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Warum hast du beschlossen, DFJW-Juniorbotschafterin zu werden?

Ich habe mich dazu entschlossen, weil ich die französische Sprache im Nordosten Deutschlands bekanntmachen wollte, weil es dort immer weniger Leute gibt, die die „Sprache Molières“ lernen wollen. Ich wollte die Jugendlichen neu motivieren, Französisch zu lernen, denn obwohl Französisch eine schwierige Sprache ist, ist es auch eine sehr schöne Sprache.

Was ist das Besondere an deiner Juniorbotschafterstadt Rostock?

Das Besondere an Rostock ist, glaube ich, sein hanseatischer Charakter. Man spürt wirklich, dass die Stadt eine lange Geschichte hat. Rostock ist eine sehr alte Stadt und auch die Uni, 1419 gegründet, ist sehr alt.

Was magst du an der Stadt?

Die Stadt ist recht groß und trotzdem hat man den Eindruck, man wäre in einem Dorf. Jeder kennt hier jeden. Außerdem liegt Rostock direkt an der Ostsee. Dass Rostock direkt an der Küste liegt, das ist sehr wichtig für mich und das erinnert mich etwas an „meinen“ Atlantik – in klein (lacht).

Gibt es eine „deutsch-französische“ Stimmung in Rostock?

Ich würde nicht sagen, dass in Rostock eine deutsch-französische Stimmung herrscht. Es gibt allerdings einige Institutionen, die sich mit der deutsch-französischen Zusammenarbeit befassen, wie zum Beispiel das Institut franco-allemand, das sich um die ganzen binationalen Beziehungen im Raum Rostock kümmert.

Außerdem engagiert sich auch die Uni Rostock – und vor allem das Institut für Romanistik – dafür, dass sich mehr Leute für Französisch interessieren. Bestimmte Gymnasien bieten auch das deutsch-französische Abitur AbiBac an und manche Grundschulen bringen ihren Schülern von Beginn an Französisch bei.

Kannst du uns ein bisschen etwas über die Aktionen erzählen, die die auf die Beine gestellt hast?

Ich habe im Laufe meines Mandats vier Aktionen organisiert. Die erste war ein von der Universität Rostock organisierter Infoabend über die Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte in Frankreich. Dort habe ich die Angebote vom DFJW vorgestellt und ein besonderes Augenmerk auf die PRAXES-Praktika und auf den Freiwilligendienst gelegt.

Meine zweite Aktion war ein weiterer von der Universität Rostock organisierter Infotag über die französischen, italienischen und spanischen Studienangebote am Institut für Romanistik. Dort habe ich das Mobidico und die verschiedenen Mobilitätsangebote des DFJW wie zum Beispiel PRAXES, den Freiwilligendienst etc. vorgestellt. Da hat es mir besonders gefallen, dass der Großteil der Leute aus zukünftigen Studenten bestand, die das DFJW noch nicht kannten – oder zum Teil nur vom Namen her.

Außerdem habe ich an einem Festival namens „Rencontre sur scène“ in Rostock teilgenommen; das ist ein mehrsprachiges Theaterfestival an der Uni. Und zwar organisieren die Unis in Rostock und Nantes jedes Jahr einen Theatertag in der jeweils anderen Sprache. Die Uni Rostock führt dann etwas auf Französisch auf, während die Uni Nantes auf Deutsch spielt. In Rostock haben wir im Rahmen dieses Festivals ein Stück aufgeführt, das von Gefangenen im Rostocker Gefängnis geschrieben wurde. Da waren Schauspieler aus Nantes, Saarbrücken und Rostock vor Ort und einige von ihnen konnten noch nicht einmal Deutsch, und trotzdem hatten sie Spaß und haben mitgemacht, das war echt super!

Und meine letzte Aktion fand an einer Rostocker Grundschule statt. Da habe ich die Schüler bei der Organisation einer deutsch-französischen Modenschau für ihre Weihnachtsaufführung unterstützt.

In nostalgischer Manier kündigt Stacy uns an, dass sie ihr zweites Juniorbotschaftermandat aus persönlichen Gründen leider nicht antreten kann. Wir bedanken uns bei ihr für ihr Engagement und wünschen ihrem Nachfolger viel Erfolg, denn dieser wird schon sehr bald in sein Amt starten!