stattfinden kann und auf Fragen wie „Wer trägt wann und wo Mund-Nasen-Schutz? Wer braucht wann einen Corona-Test? Gibt es ganze oder geteilte Klassen?“ Antworten gefunden wurden, so ändert sich die Lage im Eiltempo und bleibt ungewiss.

Der Bedarf an Jugendaustausch ist ungebrochen

Wir beim Deutsch-Französischen Jugendwerk wissen, wie kompliziert die Situation für viele unserer Partner und für junge Menschen in Deutschland, Frankreich und Europa derzeit ist. Aber wir wissen auch, dass Sie – wie wir – dafür brennen, Kindern und Jugendlichen durch den Austausch mit dem Nachbarland neue Welten und Chancen zu eröffnen. Auch und gerade jetzt.

Junge Menschen sind ganz besonders von den Folgen der Krise betroffen: Einige von ihnen verlieren in der Schule den Anschluss, litten unter dem fehlenden Kontakt mit Gleichaltrigen und andere haben es zunehmend schwer, auf dem Arbeitsmarkt den Berufseinstieg zu schaffen. Und die erste Welle der Pandemie hat gezeigt, dass nationalistische Reflexe und Denkweisen keineswegs der Vergangenheit angehören.

Der Bedarf an deutsch-französischen Begegnungen, die den Horizont erweitern, Sprachkenntnisse fördern, das Selbstbewusstsein stärken, Freundschaften entstehen lassen und nicht zuletzt auch ein Plus auf dem Lebenslauf sind, ist ungebrochen.

Wir sind an Ihrer Seite

Deswegen tun wir beim Deutsch-Französischen Jugendwerk alles dafür, Austausch auch weiterhin zu ermöglichen: Wir unterstützen Ihre Projekte mit höheren Fördersätzen, es gibt keine Antragsfristen mehr, digitale, hybride und physische Begegnungen werden gleichermaßen gefördert.

Außerdem haben wir drei Projektausschreibungen auf den Weg gebracht, mit denen wir Sie dazu ermutigen wollen, weiterhin Austauschformate zu organisieren:

-       „Digital ganz nah“ (Antragsfrist: 30. November 2020)

-       „Europa, jetzt erst recht“ (Antragsfrist: 30. November 2020)

-       „Austausch stärken ‒ Gemeinsam die Krise überwinden“ (Antragsfrist: 31. Dezember 2020)

Trauen Sie sich, neue Wege zu gehen! Das DFJW ist an Ihrer Seite.

Was Hoffnung macht

Die vergangenen Wochen haben gezeigt: Die derzeit organisierten Jugendaustausche sind ein voller Erfolg. Paddeln und Segeln auf Katamaranen bei einem Sommerlager oder europäische Online-Debatten anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit mehr als 100 jungen Menschen aus Deutschland, Frankreich und Südosteuropa. Bei der Online-Konferenz „Re-boot Europe!“ erarbeiteten sie acht Vorschläge zur Zukunft der Europäischen Union, über die sie sich mit dem Staatsminister für Europa, Michael Roth, und der französischen Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, und dem ehemaligen albanischen Außenminister Ditmir Bushati unterhielten.

Manche Präsenzveranstaltungen bekamen sogar vor Ort hohen politischen Besuch, wie zum Beispiel diese Tandem-Begegnung, bei der die Teilnehmenden mit dem neuen französischen Staatssekretär für Europa Clément Beaune diskutierten.

Während auf politischer Ebene Deutschland und Frankreich beweisen, dass beide Länder in der Krise zusammenstehen, um Europa voranzubringen, zeigen die Partner des DFJW und die Jugend aus beiden Ländern jeden Tag, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen austauschen.