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Ostern steht vor der Tür – in Deutschland wie in Frankreich. Das bedeutet in beiden Ländern: Viel essen und Eier suchen. Gefeiert wird aber unterschiedlich! Die DFJW-Juniorbotschafter erklären Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Egal auf welcher Seite des Rheins: Am langen Osterwochenende kommen in Deutschland und Frankreich Familien und Freunde zusammen. In Frankreich ist Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag -  in Deutschland ebenso, nur dort ruht die Arbeit auch an Karfreitag (kleine französische Ausnahme: In manchen französischen Gebieten wie dem Elsass, Moselle, Guadeloupe, Französisch-Guyana, Réunion und Martinique ist auch an Karfreitag Feiertag). Aber eine Oster-Gemeinsamkeit steht fest: FREIZEIT, juhu!

Ostern hat in Deutschland und Frankreich allerdings nicht den gleichen Stellenwert. Während Frankreich Staat und Religion nach Gesetz strikt trennt, sieht das in Deutschland ganz anders aus, wo das Verhältnis von Kirche und Staat viel enger ist. „Ich habe gerade erst herausgefunden, dass es in Deutschland ein TANZVERBOT gibt], sagt DFJW-Juniorbotschafter Loïc erstaunt, „echt krass, was für einen großen Einfluss die Kirche auf die Gesellschaft hat“. In der Zeit von Gründonnerstag bis Ostermontag darf in einigen deutschen Bundesländern nicht getanzt werden. Musik aus. Stille an. Schluss mit Tanzen, erklärt Wikipedia hier ganz gut; wegen des Föderalismus hat jedes Bundesland seine eigenen Regeln zum Tanzverbot.  Kleiner Tipp: Einfach nach Frankreich fahren, da gibt’s kein Tanzverbot!

Eine weitere wichtige Tradition: die Ostereier-SUCHE. Wahrscheinlich der Höhepunkt für die ganz Kleinen.  In Frankreich werden die Eier nicht gesucht, dort gehen die kleinen Rabauken auf die JAGD nach den Eiern (chasse aux œufs). Das klassische Jagdgebiet ist da der heimische Garten. Typisch Deutsch wiederum ist der OsterHASE – den wird man in Frankreich aber vergeblich suchen. Traditionell haben französische Karnickel kein Interesse an Ostern. Der (Schoko)FISCH dann schon eher.

Gut, die Sache mit den Tieren hätten wir geklärt. Aber wenn es keinen Hasen gibt, bringt dann der Fisch die Eier in Frankreich? Äh, nein! In Südwestfrankreich läuft es der Tradition nach anders. Nach dem Läuten der Kirchenglocken an Gründonnerstag fliegen (ja, wirklich!) diese Kirchenglocken nach Rom, um sich dort segnen zu lassen – und um Süßigkeiten zu empfangen (vom Papst?). Auf dem Rückflug am Ostersonntag verlieren sie dann die Leckereien über den französischen Gärten. Ein Regen aus Schokolade, herrlich! Das ist aber auch der Grund dafür, warum die Glocken von Gründonnerstag bis Ostersonntag nicht läuten – sie sind ja gar nicht da… Frohe Ostern!