Rund 60 junge Franzosen und Deutsche im Alter von 18 bis 30 Jahren trafen sich vom 25. bis 28. November 2021 in Lille, um Ideen für Europa zu entwickeln und in kleinen Gruppen an konkreten Projekten für den Europatag am 9. Mai zu arbeiten. Ilana Cicurel, Europaabgeordnete, die in Lille persönlich anwesend war, und Katja Meier, sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, die aus Dresden live zugeschaltet war, eröffneten die Veranstaltung. Sie lobten das Engagement der anwesenden Jugendlichen, insbesondere im Hinblick auf das Europäische Jahr der Jugend: „Nur junge Menschen können junge Menschen überzeugen“, betonte Ilana Cicurel.

Clément Beaune, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, unterhielt sich mit den Jugendlichen in einer Live-Schaltung unter anderem über die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen, die Prioritäten der französischen EU-Ratspräsidentschaft und die Herausforderungen der Energiewende.

Mit professioneller Unterstützung entstanden im Laufe der Workshops neun Projektideen, die vom DFJW mit jeweils 3.000 € gefördert werden. Vom Podcast über die Erwartungen junger Menschen an die europäische Politik, über eine Fahrradtour durch die Gironde, um die Rolle Europas im Bereich der Biodiversität zu beleuchten, bis hin zu digitalen Schüleraustauschprojekten und der Erfindung eines europäischen Kartenspiels, das Anekdoten aus den verschiedenen EU-Ländern erzählt - die Vielfalt und der Reichtum der Vorschläge waren groß.

Diese Veranstaltung gab auch den Startschuss für die Bürgerbefragung Unser Europa, unsere Zukunft, die alle jungen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland aufruft, ihre Prioritäten für die Zukunft Europas zu nennen. Die Ergebnisse sollen bei der deutschen Ausgabe des Projektlabors „Unser Europa, unsere Zukunft!“, idealerweise im nächsten Frühjahr, vorgestellt werden, sofern die Pandemie-Bedingungen dies zulassen.