Während es den europäischen Staats- und Regierungschefs nach intensiven Diskussionen gelungen ist, sich auf einen Sanierungsplan zu einigen, trafen sich vom 16. bis 21. Juli 2020 100 junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Albanien, Bosnien-und-Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien, um während 42 Stunden Online-Debatten und fast 50 Begegnungs- und Arbeitssitzungen gemeinsam innovative Vorschläge und neue Projekte für ein vereintes Europa zu entwickeln.

Bei den Online-Diskussionen und -Workshops ging es u. a. um Geschichts- und Erinnerungsarbeit, Migration und Mobilität, Solidarität, Klimawandel, (soziales) Unternehmertum und die Zukunft der Europäischen Union. Hochrangige Experten wie Tobias Flessenkemper, Leiter der Vertretung des Europarates in Serbien, Sébastien Maillard, Leiter des Institut Notre Europe Jacques Delors, Viktoria Palm, Referentin für europäische Programme am Aspen-Institute Germany, und Emir Suljagic, Leiter der Gedenkstätte Srebrenica, trugen zur Bereicherung der Debatten bei.

Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen: Neben einer Roadmap zur Friedensarbeit, einem Migrations-Podcast und Gesprächen mit Geflüchteten sollen junge Europäer*innen und deren Nachbarn mithilfe einer Online-Plattform Kontakte knüpfen und sich gegenseitig besser kennenlernen. Ein weiteres Resultat ist eine Applikation mit pädagogischen Hilfsmitteln, die junge Leute für Europa, Toleranz und offene Gesellschaften sensibilisieren soll.

Darüber hinaus stellten die Teilnehmenden in einem Bericht zahlreichen Ideen für zukünftige paneuropäische Jugendaustausche zusammen.

Zum Abschluss verfassten die 18- bis 25-Jährigen Empfehlungen für die Zukunft Europas und überreichten sie an Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, an Ditmir Bushati, ehemaliger albanischer Minister für Auswärtiges und Europa, sowie an die Generalsekretäre des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW).

Die Online-Konferenz fand anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Südosteuropa-Initiative des DFJW und der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt. Sie ist ein Projekt des DFJW in Zusammenarbeit mit der Crossborder factory, RYCO, Peuple et Culture, Une Terre Culturelle, Pulse of Europe Toulouse und der Youth Initiative for Human Rights Serbia. Die Veranstaltung wurde vom Auswärtigen Amt und vom DFJW finanziert.

Mehr Informationen zum europäischen Zukunftsprojekt können Sie auf der Internetseite des Projektes „Re-boot Europe!“ einsehen.